Trevor Carlin: Tsunoda ist das größere Talent als Mick Schumacher

Carlin-Teamchef Trevor Carlin sieht in Yuki Tsunoda den schnellsten Fahrer aus der Formel 2 und einen logischen Kandidaten für die Formel 1

Trevor Carlin: Tsunoda ist das größere Talent als Mick Schumacher

Mick Schumacher ist für Formel-2-Teamchef Trevor Carlin zwar ein logischer Kandidat für den Platz für Alfa Romeo 2021, ein anderer Formel-2-Pilot ist für ihn aber sogar noch besser als der Deutsche - und ebenfalls ein logischer Kandidat bei einem Formel-1-Team. Die Rede ist von Yuki Tsunoda, der für Carlins Team fährt und mit AlphaTauri in Verbindung gebracht wird.

"Er hat es wirklich drauf", lobt Carlin (Original: "He's the real deal") gegenüber der Nachrichtenagentur 'Reuters' und hält ihn auch für besser als Mick Schumacher, obwohl der Japaner derzeit "nur" auf dem dritten Platz der Gesamtwertung liegt. "Ich glaube, Yuki ist der schnellste Fahrer dort, aber er hatte leider zu viele Ausfälle und Zwischenfälle, die ihn die Meisterschaft gekostet haben."

Tsunoda gilt aufgrund seines Red-Bull-Backgrounds als möglicher Aufsteiger in die Formel 1, wo Daniil Kwjats Zeit bei AlphaTauri ablaufen könnte. Zuletzt erhielten die Ambitionen jedoch einen Dämpfer, weil Tsunoda vor allem dank Honda aussichtsreiche Chancen besaß. Der Motorenhersteller wird Red Bull und die Formel 1 jedoch nach 2021 ohnehin verlassen.

Trotzdem glaubt Carlin weiterhin an den Aufstieg seines Schützlings - auch weil Red Bull über 2021 hinaus mit Honda-Motoren fahren könnte, nur eben unter anderem Namen.

Für den Briten ist Tsunoda ohnehin der beste japanische Fahrer seit langem - mindestens seit Takuma Sato, den Carlin in der Britischen Formel 3 unter Vertrag hatte. "Er ist der Erste, der wirklich von Beginn an Eindruck hinterlassen hat. Als Rookie kämpft er um den Titel, und das hat es für einen japanischen Fahrer lange, lange Zeit nicht gegeben."

Ein weiterer Fahrer, der für Carlin 2020 unterwegs war, ist David Schumacher, allerdings in der Formel 3 und das nur für drei Events. Der Sohn von Ralf Schumacher holte jedoch keine Punkte und ist für Trevor Carlin noch "drei Jahre von einer Formel-1-Chance entfernt".

Ob er es aus eigener Kraft in die Königsklasse schaffen kann, wagt er nicht zu prognostizieren. "Aber wenn er sich als Fahrer steigert, dann ist es mit seinem Namen und seinen Kontakten möglich."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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