Toto Wolff über Safety-Car-Ende: "2021 wäre das wichtiger gewesen ..."
Das Safety-Car brachte den Grand Prix in Silverstone ohne Rennentscheidung auf der Strecke zu Ende: Toto Wolff sieht darin die richtige Konsequenz
Der Grand Prix in Silverstone 2026 endete hinter dem Safety-Car
Foto: Getty Images
Die vielen Buhrufe am Ende des Grand Prix von Großbritannien 2026 in Silverstone machten deutlich, wie wenig die Fans vom neutralisierten Zieleinlauf hielten. Doch Mercedes-Teamchef Toto Wolff reagierte erleichtert: Anders als beim berühmten Formel-1-Finale 2021 in Abu Dhabi "wurde das Reglement eingehalten", so Wolff. "Das ist gut."
Außerdem sagte Wolff: "Ich hätte es lieber gesehen, wenn das schon 2021 passiert wäre. Das wäre deutlich wichtiger gewesen."
Das ist aus seiner Sicht verständlich: Wäre der Grand Prix von Abu Dhabi 2021 - wie Silverstone 2026 - unter Gelb zu Ende gegangen, wäre vermutlich nicht Max Verstappen Weltmeister geworden, sondern Lewis Hamilton. Es wäre der historische achte WM-Titelgewinn gewesen, der den damaligen Mercedes-Fahrer Hamilton zum alleinigen Rekordhalter gemacht hätte.
Wie FIA und Formel 1 auf Abu Dhabi reagierten
Der Automobil-Weltverband (FIA) hat nach Abu Dhabi 2021 reagiert und die Formel-1-Regeln angepasst. Eine Folge davon war, dass in Silverstone 2026 keine Freigabe mehr erfolgte. "Manchmal sorgt das nicht für das spannendste Rennfinale", sagt Wolff.
"Aus Sicht der Unterhaltung hätten natürlich alle gern gesehen, wie Lewis auf den weichen Reifen gegen uns und vielleicht auch gegen Charles Leclerc kämpft. Aber das ist Sport. Die Show folgt dem Sport - und nicht umgekehrt", erklärte Wolff. "Deshalb ist es richtig, dass die FIA diese Entscheidung getroffen hat."
George Russell begrüßt konstante Haltung der Rennleitung
George Russell als einer der Direktoren der Formel-1-Fahrergewerkschaft (GPDA) sieht das ähnlich: "Die Art und Weise, wie Formel 1 und FIA mit einer solchen Situation umgehen, sollte bei Rennende nicht anders sein als zu Rennbeginn. Ja, es ist schade - aber was will man machen?"
"Nach Abu Dhabi 2021 wurde natürlich viel darüber diskutiert. Wenn man sich allerdings anschaut, wie viele Rennen in den vergangenen 20 Jahren tatsächlich hinter dem Safety-Car beendet wurden, dann sind das gar nicht so viele", sagte Russell. Das stimmt: Die Statistik nennt ein Dutzend Grands Prix unter Hunderten von Rennen, die hinter dem Safety-Car zu Ende gegangen sind.
Der Zieleinlauf in Silverstone 2026 hat also Seltenheitswert - und dürfte deutlich weniger Diskussionen auslösen als Abu Dhabi 2021. Selbst die Fehleinblendung, das Safety-Car würde eine Runde vor Schluss an die Box fahren, wollte Wolff auf Nachfrage nicht verurteilen. Er sagte: "In einer solchen Situation können Fehler passieren. Das wurde korrigiert, und damit ist die Sache erledigt."
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