Tracklimits: Stroll sammelt in Silverstone drei Strafen in nur 9 Runden
Drei Strafen in neun Runden: Lance Stroll fällt beim Großbritannien-GP unfreiwillig auf - Danach spricht er offen über die Schwächen des AMR26
Lance Stroll sammelte in Silverstone viele Strafen
Foto: Sutton Images
Lance Stroll ist beim Großen Preis von Großbritannien 2026 innerhalb von neun Runden gleich dreimal wegen Überschreitens der Streckenbegrenzungen bestraft worden. Der Aston-Martin-Pilot erhielt insgesamt 15 Strafsekunden, die allerdings keinen Einfluss auf sein Endergebnis hatten.
Sportlich verlief das Wochenende für den Kanadier ohnehin enttäuschend. Der AMR26 präsentierte sich in Silverstone erneut als das langsamsten Autos im Feld. Bereits während des gesamten Wochenendes war in den Onboard-Aufnahmen zu sehen, dass Stroll vor allem mit starkem Untersteuern zu kämpfen hatte.
Im Qualifying belegte Stroll den 21. und damit vorletzten Platz. Lediglich sein Teamkollege Fernando Alonso war langsamer. Für das Rennen musste Stroll jedoch vom 22. und letzten Startplatz ins Rennen gehen, nachdem Aston Martin Komponenten der Honda Antriebseinheit über das erlaubte Kontingent hinaus gewechselt hatte. Dafür erhielt der Kanadier eine Rückversetzung um zehn Startplätze.
Drei Strafen innerhalb von neun Runden
Aufmerksamkeit erregte Stroll erst in der Schlussphase des Rennens. Nachdem er bereits die drei erlaubten Verstöße gegen die Tracklimits angesammelt hatte, zog jedes weitere Verlassen der Strecke automatisch eine Zeitstrafe nach sich.
Die Rennkommissare verhängten zunächst eine Fünf-Sekunden-Strafe, nachdem Stroll in Runde 33 in Kurve 18 zum vierten Mal die Streckenbegrenzungen überschritten hatte. Zwei Runden später folgte nach einem weiteren Verstoß in Kurve 9 die zweite Fünf-Sekunden-Strafe. Die dritte und letzte Strafe erhielt er in Runde 42, als er in Kurve 15 zum sechsten Mal die Tracklimits missachtete.
Insgesamt summierten sich die Sanktionen damit auf 15 Strafsekunden. An seiner Platzierung änderte das allerdings auch nichts. Stroll wurde als 19. und letzter Fahrer gewertet, der das Rennen im Ziel beendete.
Hoffnung auf Updates für den Ungarn GP
Nach dem Rennen erklärt der Kanadier, dass das Team die Schwächen des Fahrzeugs kennt und auf die geplanten Weiterentwicklungen hofft: "Wir haben die Informationen, die wir brauchen, und wissen, in welchen Bereichen wir uns verbessern müssen. Solche Wochenenden sind deshalb vor allem eine Frage der Geduld, bis die Updates kommen."
Mit Blick auf das Fahrverhalten seines Autos ergänzt Stroll: "Wir hatten im Rennen viel Untersteuern und ein sehr unberechenbares Auto. Dadurch ist es schwierig, die Tracklimits einzuhalten. Ich versuche immer, alles aus dem Auto herauszuholen, und hoffe, dass sich die Situation bald verbessert."
Aston Martin plant das nächste größere Updatepaket für den Großen Preis von Ungarn Ende Juli. Dort hofft das Team, die aktuellen Probleme des AMR26 zumindest teilweise beheben zu können.
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