Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Indy 500 FT2: Mick Schumacher lernt von Takuma Sato - P1 für Conor Daly

IndyCar
Indy 500
Indy 500 FT2: Mick Schumacher lernt von Takuma Sato - P1 für Conor Daly

Formel-1-Motoren: Ab 2027 steigen die Prüfstandszeiten

Formel 1
Formel-1-Motoren: Ab 2027 steigen die Prüfstandszeiten

Gabriel Bortoleto: Diesen entscheidenden Nachteil hat Audi

Formel 1
Gabriel Bortoleto: Diesen entscheidenden Nachteil hat Audi

Experte: Kanada wird "entscheidendes Wochenende" für George Russell

Formel 1
Experte: Kanada wird "entscheidendes Wochenende" für George Russell

"Richtig geil": Markus Winkelhock lobt HWA EVO.R für die 24h Nürburgring

Langstrecke
"Richtig geil": Markus Winkelhock lobt HWA EVO.R für die 24h Nürburgring

Warnung an Oscar Piastri: Sollte er lieber bei McLaren bleiben?

Formel 1
Warnung an Oscar Piastri: Sollte er lieber bei McLaren bleiben?

Aprilia-Werksduo mit Titelpotenzial: "Wir machen uns besser"

MotoGP
Aprilia-Werksduo mit Titelpotenzial: "Wir machen uns besser"

MotoGP 2026 live: Das Wochenende in Barcelona im TV und Stream

MotoGP
Le Mans
MotoGP 2026 live: Das Wochenende in Barcelona im TV und Stream

Trockenrennen in Miami: Antonelli hält Norris in Schach, Drama um Leclerc

Kimi Antonelli feiert einen Sieghattrick und gewinnt auch das Formel-1-Rennen in Miami, das am Ende trocken blieb - Pierre Gasly schockt mit Überschlag

Trockenrennen in Miami: Antonelli hält Norris in Schach, Drama um Leclerc

Am Ende setzte sich Kimi Antonelli beim Rennen in Miami durch

Foto: LAT Images

Kimi Antonelli bleibt der Mann der Stunde und gewinnt sein drittes Formel-1-Rennen in Folge. Beim am Ende gänzlich trockenen Großen Preis von Miami setzte sich der Mercedes-Pilot im Zweikampf gegen Sprintsieger Lando Norris (McLaren) durch und hielt den Weltmeister über die Distanz in Schach.

Mit deutlichem Respektabstand holte sich Oscar Piastri (McLaren) Rang drei und damit den letzten Podestplatz vor George Russell (Mercedes) und Max Verstappen (Red Bull), der sich am Start gedreht hatte und während einer frühen Safety-Car-Phase an die Box gegangen war und lange auf Podestkurs lag, bevor er seinen Reifen noch Tribut zollen musste.

Sechster wurde Charles Leclerc, der in der vorletzten Runde noch auf Rang drei lag, aber nach einem Dreher in der letzten Runde und weiteren Problemen noch zurückgereicht wurde. Lewis Hamilton (Ferrari) landete auf Rang sieben vor Franco Colapinto (Alpine) und den beiden Williams von Carlos Sainz und Alexander Albon, die sich über eine doppelte Top-10-Zielankunft freuen konnten.

Nico Hülkenberg stellte seinen Audi vorzeitig ab. Für einen Aufreger sorgte Liam Lawson (Racing Bulls), der Pierre Gasly (Alpine) in einen Überschlag schickte, wobei dieser aber unverletzt blieb.

Neu laden: Ein ausführlicher Rennbericht folgt in Kürze an dieser Stelle.

Das Wichtigste in aller Kürze

Wie lief der Start?

Beim Start wurde es richtig turbulent. Antonelli und Verstappen kamen vorne schlecht weg, was Leclerc nutzte, um in der ersten Kurve außen in Führung zu gehen. Antonelli und Verstappen bremsten dabei zu spät und fuhren weit hinaus.

In Kurve 2 drehte sich Verstappen plötzlich neben Leclerc mitten im Feld und hatte Glück, dass niemand in den Red Bull fuhr, der nach der 360-Grad-Drehung weiterfahren konnte.

"Ich habe das Heck in Kurve 2 verloren und dann natürlich versucht, den Zeitverlust zu minimieren, indem ich einen 360-Grad-Dreher gemacht habe", meint Verstappen. "Ich dachte erst, ich würde crashen, aber dann habe ich Vollgas gegeben und so einen guten 360er hinbekommen. Wenn es mit der F1 nicht klappt, kann ich immer noch zum Rallyesport gehen."

Wie lief der Kampf um den Sieg?

