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Trotz schwierigem Start: Daniel Ricciardo bereut Wechsel zu Renault nicht

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Trotz schwierigem Start: Daniel Ricciardo bereut Wechsel zu Renault nicht
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
15.05.2019, 10:44

Die Ergebnisse bleiben bislang noch aus, doch Daniel Ricciardo erklärt, warum der Wechsel zu Renault seiner Meinung nach trotzdem die richtige Entscheidung war

Rein an den Ergebnissen gemessen erlebte Daniel Ricciardo bei Renault einen schwierigen Start. Der Australier punktete lediglich beim Grand Prix in China als Siebter, in den anderen vier Rennen ging er komplett leer aus. Sechs magere Punkte hat er aktuell auf dem Konto. Zum Vergleich: Vor einem Jahr bei Red Bull waren es nach den ersten fünf Saisonrennen noch satte 47.

Trotzdem stellt Ricciardo gegenüber 'Reuters' klar: "Ich bereue den Wechsel nicht." Er erklärt: "Wenn ich bei Red Bull geblieben wäre, würde ich wieder vierte Plätze holen." Das wäre dann nichts anderes als in den vergangenen Jahren gewesen und hätte ihn nicht weitergebracht. Bei Renault könne er sich dagegen einer neuen Herausforderung stellen. "Hier wachse und lerne ich mehr", glaubt er.

Tatsächlich scheint Ex-Arbeitgeber Red Bull auch 2019 nicht in der Lage zu sein, um den WM-Titel zu kämpfen. Zu groß ist aktuell der Rückstand auf Mercedes. Und Ricciardo hatte kein Interesse daran, ein weiteres Mal nur die zweite oder dritte Kraft hinter den Silberpfeilen zu sein. Mit Renault liegt er momentan zwar noch weiter zurück, doch er sei trotzdem "super positiv" eingestellt.

Im Hinblick auf die bislang noch ausbleibenden Ergebnisse erklärt er: "Ich habe das erwartet. Ich wusste, dass wir am Anfang nicht sofort um Podestplätze kämpfen würden." Er habe von Anfang an gewusst, dass eine Menge Arbeit vor ihm und dem Team liege. "Wir sehen das ganze langfristig", erinnert Ricciardo. So setzt Renault vor allem auf das neue Formel-1-Reglement ab 2021.

Ricciardo gibt Saisonziele noch nicht auf

Aktuell gibt es einige Umstrukturierungen bei den Franzosen, weshalb auch 2020 noch ein weiteres Übergangsjahr werden könnte. Das wusste Ricciardo aber vorher. Er komme jedenfalls "ziemlich gut" bei seinem neuen Arbeitgeber klar. "Ich wünschte, wir wären schneller. Aber ich [...] bin weiterhin sehr optimistisch, dass wir unsere Ziele erreichen werden", so Ricciardo.

"Aktuell liegen wir vielleicht etwas dahinter, aber ich bin keinesfalls entmutigt", stellt er klar. In der WM liegt Renault nach den ersten fünf Rennen mit mageren zwölf Punkten nur auf Rang acht. Es sei aber noch "zu früh" in der Saison, um jetzt bereits aufzugeben. Zumal McLaren auch WM-Rang vier lediglich zehn Zähler mehr auf dem Konto hat. Renault hat im engen Mittelfeld also noch alle Möglichkeiten.

Die Moral im Team sei jedenfalls gut. "Es ist wichtig, dass man die Probleme anspricht. Aber gleichzeitig muss man positiv und optimistisch bleiben", so Ricciardo. Für ihn selbst sei das kein Problem, er fühle sich "sehr wohl und glücklich" bei Renault und freue sich jetzt auf Fortschritte. Wenn er an jemandem im Team Kritik üben würde, dann nur an sich selbst, verrät Ricciardo.

"Ich bin natürlich nicht glücklich, wenn ich Fehler mache", erklärt er. In Australien war er beim Start beispielsweise etwas zu aggressiv, in Baku verpasste er die Punkte nach einem Fehler im Zweikampf mit Daniil Kwjat. Ob er seinen Vertrag bei Renault über 2020 hinaus verlängern werde, wisse er aktuell aber noch nicht. "Ehrlich gesagt habe ich noch nicht so weit in die Zukunft gedacht", zuckt er die Schultern.

Obwohl er aktuell noch optimistisch ist, will wohl auch er zunächst die weiteren Entwicklungen abwarten.

Mit Bildmaterial von circuitpics.de.

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Urheber Ruben Zimmermann