Trotz heftiger Kritik: Das gefällt den Fahrern an der Formel 1 2026
In Miami haben Kimi Antonelli, Isack Hadjar und Carlos Sainz darüber gesprochen, was ihnen an der Formel 1 2026 eigentlich gefällt
Fahrer wie Carlos Sainz haben ein wenig Lob für die neue Formel 1 übrig
Foto: LAT Images
Trotz aller Kritik hat das Formel-1-Reglement 2026 auch seine guten Seiten. Genau über diese haben Kimi Antonelli, Isack Hadjar und Carlos Sainz vor dem Großen Preis von Miami gesprochen.
Auf die Frage, was Ihnen am besten und schlechtesten an den neuen Regeln gefällt, hatte Antonelli in der Pressekonferenz folgende Antwort: "Nun, ich kann mich nicht wirklich beklagen. Ich denke, eine gute Sache, die wir als Fahrer insgesamt sehen, ist das Chassis, das leichtere Auto.
Wir reden von 30 Kilogramm und man merkt einen großen Unterschied. Das Auto ist etwas kleiner, etwas kürzer und etwas schmaler, wodurch es etwas agiler ist. Das ist sehr angenehm."
In diesem Zusammenhang betont Antonelli, dass die FIA noch einen Schritt mehr in diese Richtung wagen sollte. "Ich denke, es ist ein guter erster Schritt, denn das Auto fühlt sich lebendiger an. Du kannst mehr damit spielen, es ist vorhersehbarer. Daher denke ich, dass dieser Aspekt wirklich gelungen ist."
Als negativen Faktor nennt Antonelli das Energiemanagement, doch sieht der Italiener auch hier Potenzial für die Zukunft. Alles in allem ist Antonelli mit dem Gesamtpaket zufrieden. Kein Wunder, schließlich führt der 19-Jährige aktuell in der Fahrer-Weltmeisterschaft.
Kleiner, agiler, besser?
Hadjar hatte folgende Gedanken zu den Vorzügen der Formel 1 2026: "Dieses Jahr ist es etwas einfacher, hinter einem anderen Auto zu fahren, oder sogar ein ganzes Stück besser."
Des Weiteren betont der Franzose: "Mit kleineren Autos ist es leichter, sich für einen Angriff zu positionieren. Die räumliche Wahrnehmung ist etwas einfacher. Letztes Jahr waren [die Autos] wirklich lang und mit kleineren Autos zu spielen fühlt sich etwas besser an. Überholmanöver und langsame Kurven fühlen sich besser an, also ist das sicherlich ein Schritt vorwärts."
"Aber vor allem das Hinterherfahren [ist besser]. Ich denke, letztes Jahr war es sehr schwierig, hinter einem anderen Fahrzeug zu fahren und auf den DRS-Zug zu warten. Ich denke, das Überholen ist leichter geworden."
Gemischte Gefühle bei Sainz
Carlos Sainz kann den Eindruck seines Kollegen nicht unbedingt bestätigen: "Mein Auto ist nicht so viel leichter als letztes Jahr, also habe ich da keinen großen Schritt gefühlt." Bekanntlich gehört der Williams diese Saison zu den Schwergewichten im Feld. Trotzdem kann auch der Spanier lobende Worte für die neuen Boliden finden.
"Es ist in puncto Aero immer noch ein sehr gutes Chassis für das Fahrgefühl", so Sainz. "Ich denke, es ist bislang eines meiner Lieblings-Chassis in der Formel 1, und ich habe in zehn Jahren einige davon durchgemacht. Die weichere Aufhängung macht auch einen großen Unterschied für den Komfort im Cockpit und die Sicht, ohne dieses ständige Bouncing. Ich denke, das ist wirklich gut."
Zudem betont der Williams-Fahrer: "Das Hinterherfahren ist besser. Und persönlich gefällt mir etwas, das mir gar nicht gefallen sollte, weil es sich nicht so pur anfühlt: Du musst beim Fahren viel nachdenken."
"Du musst dich um den Ladezustand deiner Batterie kümmern, unkonventionell darüber nachdenken, wie du eine Qualifying-Runde umsetzt oder eine Rennrunde, um ein Überholmanöver einzuleiten. Ich genieße es, die Zeit zu haben, über Dinge nachzudenken, aber in Wirklichkeit sollte die Formel 1 kompromissloses Racing bieten, also habe ich da gemischte Gefühle."
Für den Grand Prix von Miami hat die FIA ein wenig am Motoren-Reglement geschraubt. Fahrer wie Max Verstappen bleiben trotzdem kritisch und zeigen große Zweifel am Konzept der neuen Formel 1.
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