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Trotz Klatsche gegen Verstappen: Hadjar sieht sich näher dran

Isack Hadjar widerspricht dem großen Rückstand auf Verstappen im Miami-Qualifying und sieht die Ursachen vor allem bei Bedingungen und Details

Trotz Klatsche gegen Verstappen: Hadjar sieht sich näher dran

Isack Hadjar fehlten im Miami-Qualifying über 8 Zehntel auf Teamkollege Max Verstappen

Foto: Getty Getty

Das Qualifying zum Großen Preis von Miami zeichnete ein klares Bild bei Red Bull Racing: Max Verstappen sicherte sich Startplatz zwei, während Teamkollege Isack Hadjar nur Neunter wurde - mit satten 0,825 Sekunden Rückstand.

Doch Hadjar stellt klar: Dieses Ergebnis spiegele nicht die tatsächliche Leistungsdifferenz wider. "Das ist nicht nur reine Pace", betont der Franzose. Tatsächlich lag der Abstand zwischen den beiden in den ersten drei Saisonrennen nie über fünf Zehntel.

Das ungewöhnlich große Delta in Miami sei daher eher ein Ausreißer als ein realistisches Kräfteverhältnis - zumindest aus Sicht des Red-Bull-Neuzugangs.

Problemzone Miami: Wenig Grip, hohe Temperaturen

Als Hauptgrund nennt Hadjar die speziellen Bedingungen auf dem Stadtkurs in Miami. "Es ist eine sehr schwierige Strecke mit wenig Grip und hohen Temperaturen", erklärt er. Genau diese Faktoren hätten ihm besonders zu schaffen gemacht.

Während Verstappen dafür bekannt ist, sich schnell an wechselnde Bedingungen anzupassen, tat sich Hadjar deutlich schwerer. "Max ist einfach sehr gut darin, sich auf solche Bedingungen einzustellen", räumt er ein.

Die Folge: Kleine Fehler summierten sich über die Runde hinweg - und führten letztlich zum großen Rückstand.

Fehlerkette: Alles beginnt in Kurve 1

Ein entscheidender Moment lag laut Hadjar bereits am Anfang seiner schnellen Runde. "Ich habe Kurve 1 nicht richtig getroffen - und dann sind auch Kurve 2 und 3 kompromittiert", erklärt er.

Diese Kettenreaktion habe dazu geführt, dass die Reifen stärker belastet wurden und im weiteren Verlauf der Runde an Performance verloren. Hinzu kamen Probleme bei der Fahrbarkeit sowie ein Nachteil auf den Geraden.

Gerade diese Mischung aus kleinen Ungenauigkeiten und technischen Limitierungen machte es ihm unmöglich, das volle Potenzial auszuschöpfen.

Verstappen als Maßstab: "Er hat alles perfekt zusammengebracht"

Trotz aller Erklärungen zeigt sich Hadjar realistisch in der Bewertung seines Teamkollegen. "Max hat einfach alles perfekt zusammengebracht", sagt er anerkennend.

Während Hadjar mit einzelnen Problemen kämpfte, gelang es Verstappen, eine nahezu fehlerfreie Runde zu fahren und das Maximum aus dem Auto herauszuholen. Genau darin liegt laut Experten der entscheidende Unterschied.

Auch wenn Hadjar Fortschritte sieht - insbesondere im Vergleich zum Vortag - bleibt Verstappen aktuell die klare Referenz im Team. Trotz des enttäuschenden Ergebnisses zieht Hadjar auch positive Aspekte aus dem Qualifying. "Wenn ich mir die Daten anschaue, bin ich zufrieden mit dem, was ich gemacht habe", erklärt er.

Ein Teil des Rückstands sei auf Faktoren zurückzuführen, die er nicht kontrollieren konnte, ein anderer auf fahrerische Details. Genau daran will er nun arbeiten.

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