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Trotz Rückstand: Ferrari-Fahrer geben WM-Hoffnung (noch) nicht auf

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Trotz Rückstand: Ferrari-Fahrer geben WM-Hoffnung (noch) nicht auf
Autor:
Co-Autor: Roberto Chinchero
07.06.2019, 11:55

Sebastian Vettel und Charles Leclerc wollen den WM-Titel nach den ersten sechs Rennen noch nicht abschreiben - Kann Ferrari Mercedes wirklich noch abfangen?

118 Punkte fehlen Ferrari in der WM nach den ersten sechs Rennen der Saison 2019 bereits auf Mercedes. Wie groß dieser Rückstand ist, verdeutlicht folgende Rechnung: Selbst wenn die Scuderia bei den folgenden Rennen in Kanada und Frankreich jeweils einen Doppelsieg einfahren und beiden Mercedes ausfallen würden, würden die Silberpfeile trotzdem als WM-Spitzenreiter zum anschließenden Rennen nach Österreich reisen.

Ähnlich sieht es in der Fahrer-WM aus. Sebastian Vettel fehlen 55 Punkte auf Spitzenreiter Lewis Hamilton. Umgerechnet sind das ebenfalls mehr als zwei Rennsiege. Zudem konnte Mercedes in dieser Saison bislang alle sechs Rennen gewinnen. Da kommt es nicht überraschend, dass Teamchef Mattia Binotto mit seinen Aussagen andeutet, dass man den Titel in Maranello bereits abgeschrieben hat.

Binotto erklärte zuletzt unter anderem, dass man im Vergleich zu Mercedes nicht konkurrenzfähig genug sei. Auf die Frage, ob er seinem Teamchef da zustimme, antwortet Sebastian Vettel: "Ja. Basierend auf den Ergebnissen, die wir hatten. Bahrain war das einzige Rennen, das da ein bisschen rausgestochen ist." Trotzdem möchte der viermalige Weltmeister den Titel noch nicht abhaken.

Nächste Rennen werden "sehr wichtig"

"Noch gar nicht", stellt er klar und erklärt: "Wir schauen von Rennen zu Rennen. Wir haben so viele Rennen, die noch kommen. Egal in welcher Situation: Es wäre falsch, daran groß Gedanken zu verschwenden." Tatsächlich sind gerade einmal sechs der 21 Saisonrennen 2019 absolviert - also weniger als ein Drittel. Klar ist aber auch, dass die Lücke zu Mercedes aktuell relativ groß ist.

"Wir waren bis jetzt nicht in der Lage, das Auto aus eigener Kraft auf Pole zu stellen und dann auch das Rennen in die Hand zu nehmen", gesteht Vettel und erklärt: "Es ist kein großes Geheimnis, dass die nächsten Rennen für uns sehr wichtig werden, um die zweite Saisonhälfte dann hoffentlich richtig einzuleiten." Doch wie realistisch ist die Chance, Mercedes tatsächlich noch abzufangen?

"Ich kann das nicht mit einer Prozentzahl beantworten", zuckt Vettel die Schultern und erklärt: "Wir hatten sicher nicht den Start, den wir uns erhofft hatten. Trotzdem konnten wir wertvolle Punkte sammeln. Es kommt wirklich auf die nächsten Rennen an, da wieder an die Spitze zu gelangen und Mercedes das Leben schwerer zu machen. Wenn wir mal so weit sind, gibt es genug Grund, nach vorne zu schauen."

Leclerc optimistisch: "Ergebnisse werden kommen"

Doch die Zeit drängt. "Es ist sicher entscheidend, dass uns das so früh wie möglich gelingt", weiß auch Vettel. "Aber im Moment sitze ich nicht da und fixiere ein Datum", stellt er klar und ergänzt: "Wir haben eindeutig Rückstand, und es ist eindeutig so, dass da ein großer Abstand zwischen Mercedes und allen anderen ist. Diesen Abstand müssen wir einholen und sie auch überholen. Sonst wird es schwierig, die Wende zu schaffen."

Ähnlich sieht es Teamkollege Charles Leclerc, der ebenfalls noch nicht aufgeben will. "Mein Ziel ist immer gleich", erklärt der Ferrari-Neuling. Er wolle "das Maximum aus dem Potenzial unseres Autos herausholen", so der Monegasse. "Das ändert sich nicht. Ich werde einfach in jedem Rennen alles geben", gibt sich Leclerc kämpferisch. Er wolle kämpfen, "bis es vorbei ist."

Die Meisterschaft schreibt er deswegen auch "noch nicht" ab. "Es war ein schwieriger Start in die Saison, ich hatte definitiv mehr erwartet", räumt auch er ein. Aber: "Wir müssen bis zum Ende pushen - und das machen wir auch", kündigt er an und erklärt optimistisch: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Ergebnisse kommen werden." Doch kommen sie auch noch in dieser Saison?

Sollte Ferrari 2019 schon abhaken?

Einige Beobachter sind nämlich der Meinung, Ferrari solle 2019 bereits abhaken und sich bereits auf das neue Auto für 2020 konzentrieren - möglicherweise mit einem komplett neuen Konzept. "Seit ein paar Jahren gibt es einen Trend, das jeweils nächstjährige Projekt immer früher zu starten. Früher als im September oder in der Sommerpause, wie es früher einmal war, sondern schon viel früher", erklärt Vettel.

"Wir schauen uns das an und überlegen genau, ob es etwas Grundlegendes [am Auto] gibt, das wir vielleicht ändern müssen", so der 31-Jährige. Er erklärt: "Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass wir vor der Sommerpause in einer sehr guten Form sein müssen, um noch ein Momentum für die zweite Hälfte nutzen zu können. Aber ich mache mir deswegen keinen Stress. Wir machen einen Schritt nach dem anderen."

"Es befinden sich ein paar Dinge in der Pipeline. Wir verstehen, was das Auto braucht. Einiges kann man kurzfristig ändern, manches auch nur langfristig. Ich denke, wir werden in den nächsten Wochen herausfinden, wo wir stehen", so Vettel. Und sollte das dann noch immer deutlich hinter Mercedes sein, erscheint es gar nicht so unwahrscheinlich, die Saison tatsächlich vorzeitig abzuhaken.

Mit Bildmaterial von LAT.

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