Nachdem Leclerc am Start die Führung übernommen hatte, geriet er in Runde 4 unter Druck von Antonelli der in der letzten Kurve auch am Ferrari vorbeigehen konnte. Doch Leclerc konterte wie in den ersten Saisonrennen sofort wieder in Kurve 11. Kurz darauf ging auch Norris noch an Antonelli vorbei, bevor das Safety-Car auf die Strecke kam.

Danach konnte Leclerc die Führung nicht lange behaupten. Norris überholte den Ferrari in Runde 13, und auch Antonelli ging in der letzten Kurve vorbei, bevor beide noch einmal hin- und her überholten.

Leclerc fuhr nach 22 Runden an die Box und holte sich harte Reifen, kam dabei aber hinter Russell wieder auf die Strecke - und im Verkehr. In Runde 27 folgte Antonelli, der auf Rang fünf wieder auf die Strecke kam, aber hinter Max Verstappen, der während der Safety-Car-Phase bereits an der Box war und sich heimlich still und leise nach vorne gearbeitet hatte.

Auch Norris, der eine Runde nach Antonelli auf harte Reifen ging, kam hinter dem Niederländer wieder auf die Strecke. Zudem verlor er im ersten Sektor eine weitere Position gegen Antonelli.

In Runde 29 konnte sich der Mercedes-Pilot die Führung von Verstappen in Kurve 11 zurückerobern, der auch Rang zwei gegen Norris nicht halten konnte.

Danach war erst einmal ein paar Runden Ruhe an der Spitze. Antonelli setzte sich leicht von Norris ab, der aber nicht allzu weit abreißen ließ. Trotzdem ging das Rennen ohne weitere Veränderungen an der Spitze ins Ziel.

Kam der angekündigte große Regen?

Nein. Im Rennen über wurde immer wieder Regen angekündigt, doch das ganze Rennen war trocken.

Warum kam das Safety-Car in Runde 6?

Die Anfangsphase war turbulent. Isack Hadjar verschätzte sich in der Schikane und blieb mit seinem linken Vorderrad innen in der Mauer hängen. Am Ausgang rutschte er dann nach außen in die Mauer und schied aus.

Nur wenige Meter später gab es einen separaten Unfall zwischen Liam Lawson und Pierre Gasly in der letzten Kurve. Gasly wollte außen überholen, Lawson verbremste sich innen und fuhr in den Alpine, wobei er diesen so unglücklich traf, dass dieser sich überschlug und auf der Streckenbegrenzung liegenblieb.

"Das war natürlich ein ziemlicher Schreck", sagt der Franzose. "Du weißt in der Luft ja nicht wirklich, was da gerade passiert. Daher war es für mich etwas gruselig."

"Ich habe später gebremst, war etwas vor ihm und habe ihm auf der Innenbahn genug Platz gelassen, damit wir beide die Kurve bekommen", erklärt Gasly. "Ich hab die TV-Bilder bislang nicht gesehen, daher weiß ich nicht, ob er sich verbremst oder verschätzt hat. Jedenfalls hat er mich berührt und in der nächsten Sekunde war ich kopfüber."

"Das ist natürlich für uns beide beschissen", meint Lawson und erklärt: "Ich bin einfach in die letzte Kurve gefahren, und als ich gebremst habe, hat sich das Getriebe verabschiedet und ist in den Leerlauf gesprungen. Ich hatte also im Grunde keine Gänge mehr und konnte nicht anhalten - so etwas hatte ich zuvor noch nie."

Gasly blieb unverletzt, war aber draußen - genau wie Lawson, der seinen Racing Bulls in der Garage abstellte. Dort parkte während der Safety-Car-Phase auch Nico Hülkenberg seinen Audi, sodass das Feld auf einen Schlag um vier Autos ärmer war.

"Das ist natürlich für uns beide beschissen", meint Lawson und erklärt: "Ich bin einfach in die letzte Kurve gefahren, und als ich gebremst habe, hat sich das Getriebe verabschiedet und ist in den Leerlauf gesprungen. Ich hatte also im Grunde keine Gänge mehr und konnte nicht anhalten - so etwas hatte ich zuvor noch nie."

Wie erklärt Hadjar den Fehler?

Nach seinem Unfall war der Franzose sichtlich erbost und ärgerte sich über sich selbst. "Ich habe einen Fehler gemacht", gibt er zu.

Aber: "Ich kann mich nicht wirklich erinnern, weil alles sehr schnell ging. Ich habe also keine besonders gute Erinnerung daran, was genau passiert ist. Es fühlte sich einfach wie ein heftiger Schlag an, und ich habe es nicht kommen sehen. Das Auto war kaputt. Ich rutschte in die andere Mauer und konnte es nicht mehr stoppen. Ja, es zeigt einfach, wie sehr man fokussiert sein muss, und ich war es nicht."

