Toto Wolff: Wir geben nicht auf, bis die WM rechnerisch unmöglich ist

Mercedes-Teamchef Toto Wolff stellt klar, dass sich Mercedes keinesfalls frühzeitig geschlagen geben werde - "Das ist das Letzt, was wir tun"

Toto Wolff: Wir geben nicht auf, bis die WM rechnerisch unmöglich ist

Seit fast zwei Monaten ohne Formel-1-Sieg, in beiden WM-Wertungen deutlich in Rückstand - doch ans Aufgeben denkt Mercedes noch lange nicht. "Wir werden niemals einen Kampf aufgeben. Das ist das Letzte, was wir tun. Wenn ich aufgeben muss, wird man sehen, wie ich mit Hand und Schwert nach oben durchs Feuer gehe, oder wie auch immer man das sagt", stellt Teamchef Toto Wolff klar.

Obwohl der Trend klar gegen die Silberpfeile spricht, sieht der Österreicher das Positive - und widerspricht damit seiner eigenen Grundeinstellung. "Ich bin immer ein skeptischer Mensch, das Glas ist immer halb leer", sagt er. Doch in diesem Fall gebe es einfach zu viele Dinge, die Mut machten.

"Das Positive ist, dass noch 14 Rennen zu fahren sind, wir sind nur einen Ausfall von Red Bull entfernt, nicht mehr. Und wir haben mehr Punkte, als wir sollten, durch unsere eigenen Fehler verloren. Also geht es weiter", sagt Wolff. In der Fahrer-WM beträgt Lewis Hamiltons Rückstand auf Max Verstappen 32 Punkte, in der Konstrukteurs-WM fehlen Mercedes auf Red Bull 44 Zähler.

Wolff: Müssen die Köpfe zusammenstecken

Wolff wisse, dass Mercedes zuletzt schlicht an Pace gefehlt habe. "In den letzten beiden Rennen in Österreich oder in den letzten paar Rennen hatten wir ganz klar nicht die Leistung, die wir haben müssen, um gegen Red Bull zu kämpfen. Und das ist uns sehr bewusst", so der 49-Jährige. Das Team müsse daher jetzt "in jedem einzelnen Bereich die Köpfe zusammenstecken".

Dennoch sei das Rennen am Sonntag und vor allem der Vergleich zu Verstappen gar nicht so schlecht gewesen, wie es auf den ersten Blick aussah. "Es ist ein gutes Ergebnis", meint er.

"Wenn wir nicht am Anfang hinter dem McLaren festgesteckt hätten, wo wir viel Zeit verloren haben, hätten wir gegen ihn [Verstappen] fahren können", ist Wolff überzeugt. Zwar wisse er nicht, ob es für den Sieg gereicht hätte. "Aber die Rennpace war da und es wäre gut gewesen", so Wolff, der eine klare Verbesserung zum ersten Rennen in Spielberg erkannte.

Während all den Erfolgen der vergangenen Jahre sei es für ihn darum gegangen, das Team "auf dem Boden zu halten", nun seien seine Fähigkeiten als Motivator gefragt. "Wir werden in dieser Phase der Saison nicht aufgeben. Wir werden zu keinem Zeitpunkt der Saison aufgeben, es sei denn, es ist rechnerisch nicht mehr möglich, diese Meisterschaft zu gewinnen", stellt er klar.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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