Training Miami: Ferrari mit Bestzeit, doch Mercedes zeigt nicht alles
Charles Leclerc hat sich die Bestzeit im einzigen Training von Miami gesichert - Motorprobleme bei WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli
Charles Leclerc holt sich die Bestzeit im einzigen Miami-Training
Foto: LAT Images
Charles Leclerc war der schnellste Fahrer im einzigen Freien Training der Formel 1 in Miami, (Hier das komplette Trainingsergebnis abrufen!) das über 90 Minuten statt der üblichen 60 Minuten durchgeführt wurde.
Der Ferrari-Pilot legte in 1:29.310 Minuten die Bestzeit der Session hin und hatte dabei drei Zehntelsekunden Vorsprung auf Max Verstappen, der im Red Bull Rang zwei belegte. Dritter wurde Oscar Piastri (McLaren/+0,448) vor Lewis Hamilton (Ferrari/+0,467).
Allerdings hatten einige Piloten in der hektischen Schlussphase Probleme, eine saubere Runde hinzubekommen. Hamilton lag gut auf Kurs, vertat sich aber in der letzten Kurve und verlor eine Menge Zeit. Gleiches gilt für Weltmeister Lando Norris (McLaren), der von Alexander Albon (Williams) in der Schlusskurve aufgehalten wurde und sich mit Rang sieben begnügen musste.
WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli (Mercedes) konnte bei der Zeitenhatz am Ende nicht eingreifen, weil er mit einem Problem an der Power-Unit in der Garage gehalten wurde. Er belegte Rang fünf vor Teamkollege George Russell.
Auch von Nico Hülkenberg (15.) gibt es keine sonderlich repräsentative Zeit, da er sich bei seinem einzigen Versuch am Ende in Kurve 1 vollkommen verbremste und in die Auslaufzone fuhr.
Das Wichtigste in aller Kürze:
Ergebnis: 1. Freies Training in Miami
Fotos: Grand Prix von Miami 2026
Warum lief das Training über 90 Minuten?
Eigentlich hätte das Training erst um 18:30 Uhr starten und über 60 Minuten laufen sollen - wie üblich. Doch vor dem Wochenende in Miami wurde verkündet, dass die erste Session eine halbe Stunde früher beginnen und 90 Minuten dauern würde.
Hintergrund der Anpassung sind die Regeländerungen, die die Formel 1 in der Pause bekanntgegeben hat. Teams und Fahrer haben durch den neuen Zeitplan eine halbe Stunde mehr, um sich mit den Änderungen vertraut zu machen.
Weil es sich bei Miami um ein Sprint-Wochenende handelt, gibt es am Freitag lediglich ein Training, bevor es später am Tag direkt in die Qualifikation für den Sprint geht. Deswegen hat man sich darauf verständigt, die Dauer von FT1 einmalig um 30 Minuten zu verlängern.
Gab es irgendwelche Probleme?
Keine spektakulären. Viele Fahrer verbremsten sich, einige rochen seltsame Dinge in ihrem Cockpit wie Piastri oder Pierre Gasly (Alpine), wobei die Ursache aber nicht geklärt ist. Die größten Probleme waren wieder einmal bei Aston Martin zu finden, die sich viel Zeit beim Rausfahren ließen, da es erneut Probleme mit der Power-Unit gab.
Am Ende konnten Fernando Alonso und Lance Stroll aber noch ein reguläres Programm abspulen.
Antonelli wurde mit einem Power-Unit-Problem am Ende in der Box gehalten. Größere Zwischen- oder Unfälle gab es nicht.
Wie sehen die Longruns aus?
Auch wenn Mercedes in der Zeitentabelle nicht vorne zu finden war, zeigen die Longruns, dass die Silberpfeile weiter das Maß aller Dinge sind. Zweite Kraft ist Ferrari, die aber bereits drei (Leclerc) und sechs Zehntel (Hamilton) Rückstand im Durchschnitt aufwiesen.
Obwohl sich an der grundsätzlichen Rangordnung wenig geändert zu haben scheint, könnten die Verfolgerteams näher an Mercedes herangerückt sein. In den ersten drei Saisonrennen lag Ferrari im Schnitt noch 0,53 Sekunden pro Runde zurück - hier könnte man also rund zwei Zehntel aufgeholt haben.
Dahinter liegen McLaren und Red Bull mit knapp neun Zehntelsekunden Rückstand im Grunde auf Augenhöhe. Auffällig: Red Bull ist vor allem auf den Geraden schnell und holte mit Max Verstappen deutlich den Topspeed. Dafür fehlt es dem Team noch an Abtrieb, sodass man zwar im dritten Sektor schnell war, in den anderen beiden aber noch Defizite aufwies.
Andersherum McLaren, die vor allem in den Kurven schnell waren, dafür aber Zeit auf den Geraden verloren.
Im Mittelfeld haben weiterhin Haas und Alpine die Nase vor der Konkurrenz.
So geht es weiter beim Grand Prix von Miami 2026
Um 22:30 Uhr steht das Sprint-Qualifying auf dem Programm. Das Tagesgeschehen vom Freitag (1. Mai) wird dann ab 1 Uhr nachts von Kevin Scheuren und Kevin Hermann im Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de ausgewertet, wobei natürlich auch ein Blick auf die Longrun-Daten aus dem ersten Training geworfen wird.
Der Formel-1-Samstag (2. April) in Miami beginnt um 18 Uhr mit dem Sprint. Um 22 Uhr folgt dann das Qualifying für das Rennen am Sonntag. Kevin Scheuren und Stefan Ehlen melden sich ab 1 Uhr im YouTube-Livestream und besprechen alle wichtigen Themen zur Qualifikation und zum Sprint.
Am Sonntag ist der Rennstart in Miami für 22 Uhr angesetzt. Um 2 Uhr MESZ starten Kevin Scheuren und Stefan Ehlen ihre Grand-Prix-Analyse. Wie immer können Kanalmitglieder live ihre Fragen stellen.
Alle Informationen zu Streams und TV-Sendungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entnehmen sie bitte unserer aktuellen Übersicht. Details zur Wetterprognose finden sie in unserer Vorschau.
Nach Miami geht die Formel 1 noch einmal in eine kleine Pause. Der nächste Grand Prix findet am 24. Mai 2026 in Montreal (Kanada) statt. (Hier den Rennkalender 2026 einsehen!)
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