Tracklimits: Verstappen wünscht sich "harte Abgrenzung" wie Kies

Max Verstappen sind die Tracklimits mit weißen Linien ein Dorn im Auge: Er hätte lieber eine klar spürbare Abgrenzung, die es für Fahrer und Fans leichter macht

Tracklimits: Verstappen wünscht sich "harte Abgrenzung" wie Kies

Max Verstappen wünscht sich eine bessere Lösung für die Tracklimit-Problematik und würde eine "harte Grenze" gegenüber einer weißen Linie präferieren, weil man diese als Fahrer besser einschätzen kann. Zuletzt in Portimao hatte es rund um den Red-Bull-Piloten Diskussionen gegeben, weil er die Poleposition und die schnellste Runde aufgrund von Tracklimits verloren hatte.

"Ja, wir müssen eine Lösung finden", sagt der Niederländer am Donnerstag in Barcelona. Er versteht, dass die Streckenbetreiber auf die Wünsche mehrerer Rennserien reagieren müssen. Doch während die MotoGP aus Sicherheitsgründen flache Randsteine bevorzugt, sind diese für die Formel-1-Autos im Grunde kaum spürbar.

"Wir müssen einen Mittelweg finden", fordert Verstappen. "Mit unseren Kurvenspeeds und dem Grip können wir im Grunde die ganze Strecke ausnutzen. Das macht es manchmal schwierig, das richtige Tracklimit zu finden", so der Niederländer.

Ginge es nach ihm selbst, dann würde er wieder mehr Kiesbetten anlegen. "Aber das ist natürlich manchmal nicht das, was Strecken wollen. Denn wenn man irgendwelche Track-Days hat und jemand abfliegt, dann kommt Kies auf die Strecke und sie müssen es sauber machen. Und das kostet Geld."

"Können das deutlich besser machen"

Für die Formel 1 und die Fans sei es jedoch verwirrend, wenn in manchen Kurven ein Randstein als Begrenzung zählt und in anderen eine weiße Linie. "Wir können das deutlich besser machen, indem wir sicherstellen, dass es eine harte Grenze gibt, wenn du vom Randstein abkommst", so Verstappen.

Der WM-Zweite stand in dieser Saison schon häufiger auf Kriegsfuß mit der Streckenbegrenzung. Nicht nur in Portimao verlor er dadurch wichtigen Boden auf Konkurrent Lewis Hamilton. Beim Saisonauftakt in Bahrain musste er dem Mercedes-Piloten die Führung und somit den Sieg überlassen, weil er in Kurve 4 über den weißen Strich gefahren war.

Hamilton selbst hatte im gesamten Rennverlauf 29 Mal die Strecke an dieser Stelle verlassen - ohne Konsequenzen. In Portimao ärgerte sich Red Bull zudem darüber, dass Sergio Perez von Lando Norris überholt wurde, obwohl dieser zuvor die Strecke verlassen haben soll.

"Versuche alles herauszuholen"

Verstappen selbst machte dabei immer wieder mit Unkenntnis auf sich aufmerksam. In Bahrain musste ihm das Team sagen, dass er in Kurve 4 weiter rausfahren darf, in Portimao sagte er nach dem Rennen, dass Kurve 14 nicht im Blick der Rennleitung war - zu Unrecht.

Doch dass er sich besser über die Tracklimits informieren müsse, sieht er nicht, und hält das Bahrain-Thema etwa für ein "Missverständnis". Seine Übertretungen zeigen wenn dann, dass er im WM-Duell mit Mercedes alles geben muss und auch gibt.

"Ich versuche einfach alles aus dem Auto herauszuholen, wenn wir nicht auf dem gleichen Niveau wie Mercedes sind. Ich versuche immer das bestmögliche Ergebnis zu holen", sagt er. "Ich bin zweimal rausgefahren, was mich die Pole und die schnellste Runde gekostet hat. Aber auch, weil ich mich nicht mit dem zweiten oder dritten Platz zufriedengebe."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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