Trotz Mercedes-Defekten: Keine Leistungsbremse für das Rennen

Obwohl die Ursache für die Motorprobleme am Freitag nicht geklärt sind, geht Mercedes nicht mit gedrosselter Leistung ins Rennen in Zandvoort

Trotz Mercedes-Defekten: Keine Leistungsbremse für das Rennen

Mercedes sieht nach den beiden Powerunit-Defekten bei Lewis Hamilton und Sebastian Vettel im Freitagstraining in Zandvoort keinen Grund, den Grand Prix der Niederlande mit gedrosselter Leistung in Angriff zu nehmen, um das Risiko etwaiger weiterer Motorschäden zu minimieren. (ANZEIGE: Gleich geht's los mit den Vorberichten zum Rennen. Wenn Du jetzt kurzentschlossen Lust hast, das live zu sehen, hol Dir ein Sky-Ticket für unkompliziertes Livestreaming ohne Receiver!)

Man bleibe beim sogenannten "Envelope", wie dieser "auch vorher geplant war", bestätigt Teamchef Toto Wolff auf Anfrage von 'Motorsport.com'. Heißt: Die Grenzen, die man vorher für das Rennen definiert hatte, bleiben unverändert - und Hamilton muss bei der Jagd nach Polesetter Max Verstappen nicht auch noch ein zusätzliches Leistungsdefizit wegstecken.

Was die Ursachenanalyse der beiden betroffenen Powerunits betrifft, ist Mercedes allerdings noch nicht entscheidend weitergekommen. Die Triebwerke wurden nach dem Versagen am Freitag in Richtung Brixworth geschickt, wo jetzt eine detaillierte Untersuchung stattfindet.

Immerhin eins ist inzwischen klar: Entgegen erster Annahmen von Technikexperten wie Gary Anderson (Verdacht auf ein Problem mit der Ölansaugung) spielen die Zandvoort-typischen Steilkurven "keine Rolle", versichert Wolff und ergänzt: "Aber das war keine blöde Frage. Ich habe die gleiche gestellt!"

Vielmehr komme man mit einigen der Powerunits im Pool für die Saison 2021 einfach langsam ans Ende von deren Lebensdauer. Also hat Mercedes aus Sicherheitsgründen reagiert, die eigentlich für Zandvoort geplanten älteren Motoren am Freitagabend bei allen acht Autos ausgebaut und stattdessen jeweils den Motor eingebaut, der noch am wenigsten Kilometer auf dem Buckel hat.

"Es ist einfach ein End-of-Life-Thema", sagt Wolff. "Wir sind am Freitag alle mit unseren ersten Motoren angetreten, weil Zandvoort keine Powerstrecke ist. Davon sind uns zwei geflogen: einer bei Lewis, einer bei Sebastian."

"Deswegen sind wir auf die letzte Spezifikation gegangen, haben aber natürlich auch die zweite noch in petto. Und schauen mal, ob das jetzt ein bisschen runder wird im Rennen und dann nächste Woche in Monza", hofft der Österreicher.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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