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Trotz "fehlender Puste": Lewis Hamilton heiß auf Ferrari-Sieg

Lewis Hamilton weiter im Aufwind: Nach zwei 2. Plätzen steht er mit Ferrari jetzt erstmals in der ersten Startreihe - ist der erste Sieg in Rot schon in Barcelona fällig?

"Der Kampf ist eröffnet": Hat Lewis Hamilton Chancen auf den Sieg?

Lewis Hamilton hat derzeit allen Grund zur Freude

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Lewis Hamilton scheint 2026 nicht nur besser mit seinem Ferrari klarzukommen, er hat auch seinen Flow wiedergefunden. Im Gegensatz zum Vorjahr wirkt er zufrieden und optimistischer. Doch nicht nur das, das Paket aus Hamilton und Ferrari wird immer besser.

In China konnte der siebenmalige Weltmeister endlich sein erstes Podium für die Scuderia einfahren, in den letzten beiden Rennen (Kanada und Monaco) legte er zwei 2. Plätze in Folge nach. In Barcelona steht Hamilton mit seinem roten Boliden jetzt erstmals in Startreihe 1. Und auch das teaminterne Duell gegen Charles Leclerc kippt zugunsten des Briten: 4:3 im Qualifying, 4:2 im Rennen.

Bei einem derartigen Aufwind ist es vermutlich nicht zu früh, um langsam die Frage nach dem ersten Sieg für Ferrari zu stellen. Zumal Hamilton nur sechs Hundertstelsekunden hinter dem Pole-Setter George Russell lag. Auf den drittplatzierten Andrea Kimi Antonelli hat der Ferrari-Pilot hingegen ein zweieinhalb Zehntelsekunden-Polster herausgefahren. Insgesamt sechs Siege konnte der Brite zudem allein in Barcelona sammeln. (Zur Formel-1-Datenbank)

Ferrari trotz "ausgehender Puste" schneller im Longrun

Hamilton will das "auf jeden Fall versuchen". Er gibt aber auch zu verstehen, um sich die Pole zu krallen, habe im Qualifying "offensichtlich ein bisschen Motorleistung oder Energie gefehlt". Dem Ferrari gehe "am Ende der Geraden vor Kurve 4 ein wenig die Puste aus". Da können die Mercedes laut dem 41-Jährigen "einfach noch etwas mehr zulegen".

Dennoch, die Longrun-Pace kippt in Barcelona knapp in Richtung Ferrari. Leclerc hatte am Freitag die besten Zeiten gesetzt. Allerdings lag Hamilton hier acht Zehntel hinter seinem Teamkollegen. Zweitschnellster war Antonelli, Pole-Setter Russell liegt derweil noch einmal sechs Zehntel hinter Hamilton. Bei erhöhtem Reifenverschleiß auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya könnte es am Sonntagnachmittag jedoch auch strategisch werden.

Unabhängig vom Ausgang des Großen Preises von Barcelona ist Hamilton seinem Team dankbar, überhaupt wieder vorne mitkämpfen zu können. "Ich sehe, wie fokussiert und hart alle arbeiten, jeder zieht ruhig sein Ding durch und ist mit so viel Leidenschaft dabei. Ich möchte wirklich, dass sie wissen, wie dankbar ich bin."

Fehlen nur noch "kleine Nuancen"?

Nach Spanien kam Ferrari mit einem großen Upgrade-Paket, das offenbar gefruchtet hat. Insgesamt müsse das Heck laut Hamilton immer noch besser werden. "Genau danach frage ich ständig: mehr Abtrieb auf der Hinterachse."

Wenn Hamilton mit der Presse redet, lässt sich sein Drang, sich und das Team ständig zu verbessern, wieder spüren. Das Heck des Ferrari sei schon "seit einiger Zeit ein wirklich extrem solides Heck", aber der Rekordweltmeister will mehr. "Also werde ich auch weiterhin danach verlangen."

Es gehe darum, "die Balance in der Kurve noch weiter zu verfeinern." Es sind diese kleinen Nuancen, die am Ende auf der gesamten Runde den Unterschied machen. Hamilton ist bereit, diese zu finden, trotz eventueller Nachteile im Antriebsstrang. Deshalb gibt er sich auch für das Rennen kämpferisch: "Der morgige Tag ist ja noch nicht gefahren." Er sei sehr zufrieden, dass Ferrari schon "so früh in der Saison derart nah dran" ist. "Die Saison ist noch jung, der Kampf ist eröffnet."

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