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Trotz Binotto: Techniker als Teamchef für Hülkenberg "nicht zwingend notwendig"

Bei Haas wirkte der Teamchefwechsel von Günther Steiner zu Ayao Komatsu Wunder - bei Sauber arbeitet Nico Hülkenberg in Zukunft mit Mattia Binotto zusammen

Trotz Binotto: Techniker als Teamchef für Hülkenberg "nicht zwingend notwendig"

Gutes Verhältnis: Nico Hülkenberg und Haas-Teamchef Ayao Komatsu

Foto: LAT Images

Ein gelernter Techniker an der Spitze eines Formel-1-Teams: Ein Schlüssel zum Erfolg? Mit dem Wechsel von Günther Steiner zu Ayao Komatsu ist zumindest Haas für die Saison 2024 offenbar ein Glücksgriff gelungen, der US-Rennstall zeigte sich deutlich formverbessert und legte am Ende mit Rang sieben bei den Konstrukteuren ein ordentliches Ergebnis hin.

"[Der] Teamchefwechsel war natürlich ein Tapetenwechsel, war ein frischer, neuer Input von einem Ingenieur, von einem Teammitglied, der schon Mitglied war", erklärt Nico Hülkenberg im Interview mit Motorsport-Total.com. "Ein 360-Grad-Verständnis" habe Komatsu dadurch gehabt, "von der ganzen Materie, von jedem Job, der stattfindet", lobt der Deutsche seinen bisherigen Teamchef, "der alles quasi versteht, die Hintergründe, die Prozesse".

Zudem habe der Japaner einen anderen und neuen Managementstil mitgebracht - dennoch verrät Hülkenberg: "Ich glaube, einige von den guten Veränderungen wurden auch schon vorher gemacht, schon Ende '23 aufgrund der schlechten sportlichen Leistungen damals. Da fing es schon an, und dann mit Ayao natürlich im Winter '24 sind noch mal ein paar Sachen verändert worden."

Hülkenberg: "Beide Modelle funktionieren"

Die Summe dieser Veränderungen habe Haas 2024 "so gut dastehen lassen", erklärt der 37-Jährige. Daraus aber zu schließen, dass es per se immer der richtige Weg sei, einen Techniker an die oberste Position eines Formel-1-Teams zu befördern, so weit will Hülkenberg dann doch nicht gehen - obwohl er 2025 bei Sauber mit Mattia Binotto erneut genau diese Konstellation vorfinden wird:

In Abu Dhabi testete Nico Hülkenberg nach dem Saisonfinale schon mal für Sauber

In Abu Dhabi testete Nico Hülkenberg nach dem Saisonfinale schon mal für Sauber

Foto: Motorsport Images

"Ich glaube, es ist anders. Es ist nicht zwingend notwendig. Man sieht, beide Modelle funktionieren", sagt der Deutsche. Beides "hat es in der Vergangenheit gegeben und wird es in Zukunft auch geben". Wenngleich Hülkenberg einräumt: "Es ist ein Unterschied. Aber jeder Mensch ist anders. Jeder Mensch hat eine andere Herangehensweise, einen anderen Managementstil. Wichtig ist, dass es natürlich zielführend ist, einfach in dem jeweiligen Team, und fruchtet."

Ob Binottos Stil bei Sauber fruchtet, davon kann sich Hülkenberg ab sofort selbst überzeugen - der ehemalige Ferrari-Teamchef soll beim Team aus Hinwil den Audi-Einstieg zur Formel-1-Saison 2026 in die Spur bringen. Mit Hülkenberg als erfahrener Galionsfigur neben Formel-2-Meister und Rookie Gabriel Bortoleto.

Warum es mit dem Wechsel in ein absolutes Top-Team für ihn nie geklappt hat, wieso seine "zweite" Formel-1-Karriere so viel besser verläuft, und wie er das katarische Investment beim zukünftigen Audi-Team sieht: Das ganze Interview mit Nico Hülkenberg erscheint in den kommenden Tagen auf unseren Portalen Motorsport-Total.com und Formel1.de.
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