Toto Wolff: "Keine Stolpersteine" in Verhandlungen mit Lewis Hamilton

Toto Wolff ist bezüglich der Vertragsgespräche mit Lewis Hamilton sehr zuversichtlich, ein Wunsch des Briten könnte aber unerfüllt bleiben

Toto Wolff: "Keine Stolpersteine" in Verhandlungen mit Lewis Hamilton

In den Vertragsgesprächen mit Lewis Hamilton erwartet Mercedes-Teamchef Toto Wolff keine großen Schwierigkeiten, eine Einigung zu finden. "Es ist ziemlich entspannt, weil es gut läuft. Es gibt keine Stolpersteine. Ich denke, es geht nur um Vereinbarungen, und etwas, das ein paar Tage länger dauert. Aber es sind gute Gespräche", sagt Wolff am Rande des Steiermark-Grand-Prix in Spielberg bei 'Sky'.

Am Donnerstag hatte Hamilton bestätigt, dass die Gespräche mit Mercedes über eine Verlängerung der Zusammenarbeit über 2021 hinaus begonnen haben. "Noch gibt es nicht viel darüber zu sagen, außer dass wir Gespräche hatten und dass die Dinge positiv laufen", bestätigte Hamilton Wolffs Sicht der Dinge.

Die Tatsache, dass Hamilton im Anfang des Jahres nur einen Einjahresvertrag unterzeichnet hatte, überraschte Beobachter. Sofort machten Spekulationen die Runde, Hamilton könnte seine Karriere nach diesem Jahr beenden. Doch sollte es diese Überlegungen jemals gegeben haben, sind diese nun vom Tisch.

Wolff: Hamilton in guter Verfassung

Stattdessen sieht Wolff bei Hamilton eine ungebrochene Motivation. "Sehr hungrig" sei Hamilton aktuell, bestätigt er. Die Herausforderung der Red Bulls habe den Briten noch einmal angestachelt. "Es ist eine völlig neue Situation für ihn, dass es ein so enger Kampf mit einem anderen Team und einem anderen Fahrer ist. Ich sehe ihn in einer guten Verfassung", sagt Wolff.

Eine Einigung mit Hamilton könnte direkt auch mit der Besetzung des zweiten Cockpits bei Mercedes zusammenhängen. Der siebenmalige Weltmeister machte keinen Hehl daraus, gerne mit Valtteri Bottas zusammenzuarbeiten.

"Valtteri ist mein Teamkollege, und wir hatten beide in unserer Karriere Höhen und Tiefen. Ich halte ihn für einen fantastischen Teamkollegen und ich sehe nicht, dass sich das zwangsläufig ändern muss", sagte Hamilton zuletzt. Doch Toto Wolff stellt klar, dass der mögliche Teamkollege in den Verhandlungen mit Hamilton keine Rolle spiele.

Wolff: Teamkollege kein Faktor bei den Gesprächen

"Wir haben nie über die Paarung gesprochen. Das ist nicht Teil seines Denkens", meint Wolff. Zuletzt verdichteten sich die Anzeichen, dass Mercedes-Junior George Russell im kommenden Jahr Bottas ersetzen könnte, wenngleich Wolff dem Finnen zuletzt in Frankreich den Rücken stärkte. Und auch Bottas erklärte, das Verhältnis zu Mercedes sei nach wie vor intakt.

Am Fakt, dass durch ein etwaiges Duo Hamilton/Russell zwei Briten bei Mercedes fahren könnten, würde es jedenfalls nicht scheitern. "In Silverstone würde das doch für eine gute Show sorgen, oder? Die Nationalität hat nie eine Rolle gespielt. Wir sind ein internationales Unternehmen und wir sind global. Man will die besten Fahrer auswählen", stellt Wolff klar.

Mit einer Entscheidung über die Fahrerbesetzung wolle er nicht ewig warten, hält der Österreicher fest. Zuletzt sagte er, es könne sich bis Winter ziehen, räumte dann aber ein, dies sei eine Finte gewesen. "Ich sagte Winter, weil es bis Winter dauern könnte. Aber das bezweifle ich", sagt er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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