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Trotz Kritik der Fahrer: Nico Hülkenberg hat Spaß an der Formel 1

Nico Hülkenberg betont, dass er auch 2026 Spaß an der Formel 1 hat und sich nicht vor den technischen Herausforderungen der neuen Generation scheut

Trotz viel Kritik am Reglement: Nico Hülkenberg hat Spaß an der Formel 1

Nico Hülkenberg sieht die moderne Formel 1 alles andere als zynisch

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Nico Hülkenberg findet trotz der häufigen Kritik an den Formel-1-Boliden 2026 noch Gefallen am Grand-Prix-Sport: "Ja, ich habe Spaß", so die Wortwahl des Audi-Fahrers. Die großen Unterschiede zum Vorjahr fallen ihm im Cockpit eher weniger auf.

"Ich weiß nicht, ich merke [den Unterschied] nicht wirklich", erklärt Hülkenberg, angesprochen darauf, ob man noch so viel Kontrolle im Auto spürt wie etwa 2025. Schließlich sorgen die neuen Hybrid-Motoren mitsamt KI-Systemen bei vielen Fahrern immer wieder für Kopfschmerzen.

"Natürlich sind die Kurvengeschwindigkeiten langsamer", so Hülkenberg. "Aber das wussten wir schon vor der Saison. Und ehrlich gesagt glaube ich, dass die Kurvengeschwindigkeiten letztes Jahr manchmal etwas außer Kontrolle waren."

"Manchmal", so der Audi-Fahrer, "war es vielleicht ein Stück zu viel. Aber jeder musste das Energiemanagement lernen, um sich in eine bessere Position zu bringen, gerade im Rennen. Wie gesagt, manchmal ist das etwas weniger dynamisch."

"Aber ich glaube", wie Hülkenberg betont, "es ist immer noch schnell. Es ist ja nicht so, als wären wir unglaublich langsam. Und der Fahrer kann weiterhin den Unterschied ausmachen."

Angesprochen auf die von Fahrern wie Oscar Piastri thematisierte Willkür der Power-Units bei der Zufuhr der Leistung erklärt Hülkenberg: "Das ist streckenabhängig, aber es gibt da einige Unterschiede, gerade im Qualifying."

"Von Q1 zu Q2 zu Q3 wirst du normalerweise schneller. Wenn du schneller wirst, dann hast du einen höheren Vollgasanteil und regenerierst weniger Energie. Irgendwo musst du das also wieder herausholen, und selbstverständlich beeinflusst das deinen Deployment-Plan."

"Die Spitzengeschwindigkeit kann sich von Session zu Session ein wenig ändern. Das ist also ein Teil davon, aber das gehört nun mal zum Sport und ist eine neue Herausforderung."

Teamkollege Gabriel Bortoleto schlägt in eine ähnliche Kerbe und betont: "Nun, wir sind in der Formel 1, oder? Wir entwickeln die Zukunft der Technologie. Wenn wir nicht alle Tools nutzen, die uns weltweit zur Verfügung stehen, dann weiß ich nicht, worum es in der Formel 1 gehen soll."

Vor der Sommerpause konnte das Team mit den vier Ringen dreimal in Folge punkten. Beim Großen Preis von Ungarn gelang es Hülkenberg erstmals, WM-Zähler für das Werksteam von Audi einzufahren. In der Konstrukteurs-WM liegt man vor dem Rennwochenende in Zandvoort auf Platz acht.

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