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Toto Wolffs Erinnerungen an Niki Lauda: So wurden sie zu "Halb-Freunden"

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Toto Wolffs Erinnerungen an Niki Lauda: So wurden sie zu "Halb-Freunden"
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
29.05.2019, 12:45

Niki Lauda sagte zu Lebzeiten immer, dass er keine echten Freunde habe - Toto Wolff schaffte es in den gemeinsamen Jahren zumindest, ein "halber Freund" zu werden

Durch die gemeinsame Arbeit bei Mercedes standen sich Toto Wolff und Niki Lauda in den vergangenen Jahren stets sehr nah. Lauda stieg Ende 2012 bei den Silberpfeilen ein, wenige Monate später folgte Wolff. "Als wir in dieses gemeinsame Abenteuer Formel 1 geschmissen worden sind von Dieter [Zetsche], haben wir ein Jahr gebraucht, um uns zu kalibrieren", blickt Wolff zurück.

"Wir haben beide jeder für sich unsere eigenen Firmen geführt, und da war es schwierig, einen zweiten Referenzpunkt zu haben und Entscheidungen gemeinsam zu treffen. Aber er ist immer so ein Pragmatiker gewesen, dass wir nach einem Jahr zusammengesessen sind und gesagt haben: Es ist besser, wir arbeiten zusammen. Und um seinen Satz zu verwenden: 'Damit kommen wir schneller ans Ziel'", berichtet Wolff.

"Über die Jahre ist dieser Bund gewachsen, weil wir Vertrauen ineinander gefunden haben. Er in meine aktive Arbeit mit dem Team und das Vertrauen ins Team, in die Akteure innerhalb des Teams, und wir in ihn als unser Außenminister, als derjenige, der mit jedem sprechen konnte", verrät der Österreicher und erklärt: "Niki Lauda kann alles sagen. Das ist eine unheimliche Stärke, die wir in dem Team hatten, die uns heute fehlt."

Lauda zeigte seine emotionale Seite

Lauda sei jemand gewesen, "der einfach aufgrund seiner Lebensleistung alles kommentieren konnte." Wolff verrät: "Über diese vielen Jahre und das gemeinsame Reisen und gemeinsames Zusammensetzen ist dann diese Freundschaft entstanden." Tatsächlich kannten sich Wolff und Lauda aber schon vor der gemeinsamen Zeit in der Formel 1 flüchtig. "Meine erste Frau war seine Cousine", verrät Wolff.

"Wir kannten uns [vor der Formel 1] schon. Wir haben uns dann besser kennengelernt, als ich bei Williams involviert war. Da haben wir angefangen, zusammen zu den Rennen zu reisen", berichtet er. In dieser Zeit kam es zu einigen Situationen, an die sich Wolff gerne zurückerinnert. "Wir hatten vor zwei Jahren einen Rückflug aus Suzuka, ich glaube, das war [...] als wir die Meisterschaft gewonnen hatten", so Wolff.

Toto Wolff

Seit 2013 waren Wolff und Lauda die beiden Väter des Mercedes-Erfolgs

Foto: LAT

"Wie wir da in der Luft so fliegen, sehe ich, dass er eine Träne in seinem Auge hat nach dem Gewinn der Meisterschaft, und ich habe gesagt: 'Niki, jetzt wirst du auch noch emotional auf deine alten Tagen, es geht wirklich bergab!' Und dann hat er gesagt: 'Also ich hab ja keine Freunde ...' Und ich so: 'Ja, das weiß ich, das sagst du ja auch immer.' - 'Aber wenn es so etwas wie einen Halb-Freund gibt, dann bist du ein Halb-Freund.'"

"Und dann habe ich gesagt: 'Das war das Emotionalste, was ich je von dir gehört habe.' Das sind die Dinge, die ich nie vergessen werde", so Wolff. Ebenfalls vor zwei Jahren kam es noch zu einer weiteren Situation, die bei Wolff einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. "Ich glaube, es war das Rennen, in dem Lewis Hamilton die Meisterschaft gewonnen hat", erinnert er sich zurück.

"Das ist das Dümmste, was ich je gehört habe."

"Er saß ganz ruhig neben mir und verfolgte das Rennen. Aus dem Nichts faltetet er seine Hände, sah nach oben und sagte: 'Lieber Gott, bitte hilf mir nur dieses eine Mal.' Der Pragmatiker betete zu Gott! Es war so menschlich und so schön", verrät Wolff. Doch es gab auch andere Situationen, in der beide nicht einer Meinung waren. Zum Beispiel, als Wolff die Nordschleife in unter 7:00 Minuten fahren wollte.

"Man kann die Nordschleife in einem Formel-1-Auto in den Siebzigern nicht mit einem amateurhaften Versuch 35 Jahre später vergleichen. Meine Midlife-Crisis war schuld", blickt Wolff heute mit einem Schmunzeln zurück. Vor seinem Versuch sprach er mit Lauda, der einst der erste Fahrer war, der die magische 7:00-Minuten-Marke in der "Grünen Hölle" unterbieten konnte.

"Ich sagte, dass ich den GT-Rundenrekord auf der Nordschleife und seine 7:00 Minuten brechen will", erinnert sich Wolff zurück und berichtet: "Er sagte: 'Das ist das Dümmste, was ich je gehört habe. Wen interessiert, ob du einen Rundenrekord auf der Nordschleife brichst oder nicht? Du könntest dich verletzen, und es interessiert sowieso keinen.'"

Laudas Meinung schätzte Wolff stets. "Niki ist die bekannteste Persönlichkeit in Österreich", erinnert er und erklärt: "Jedes Kind in den 70ern, 80ern oder 90ern wusste, dass er der berühmteste Österreicher ist. Alle haben zu ihm aufgeblickt, und das war auch bei mir so." Zudem sei er "einer der größten Namen weltweit im Sport" gewesen. Für Wolff war er aber vor allem ein "Halb-Freund".

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Niki Lauda
Urheber Ruben Zimmermann