Bis dahin sei er im Auto "geflogen", wie er sagt, denn Hadjar hatte nach seinem Start aus der Box gute Fortschritte machen können. Umso mehr ärgert er sich über sich selbst: "Es kotzt mich einfach total an, das Auto kaputtgemacht zu haben. Und es war auch eine Enttäuschung, wenn man bedenkt, was für ein Auto ich zur Verfügung hatte. Ich habe es einfach komplett weggeschmissen."

Warum schied Nico Hülkenberg aus?

Der Deutsche muss auch nach dem Rennen in Miami weiter auf seine ersten Saisonpunkte warten. Nachdem er am Sprint gar nicht erst teilnehmen konnte, war auch der Grand Prix für ihn nach wenigen Runden bereits beendet. Hülkenberg stellte sein Auto während der Safety-Car-Phase ab - mutmaßlich weil er im ersten Gang stecken blieb.

"Das Problem hat sich während der Safety-Car-Phase entwickelt, und dann hat mir das Team gesagt, dass ich das Auto abstellen soll", meint Hülkenberg nach dem Rennen und spricht von einem "charakterbildenden Wochenende".

Was war am Schluss mit Charles Leclerc?

Als Dritter ging der Ferrari-Pilot in die letzten beiden Runden, als Sechster fuhr er über den Zielstrich. Zunächst musste er sich in der letzten Kurve der vorletzten Runde von Piastri überholen lassen. In Kurve 3 verlor er seinen Boliden jedoch plötzlich aus der Kontrolle und drehte sich. Dabei touchierte er sogar leicht die Mauer, konnte aber weiterfahren.

Laut Leclerc sei er selbst dafür verantwortlich gewesen, da er in Kurve 3 "wie ein Tier" aufs Gas gegangen sei, um an Piastri dranzubleiben. "Ich bin sehr enttäuscht von mir selbst. Das geht alles auf meine Kappe, es war mein Fehler", gibt er zu.

Durch den Kontakt mit der Mauer sei sein Ferrari dann "erheblich" beschädigt gewesen, weswegen er recht langsam um den Kurs fuhr. "Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht genau, was alles kaputt war", sagt er. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass es einen Reifenschaden gab und wahrscheinlich auch einen Schaden an der Aufhängung, da ich nicht mehr wirklich nach rechts lenken konnte.

So kam Russell noch in die Position, Leclerc in der Schlusskurve anzugreifen, wobei es zur Berührung der beiden kam. Auf dem Weg zur Ziellinie musste sich Leclerc dann auch noch von Max Verstappen kassieren lassen.

Warum droht Max Verstappen noch Ärger?

Der Niederländer wurde Fünfter, könnte diesen Platz aber noch verlieren. Denn weil er bei seinem frühen Boxenstopp während der Safety-Car-Phase die weiße Linie der Boxenausfahrt überfahren hatte, geriet er in den Fokus der Kommissare. Die kündigten jedoch an, erst nach dem Rennen über den Fall entscheiden zu wollen.

Doch Verstappen ist nicht der einzige, dem noch eine Strafe droht: Gegen George Russell laufen zwei Untersuchungen wegen einer Kollision: einmal gegen Verstappen in Kurve 1 und einmal gegen Leclerc beim Manöver in der letzten Kurve.

"George hat sich beim Bremsen ein bisschen bewegt", beschreibt Leclerc. "Natürlich war mein Auto nicht im besten Zustand, aber glücklicherweise war es für die Linkskurven noch okay. Es waren die Rechtskurven, die ich nicht hingekriegt habe. In der letzten Kurve also, Kurve 17, wo George mich überholt hat, war mein Auto einigermaßen in Ordnung."

"Ich wusste also, dass ich eine normale Kurve fahren kann, was ich auch tat. Aber wir hatten Kontakt, hauptsächlich weil er versucht hat, die Tür zuzumachen, und ich da war."

Leclerc selbst ist natürlich auch Protagonist der Russell-Kollision, zudem werden ihm Fahren im unseren Zustand des Autos in der letzten Runde und ein mehrfaches Verlassen der Strecke vorgeworfen. Alles wird nach dem Rennen untersucht.

So geht es weiter beim Grand Prix von Miami 2026

Um Mitternacht starten Kevin Scheuren und Stefan Ehlen ihre Grand-Prix-Analyse im Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de und besprechen alle wichtigen Themen zum Rennen.

Wie immer können Kanalmitglieder live ihre Fragen stellen.

Nach Miami geht die Formel 1 noch einmal in eine kleine Pause. Der nächste Grand Prix findet am 24. Mai 2026 in Montreal (Kanada) statt. (Hier den Rennkalender 2026 einsehen!)

Vorheriger Artikel "Ziemlich erschreckend": Überschlag von Pierre Gasly in Miami
Nächster Artikel Audi-Pleite in Miami: Nico Hülkenberg mit nächstem Technikdefekt