Toto Wolff: Red Bull hatte im Qualifying "ein dominantes Paket"

Mercedes sichert sich in Saudi-Arabien die Poleposition - und weiß selbst nicht, warum - Toto Wolff war von Red Bulls Stärke völlig überrascht

Toto Wolff: Red Bull hatte im Qualifying "ein dominantes Paket"

Unverhofft kommt oft - oder halt manchmal, je nachdem. Diese Poleposition beim Formel-1-Qualifying in Saudi-Arabien war für Mercedes jedenfalls genau das: Unverhofft. Denn eigentlich sah alles nach einer Fabelrunde von Max Verstappen aus, doch in der letzten Kurve warf der Niederländer den ersten Startplatz mit einem eigenen Fehler weg.

Dass Mercedes, das an diesem Wochenende bislang scheinbar alles im Griff hatte, plötzlich so zittern musste, trieb Teamchef Toto Wolff zu einer Mischung aus Faszination und Unverständnis. "Die Formel 1 ist verrückt und voll von Überraschungen", sagt Wolff.

Der Österreicher zieht den Hut vor der Leistung des großen Rivalen. "Sie hatten ein dominantes Paket heute, ihr Auto war wirklich großartig. Sie haben den Reifen mit nur einer Aufwärmrunde in das richtige Fenster gebracht, aber wir hatten Probleme mit dem Grip", erklärt er.

Wolff: Formel 1 ist "einfach verrückt"

A Freitag und auch am Samstag sah es so aus, als würde bei vielen Teams der weiche Reifen nicht sofort funktionieren, sondern erst nach einigen Aufwärmrunden. Doch dann kam Verstappen, der am Ende von Q3 nur eine Einführungsrunde und eine fliegende Runde hatte - und erst in der letzten Kurve scheiterte. Somit steht Lewis Hamilton auf der Poleposition, Valtteri Bottas geht als Zweiter in das Rennen.

"Er war eine halbe Sekunde vorne und die Pole war praktisch weg. Aber dann ist er in der letzten Kurve weit gefahren, ist aber auf dem Gas geblieben und hat die Mauer berührt. Jetzt stehen wir auf eins und zwei, was für morgen natürlich einen großen Vorteil bedeutet. Aber es ist einfach verrückt", so Wolff sichtlich beeindruckt.

Der 49-Jährige hofft nun, dass Red Bull das eigene Pokerspiel mit Blick auf das Rennen verloren hat. "Ich glaube, sie haben sich auf eine Runde konzentriert, deshalb haben sie den Reifen so schnell in das Fenster bekommen. Und wenn wir morgen diesen kleinen Vorteil haben, wer weiß?", fügt er an.

Wolff: Ich dachte, wir wären schneller

Schon in den Trainings am Freitag wirkte Mercedes auf dem Longrun extrem dominant, Hamilton fuhr teilweise in seiner eigenen Liga. Nach dem Samstag scheint aber nichts mehr sicher. "Ich hätte erwartet, dass wir viel stärker sind. Wir haben ein schnelles Auto und es sah so aus, als sollten uns diese schnellen Kurven liegen", rätselt Wolff.

Nicht das erste Mal in dieser Saison laufen die Wochenenden anders als prognostiziert. "Austin hätte unsere Strecke sein sollen, war es aber nicht. Dafür waren wir plötzlich in Brasilien richtig gut. Es ist voller Überraschungen", meint Wolff.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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