Toto Wolff: Zuverlässigkeit hat jetzt "oberste Priorität" bei Mercedes
Nach dem Aus von Kimi Antonelli in Spanien klingeln bei Mercedes die Alarmglocken - Laut Toto Wolff kann man sich Defekte in dieser Regelmäßigkeit nicht erlauben
Kimi Antonelli schaffte es beim Rennen in Barcelona nicht ins Ziel
Foto: Sutton Images
Obwohl der Mercedes W17 bei vielen Experten als bestes Gesamtpaket in der Formel-1-Saison 2026 gilt, punktete in den vergangenen drei Rennen jeweils immer nur ein Mercedes-Pilot. Zweimal blieb George Russell komplett ohne Zähler, in Barcelona erwischte es nun erstmals Kimi Antonelli.
Während Russell in Monaco durch eine letztendlich wohl ungerechtfertigte Strafe aus den Top 10 geworfen wurde, schied er in Kanada mit einem Defekt aus. Antonelli musste den Silberpfeil am Wochenende in Spanien jetzt ebenfalls kurz vor Rennende abstellen.
"Wir können uns nicht regelmäßig oder immer wieder Ausfälle leisten", ärgert sich Teamchef Toto Wolff nach der dritten Nullnummer im dritten Rennen in Serie. "Um Erster zu werden, muss man erst einmal ins Ziel kommen", betont der Österreicher.
Zwar führt Mercedes beide Weltmeisterschaften noch immer an. Doch in der Fahrer-WM zog Lewis Hamilton bereits in Monaco an George Russell vorbei und verkürzte auch den Rückstand auf WM-Leader Antonelli in Barcelona nun auf "nur noch" 41 Punkte.
Laut Wolff muss Mercedes daher dringend seine Zuverlässigkeitsprobleme in den Griff bekommen. "Das hat oberste Priorität. Niemand ist damit zufrieden", stellt der Teamchef klar und kündigt an: "Wir werden jeden Stein umdrehen."
Auffällig ist vor allem, dass es im Verlauf der Saison immer wieder Probleme mit der Batterie gab. Das betraf nicht nur das Werksteam selbst, sondern beispielsweise auch Kundenteam McLaren. Ein klares Muster ist laut Wolff bislang allerdings nicht erkennbar.
"Die meisten anderen Fälle hingen mit der Batterie zusammen", bestätigt er zwar, "betrafen jedoch unterschiedliche Fehler. Es war nicht immer dasselbe", stellt Wolff klar. Es handelt sich also nicht um einen wiederkehrenden Defekt, sondern offenbar immer wieder um andere Probleme.
"Wir werden wirklich alles daran setzen, um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert", betont Wolff daher nach dem jüngsten Defekt in Spanien.
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