Mercedes: Schaden kostete Lewis Hamilton "sechs bis sieben Zehntel"

Laut Mercedes hat der Schaden am Auto von Lewis Hamilton rund sechs oder sieben Zehntelsekunden pro Runde gekostet - Bottas sollte erst Schutzschild sein

Mercedes: Schaden kostete Lewis Hamilton "sechs bis sieben Zehntel"

Lewis Hamilton soll bei seinem Schaden am Auto rund 30 Punkte an Downforce verloren haben, sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nach dem Rennen in Spielberg. Hamilton hatte sich beim Überfahren eines Randsteins den Unterboden im Heckbereich beschädigt und dadurch massiv an Performance verloren.

Die angegebenen 30 Punkte sind aber nicht in Stein gemeißelt, sondern laut Wolff nur eine "erste Schätzung, was wir in den Sensoren sehen können". Wie viel Rundenzeit der Brite dadurch verloren hat, könne vermag er nicht zu sagen, der Leitende Renningenieur Andrew Shovlin beziffert den Verlust jedoch auf "sechs bis sieben Zehntelsekunden".

"Es war ein ziemlich großer Performanceverlust", sagt Wolff. Und weil der Schaden nur im Heckbereich war, bekam Hamilton auch noch Probleme mit der Balance und rutschte mit den Reifen herum. "Dadurch hat er auch die Reifen in eine Richtung gepusht, mit der wir nicht bis zum Ende durchgekommen wären."

Hamilton war also nicht nur langsamer, sondern hatte auch einen höheren Reifenverschleiß, der Mercedes zu einem zweiten Boxenstopp zwang.

Bottas sollte Hamilton schützen

Das war aber nur die zweite Option des Teams. Zunächst wollte man schauen, ob Hamiltons Performance ausreicht, um mit Valtteri Bottas als Schutzschild Platz zwei ins Ziel zu retten. Doch als absehbar war, dass dieser Plan nicht aufgehen würde und man in Reichweite von Lando Norris geraten würde, ließ man den Finnen ziehen.

 

"Er war fair gegenüber Valtteri, dass dieser sein eigenes Rennen fahren kann. Darum haben wir uns für den Platztausch entschieden - wohl wissend, dass wir Platz drei an McLaren verlieren würden", sagt Wolff.

Ein großes Mysterium bleibt aber, wo sich Hamilton den Schaden zugezogen hat. Er selbst sagt, dass er nicht weiter über den Randstein hinaus sei als die anderen Fahrer. "Ich denke, das war um Runde 30 herum, ausgangs Kurve 10", meint Wolff. "Dort gibt es einen ziemlich aggressiven Randstein. Wir haben aber nicht gesehen, dass es ein Fahrfehler war."

Wolff: "Noch lange nicht vorbei"

Unter dem Strich bleibt, dass Hamilton mit Platz vier 14 Punkte auf Verstappen verloren hat und nun schon 32 Zähler hinter dem Niederländer liegt. "Jeder verlorene Punkt tut natürlich weh", sagt der Motorsportchef. "Wenn man alles zusammenrechnet, geht das Momentum natürlich in die falsche Richtung."

 

Wolff betont aber auch: "Es ist noch lange nicht vorbei. Er liegt jetzt 32 Punkte hinter Max. Das ist ein Ausfall, dann ist er wieder im Rennen."

Der Motorsportchef weiß aber auch, dass das Team wieder zulegen, weniger Fehler machen und das Auto verstehen muss, nachdem man jetzt fünf Rennen ohne Sieg geblieben war. "Dann sind wir wieder richtig auf der Jagd."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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