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Toto Wolff: Mercedes-Aufschwung liegt nicht nur am Frontflügel

Wie Mercedes-Teamchef Toto Wolff den aktuellen Aufwärtstrend der Silberpfeile in der Formel 1 erlebt und ob es sich dabei um eine nachhaltige Verbesserung handelt

Toto Wolff: Mercedes-Aufschwung liegt nicht nur am Frontflügel

Zwölf Punkte in Miami, 15 in Imola, 17 in Monaco und 28 in Montreal: Mercedes hat sich in den jüngsten Formel-1-Rennen kontinuierlich gesteigert. Aber ist dieser Aufschwung auch echt und der lang ersehnte Schritt heraus aus der Krise?

Mercedes-Teamchef Toto Wolff klingt vorsichtig optimistisch, wenn er sagt: "Ich mache mir immer Sorgen, wenn man euphorisch wird, weil nun alles zu funktionieren scheint. Denn die Formel 1 ist schwierig. Wir hatten aber seit drei Rennen einen positiven Trend und alles ergibt mehr Sinn. Am Ende urteilt eben die Stoppuhr."

Aber was genau macht sich auf der Stoppuhr so positiv bemerkbar für Mercedes? Ist es etwa das jüngste Frontflügel-Update, das in Monaco nur bei George Russell am Auto war, in Montreal aber an beiden W15?

 

Laut Mercedes-Technikchef James Allison bringt die neue Spezifikation "mehr Leistung". Teamchef Wolff aber will die Steigerung der Silberpfeile nicht nur auf den Frontflügel reduzieren und meint: "Manchmal bringt man ein deutlich sichtbares neues Teil wie einen Frontflügel mit an die Strecke. Und dann wird die Leistungsänderung an diesem einen Teil festgemacht."

"Die Wahrheit aber ist: In den vergangenen drei Rennen hatten wir viele neue Teile im Einsatz. Manche waren sichtbar, andere nicht. Die haben Millisekunden zu unserer Leistung beigetragen. Und genau diese kleinen Zugewinne sind es, die einen positiven Effekt haben."

Ist Mercedes schon aus eigener Kraft siegfähig?

Demnach ist es die Summe aus kleinen Dingen, die bei Mercedes den Unterschied macht. Wolff ortet "allmählich" sogar "Schwung" bei seinem Team in der Formel-1-Saison 2024, wenngleich Mercedes "noch nicht ganz aus eigener Kraft siegfähig ist", wie er sagt. "Wir sind aber definitiv einen Schritt näher rangekommen."

In Kanada schnupperte Russell sogar am ersten Grand-Prix-Sieg seit Brasilien 2022. Laut Wolff aber hat das Team höchstens "ein paar Minuten davon geträumt", weil der ganz große Erfolg "wahrscheinlich nicht" realistisch gewesen sei.

Was Mercedes so lange eingebremst hat

Aber wer weiß? Vielleicht macht Mercedes schon in naher Zukunft den nächsten Schritt. Wolff jedenfalls fühlt sich in der Entwicklung der jüngsten Rennen bestätigt: "Seit Imola haben wir die richtigen Schritte unternommen und Teile ans Auto gebracht, die funktionieren. Damit hatten wir in den vergangenen Jahren Schwierigkeiten gehabt."

Denn Mercedes habe feststellen müssen, "dass es keine Zaubertricks gibt im Motorsport", meint Wolff. "Wir mussten ständig daran arbeiten, nachzuvollziehen, was nicht geklappt hatte."

"Mir ist schon klar, dass bei dieser Antwort alle schier eingeschlafen sind. Aber du kannst die Fahrzeugleistung nicht einfach zurückentwickeln, dir Red Bull als Beispiel nehmen und sagen, 'so machen wir es jetzt auch'. Du musst dich durch die Probleme durcharbeiten."

Entwicklungsdaten gaben Mercedes Rätsel auf

Dem Mercedes-Teamchef zufolge gab es Schwierigkeiten mit der Korrelation zwischen Windkanal und Rennstrecke. Sprich: Was theoretisch erprobt und für gut befunden worden war, fiel beim Streckentest durch. Ergebnis laut Wolff: "Das Auto war schwierig zu fahren und ging nicht gut über die Randsteine. Das Bouncing war wieder da."

Aber: Letztlich kam Mercedes der Fehlerquelle auf die Schliche. Oder wie es Wolff formuliert: "Wir bekamen einen Eindruck davon, welche Teile im Puzzle fehlten. Und wichtig war dann, dieses fehlende Puzzleteil einzusetzen."

George Russell (Mercedes W15) beim Formel-1-Rennen in Monaco 2024

George Russell (Mercedes W15) beim Formel-1-Rennen in Monaco 2024

Foto: Motorsport Images

Damit zählt sich Mercedes zu einem der "vier Teams, die potenziell miteinander kämpfen können", so Wolff. "Hoffentlich kommen wir in den nächsten Rennen an eine Strecke, auf der man auch überholen kann. Das dürfte interessant werden."

"Denn jetzt scheinen wir von Wochenende zu Wochenende an Leistung zu gewinnen, und für Barcelona kommt wieder etwas Neues, das uns helfen sollte. Ich hoffe also, wir können an diesen Trend anknüpfen."

Neuer Mercedes-Unterboden in Barcelona

Beim von Wolff angesprochenen Update soll es sich um die nächste Ausbaustufe des Unterbodens handeln. Auch wenn es Wolff selbst nicht benennt, was verspricht er sich denn davon? "Zwei Sekunden!", sagt der Mercedes-Teamchef im Scherz. Ernsthaft fügt er hinzu: "Ich kann es nicht sagen."

"Es ist uns jetzt gelungen, Stück für Stück zuzulegen. Wenn es mal funktioniert und die einzelnen Komponenten gut miteinander interagieren, dann ist die Gesamtaerodynamik effizienter, dann kannst du die Fahrwerkshöhe optimieren und dergleichen." Daher soll sich auch das Barcelona-Update "hoffentlich auf der Stoppuhr bemerkbar" machen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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