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Trotz FIA-Maßnahmen: Formel-1-Teams äußern weiter Verdacht zu Motorentricks

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Trotz FIA-Maßnahmen: Formel-1-Teams äußern weiter Verdacht zu Motorentricks
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble

Die neuen Sensoren der FIA können die Formel-1-Teams nicht beruhigen: Immer wieder flattern dem Verband neue Verdachtsfälle zu den Motoren ins Haus

Obwohl die FIA Motorentricks vor der Saison mit neuen Sensoren unterbinden wollte, gibt es unter den Formel-1-Teams immer noch Argwohn, ob sich alle an bestehende Regeln halten. In regelmäßigen Abständen flattern beim Verband Anfragen und Hinweise ins Haus, um bei Verdachtsfällen Klärung zu bekommen.

"Wir bekommen immer Informationen von Teams, die sich darum sorgen, dass andere Teams dies, das oder jenes machen könnten", sagt FIA-Technikchef Nikolas Tombazis. "Fast auf wöchentlicher Basis erhalten wir irgendeine Form von Kommentar."

Ein Teil davon sei einfach auf "Paranoia" oder "Ängste" zurückzuführen, "aber ein anderer Teil hat vielleicht einen Kern Wahrheit", sagt Tombazis. "Von daher priorisieren wir sie systematisch, je nachdem für wie wahrscheinlich wir sie halten."

Große Sorgen, die einen groben Regelverstoß betreffen, gebe es aktuell nicht, lediglich einige kleinere, die man sich anschaut.

Das Thema Motor kam vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2019 auf, als es große Fragezeichen über der Performance von Ferrari gab. Nahrung erhielten die Anschuldigungen durch den geheimen Deal, den die FIA im März mit Ferrari verkündete.

Ferrari soll einen Weg gefunden haben, den Benzinfluss unbemerkt zu erhöhen. Das sollte mit zwei Zusatzsensoren 2020 eingedämmt werden - einmal für Benzin und einmal für Strom. Beide sind verschlüsselt, sodass die Teams nicht wissen, wie die Messungen aussehen.

"Ich denke, dass die Zusatzsensoren und die anderen Maßnahmen gut funktionieren", sagt Tombazis. "Sie geben uns zusätzliches Vertrauen in unsere Messungen dieser Parameter."

Und das sei genau der richtige Weg gewesen: "Es sind beides Sensoren, die die Performance des Autos direkt beeinflussen. Wenn du mehr Benzin in den Motor bringst, dann geht deine Leistung auch proportional nach oben. Und wenn du mehr Strom in das ERS bringst, dann geht deine Leistung ebenfalls proportional nach oben."

"Beide Sensoren sind daher extrem wichtig für die Performance", so Tombazis weiter. "Daher ist es kein Zufall, dass es genau die beiden Sensoren sind, die wir eingeführt haben."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Urheber Norman Fischer