Toto Wolff gibt zu: Mercedes-Motoren haben Probleme mit Zuverlässigkeit

Mercedes rätselt weiterhin über die Motorenprobleme - Toto Wolff gibt zu, dass eine Lösung des Problems noch nicht erreicht wurde

Toto Wolff gibt zu: Mercedes-Motoren haben Probleme mit Zuverlässigkeit

Die zahlreichen Motorenwechsel bei Mercedes und den Kundenteams vor dem Formel-1-Wochenende in Austin sind das Resultat massiver Zuverlässigkeitsprobleme. Das hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff bestätigt. Demnach kämpfe man mit "einigen Zuverlässigkeitsproblemen, die immer wieder zurückkehren", sagt Wolff bei 'Sky'.

Zwar verstehe das Team die Probleme inzwischen immer besser, "aber das bedeutet auch, dass es keine Haltbarkeit gibt und das wiederum heißt, dass es das Risiko eines Ausfalls gibt", erklärt der Österreicher.

Valtteri Bottas erhielt vor dem ersten Freien Training erneut einen neuen Verbrennungsmotor und wird deshalb in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückversetzt. Es ist der dritte Wechsel beim Finnen binnen vier Rennen. In Monza hatte er eine komplette neue Powerunit erhalten, schon am folgenden Wochenende in Sotschi musste er erneut wechseln.

Wolff: "Müssen um unser Leben kämpfen"

Zudem sind auch die Kundenteams von der Problematik betroffen. Aston-Martin-Pilot Sebastian Vettel erhielt ebenso eine neue Powerunit in Austin wie auch George Russell von Williams. Abgesehen von McLaren-Fahrer Lando Norris und Vettels Teamkollegen Lance Stroll kassierten alle Mercedes-Fahrer bereits eine Strafe für den Einsatz zu vieler Motorenteile.

"Wir haben dieses Jahr Probleme mit der Zuverlässigkeit", wiederholt Wolff in der Pressekonferenz. Dass Bottas jetzt bereits seinen sechsten Verbrennungsmotor im Auto hat, sei nicht gewollt. Erlaubt sind für die gesamte Saison nur drei.

"Wir versuchen, die Probleme in den Griff zu kriegen, haben sie aber noch nicht komplett verstanden. Ich denke, wir sind jetzt einen Schritt weiter", sagt Wolff. Mercedes müsse "um unser Leben kämpfen, um alle Kunden zu beliefern, und das ist nicht trivial", stellt er klar.

Wolff geknickt: Es hat uns hart getroffen

Gerüchte, wonach es sich beim Mercedes-Motor um ein Problem an den Luftventilen handle, wies er als "Blödsinn" zurück. "Aus offensichtlichen Gründen" wollte er aber nicht näher darauf eingehen, was genau das Problem ist.

Problematisch sei die Situation auf jeden Fall mit Blick auf den WM-Kampf. "Wenn man sich zum Beispiel Monza anschaut, da musste Valtteri von ganz hinten starten und haben dadurch Punkte verloren", erklärt er. Dass die seit 2014 so unzerstörbar scheinenden und wie ein Uhrwerk laufenden Mercedes-Aggregate in diesem Jahr doch anfällig sind, ärgert Wolff.

"Wir versuchen jedes Jahr, die Leistung zu steigern, und dieses Jahr sind wir an einem Punkt angelangt, an dem uns das Punkte gekostet hat. In den letzten sieben oder acht Jahren haben wir mit dieser Einstellung Rennen und Meisterschaften gewonnen", stellt er klar: "Ich hätte mir ein paar weniger Strafen und weniger Motoren gewünscht, aber dieses Jahr hat es uns wirklich hart getroffen."

Härter auch als die Kundenteams, die zwar auch wechseln mussten, aber nicht so häufig wie etwa Bottas. "Es gibt einen tollen Wettbewerb, und wenn man pusht, dann geht das zu Lasten der Zuverlässigkeit", sagt McLaren-CEO Zak Brown. In Woking mache man sich allerdings "keine Sorgen", stellt Brown klar: "Aus Sicht von McLaren sind wir sehr, sehr glücklich."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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