Trotz mangelnder Power in Spa: Wieder WM-Punkte für Audi
Auch beim Großen Preis von Belgien konnte Nico Hülkenberg keine Punkte für Audi einfahren, während für Teamkollege Gabriel Bortoleto drei weitere Zähler zu Buche stehen
Nico Hülkenberg bleibt auch nach dem Rennen in Spa ohne Punkte für Audi
Foto: LAT Images
Der Große Preis von Belgien war für Audi wieder ein Rennen der gemischten Gefühle. Während Gabriel Bortoleto zum zweiten Mal in Folge Punkte für den Rennstall einfahren konnte, ging Teamkollege Nico Hülkenberg nach technischen Problemen am Samstag erneut leer aus. Bortoleto kam als Achter ins Ziel, Hülkenberg auf Position 13.
Für den erfahreneren der beiden Audi-Piloten war bereits die Startphase im Mittelfeld äußerst chaotisch. "Mit den verschiedenen Energiestrategien passieren [dieses Jahr] wilde Sachen", erklärt Hülkenberg nach dem Rennen bei Sky Sport F1.
Laut eigener Aussage hatte der 38-Jährige in Kurve 11 ein brenzliges Tête-à-Tête mit dem Haas von Oliver Bearman. Dieser blieb, so die Schilderung des Audi-Fahrers, beinahe stehen. "Da muss man [sich] einfach drumherum manövrieren und das Beste [daraus] machen."
Hülkenberg war von Position 12 ins Rennen gestartet. Doch nach Hydraulik-Problemen im Qualifying hielt sich der Optimismus des Audi-Piloten vor dem Grand Prix in Grenzen. Am Rennsonntag war vor allem die Höchstgeschwindigkeit im Zweikampf ein Problem für Hülkenberg.
"[Da] verlieren wir immer zwei, drei Wagenlängen", erklärt er bei Sky Sport F1. "Und die fehlen am Ende einfach. Von daher ist das ein bisschen das Problem. Wenn wir davor sind, [dann] können wir wegfahren. Aber wenn wir dahinter sind oder die Kollegen direkt hinter uns, dann wird die Luft dünn."
Im Vergleich zu Hülkenberg hatte sich Bortoleto bereits vor dem Start einen entscheidenden Vorteil gesichert. Schließlich konnte der 21-Jährige von Startplatz acht in den Grand Prix gehen.
In der chaotischen Startphase verlor Bortoleto einen Platz an Franco Colapinto, während Hülkenberg hinter Alexander Albon auf Platz 13 lag. Beide Audi-Fahrer waren mit den Medium-Reifen in das Rennen auf der Ardennen-Achterbahn gestartet.
Im ersten Stint fiel Bortoleto auf Position elf zurück, wodurch die beiden Audi-Fahrer zeitweise direkt hintereinander lagen. Beide nutzten in Runde 21 das virtuelle Safety-Car, um auf die harten Reifen zu wechseln. Das Timing fiel für Bortoleto ein wenig besser aus, da dieser genau zum Ende der virtuellen Safety-Car-Phase seinen Stopp vollzogen hatte. Folglich begeistert äußert sich der 21-Jährige nach dem Rennen:
"Wir haben den ersten Stint verlängert, das virtuelle Safety-Car bekommen, und dann waren wir alleine, hatten freie Fahrt und konnten da draußen wirklich gute Rundenzeiten fahren", so Bortoleto nach dem Grand Prix. Im Zug mit den Alpines und Racing Bulls hatte man laut dem Audi-Piloten aufgrund der mangelnden Höchstgeschwindigkeit keine Chance.
Nach den Stopps lagen Bortoleto und Hülkenberg jeweils auf den Positionen acht und elf. Während der letztjährige Rookie von der freien Fahrt profitieren konnte, wurde Hülkenberg Stück für Stück von den beiden Alpine-Piloten eingeholt. Innerhalb weniger Runden fiel der Audi-Fahrer zurück auf Platz 13 und beendete das Rennen wieder außerhalb der Punkte.
Für Bortoleto ist es nach Australien und Großbritannien das dritte Rennergebnis in den Punkten. In der Fahrer-Weltmeisterschaft liegt er nach dem Großen Preis von Belgien mit zehn WM-Punkten auf Platz 14. In der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft liegt Audi weiterhin auf dem neunten Platz. Zum achtplatzierten Team Williams fehlt nur noch ein einziger WM-Punkt.
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