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Toyota: Nicht der richtige Zeitpunkt für ein eigenes Formel-1-Team

Toyota wäre aktuell nicht in der Lage, wieder ein Formel-1-Werksteam an den Start zu schicken - Man will die Entwicklung der Königsklasse aber im Auge behalten

Toyota: Eigenes Formel-1-Team aktuell weiterhin kein Thema

Toyota fuhr zwischen 2002 und 2009 ohne ganz große Erfolge in der Formel 1

Foto: www.formulatwo.com

Als Toyota im vergangenen Jahr eine Partnerschaft mit dem Formel-1-Team Haas verkündete, stellte der japanische Hersteller in der Folge mehrfach klar, dass man dies nicht als ersten Schritt zu einer vollständigen Rückkehr in die Königsklasse interpretieren solle.

Toyota-Sportchef Masaya Kaji hat nun in einem Interview mit der japanischen Edition von Motorsport.com zwar eingeräumt, dass man die Entwicklung der Formel 1 grundsätzlich im Auge behalte. "Wir prüfen natürlich die Technologien für 2026 und sogar die aktuellen Technologien", so Kaji.

Er stellt dort aber auch noch einmal klar: "Wir sind noch nicht so weit, dass wir all unsere Ressourcen dorthin umleiten würden." Oder anders gesagt: Toyota wäre aktuell noch nicht in einer Position, mit einem eigenen Werksteam in die Formel 1 zurückzukehren.

"Realistischerweise müssen wir abwägen, wie viel Geld und wie viele Mitarbeiter erforderlich wären, um das zu realisieren", erklärt Kaji und betont: "Ich denke daher nicht, dass es jetzt der Zeitpunkt ist, um ein Team zu gründen."

"Im Moment ist es wichtig, Partnerschaften aufzubauen, wie mit Haas, und mit verschiedenen Teams zu arbeiten", erklärt er und betont: "Wir sind nicht in der Lage, diese Schritte zu überspringen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, das zu tun, was wir im Moment tun sollten."

 

Ein Formel-1-Comeback ist für die Japaner daher zumindest auch aktuell weiterhin kein Thema. Für die Zukunft lässt Kaji die Tür allerdings einen Spalt offen, denn er erklärt auch: "Was nach 2030 passiert, ist noch ungewiss. Wir arbeiten an verschiedenen neuen Technologien."

Ab der Saison 2026 greift in der Königsklasse ein neues Reglement, doch laut Formel-1-Boss Stefano Domenicali könnte es zum Beispiel beim Motor bereits 2030 schon wieder größere Änderungen geben. "Ob unser Vektor [mit der Formel 1] übereinstimmt, bleibt abzuwarten", so Kaji.

Toyota ging zwischen 2002 und 2009 schon einmal mit einem eigenen Werksteam in der Königsklasse an den Start, gewann in diesen acht Jahren aber nie ein Rennen. Gemessen am Budget, das Toyota zur Verfügung hatte, gilt das damalige Projekt als einer der größten Flops in der Geschichte der Königsklasse.

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