Toto Wolff kontert Bottas: "Finde nicht, dass wir geschlafen haben"

Toto Wolff kann den Frust von Valtteri Bottas nach dem Rennen von Silverstone nachvollziehen, dass das Team geschlafen hat, würde er aber nicht unterschreiben

Valtteri Bottas war nach seinem dritten Platz beim Jubiläumsrennen der Formel 1 in Silverstone bedient. "Als Team haben wir heute geschlafen", kritisierte er Mercedes nach dem Rennen ziemlich deutlich. Dem Finnen schmeckte nicht, dass er am Sonntag nicht nur das Rennen verloren hatte, sondern auch das teaminterne Duell gegen Lewis Hamilton.

Doch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff widerspricht: "Ich denke nicht, dass wir geschlafen haben", sagt er. "Aber ich akzeptiere seine Perspektive."

Bottas hatte nach dem Rennen angemerkt, dass seine Strategie "ganz und gar nicht optimal" gewesen sei. Hätte er im zweiten Stint härter gepusht, hätte ihn Verstappen vielleicht nicht überholt, und dass Hamilton seinen zweiten Stint ausdehnen konnte, sei auch besser gewesen. Bottas wäre beim zweiten Stopp von Verstappen gerne länger draußen geblieben, als mit ihm reinzukommen.

"Sein Standpunkt war, dass wir das Gegenteil von Max hätten tun sollen", sagt Wolff. "Aber das hätte überhaupt nichts verändert. Max wäre auf frischen Reifen gewesen und wir wären weiter auf einem Reifen gewesen, der nicht mehr im besten Zustand war. Und er war sowieso vor uns. Ich weiß daher nicht, was wir hätten besser machen sollen."

Für den Österreicher ist klar, dass Mercedes am Sonntag einfach das langsamere Auto hatte. Allerdings kann er verstehen, dass Bottas nicht darüber glücklich ist, dank der Taktik Rang zwei an WM-Rivale Hamilton verloren zu haben. Das hatte aber einen einfachen Grund.

"Als wir Valtteris Reifen hatten, konnten wir sehen, dass noch eine Menge Gummi übrig war, daher haben wir den Stint von Lewis verlängert", so Wolff. "Er hatte zwar eine Menge Vibrationen, aber auch noch viel Gummi. Darum wurde er schneller und schneller, je mehr Gummi weg war. Und darum konnte er den Stint ausdehnen."

"Es ist klar, dass er nicht glücklich ist, und das respektiere ich. Niemand ist glücklich über das Ergebnis."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Corona-Lockdown: F1-Einnahmen stürzen von 620 auf 24 Millionen Dollar ab

Vorheriger Artikel

Corona-Lockdown: F1-Einnahmen stürzen von 620 auf 24 Millionen Dollar ab

Nächster Artikel

"Sicherheitsgründe": Darum beendete Magnussen Silverstone 2 vorzeitig

"Sicherheitsgründe": Darum beendete Magnussen Silverstone 2 vorzeitig
Kommentare laden