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Trotz Vegas, Miami und Co - Fahrer einig: "Nichts wird Monaco je schlagen"

Die Diskussion ums Überholen ist fast so alt wie der Grand Prix in Monaco selbst: Carlos Sainz, Lewis Hamilton und Lando Norris trotzdem mit Liebeserklärung

Trotz Vegas, Miami und Co - Fahrer einig: "Nichts wird Monaco je schlagen"

Kein Jahr in Monte Carlo ohne die Diskussion, ob die enge Traditionsstrecke im Fürstentum überhaupt noch zeitgemäß ist - zumal die Formel 1 in den vergangenen Jahren auch andere spektakuläre Stadtkurse im Kalender verankert hat, wie Singapur, Baku oder zuletzt Las Vegas.

Hört man sich jedoch bei den Fahrern um, ist der Monaco-Grand-Prix nach wie vor das Juwel in der Krone der Königsklasse: "Es tut mir wirklich leid für die anderen (Strecken), aber ich glaube, nichts schlägt Monaco und das wird auch in Zukunft nicht passieren", sagt etwa Ferrari-Star Carlos Sainz.

"Die einzige Sache, wo es gegenüber Monaco vielleicht der Fall ist, ist die Show am Renntag, der kann hier schon manchmal etwas langweilig sein", räumt Sainz ein, der deshalb "ein bisschen pushen will, in dem Sinne, ob man in Monaco nicht einen Überholpunkt schaffen könnte, sich mal die Stadt und das Layout anschauen, und vielleicht etwas versuchen könnte, damit was passiert?"

 

Carlos Sainz fühlt sich wohl in Monaco, egal ob im Auto oder auf dem Rad

Carlos Sainz fühlt sich wohl in Monaco, egal ob im Auto oder auf dem Rad

Foto: Motorsport Images

Denn, so glaubt Sainz: "Das würde Monaco zu einer noch großartigeren Strecke machen, wenn wir auch noch bis Sonntag warten müssen - statt schon zu wissen, dass, wenn nichts passiert, eigentlich alles schon klar ist für Sonntag", erklärt der Ferrari-Pilot: "Monaco ist das Beste und wird es auch immer bleiben, zum Bespiel was den Glamour betrifft. Aber ich würde dennoch nicht die Änderungen unterschätzen, die Imola, Monaco und solche Plätze für die Zukunft vornehmen könnten."

 

In die gleiche Kerbe schlägt auch Lewis Hamilton: "Monaco ist einfach Monaco, da hat sich nicht viel geändert." Außer, dass die Autos mittlerweile größer sind, was es noch schwieriger mache zu überholen, erklärt der Brite: "Ich wünschte, wir hätten größere Straßen und die Strecke wäre breiter, aber das wird in Monaco wohl nie der Fall sein, weil es einfach ein kleiner Ort ist."

Gedankenspiele: Andere Reifen für mehr Action in Monaco?

Der Mercedes-Star ist sich bewusst: "Die Rennen sind eigentlich immer ziemlich gleich, es ist ein Einstopp-Rennen." Eine Idee, wie man das ändern könnte, hat Hamilton auch gleich: "Vielleicht spezielle Reifen für dieses Rennen, um mehr Boxenstopps zu haben und mehr Abwechselung zu schaffen."

 

 

An den Sprintwochenenden sei es für die Formel 1 schließlich auch möglich gewesen, eine Änderung am Format vorzunehmen: "Ich denke, an diesem besonderen Wochenende sollten sie mit einer besonderen Formel kommen, statt dass es immer gleich ist. Ihr sollt ja nicht einschlafen am Sonntag, wenn ihr das Rennen schaut. Also kreiert etwas anderes, auch wenn ich nicht weiß wie genau", sagt Hamilton.

 

Am besonderen Gefühl, wenn das Monaco-Wochenende ansteht, hat sich für den Wahl-Monegassen aber auch nach vielen Jahren nichts geändert, wie er am Donnerstag auch mit einem emotionalen Posting auf Instagram klarmacht: "Wenn du in den Hafen schaust, den Blick schweifen lässt und an die Geschichte denkst, dann haut dich das einfach immer um."

"Ich erinnere mich, wie ich es als Kind im TV geschaut habe, davon träumend durch diesen Tunnel zu rasen, so wie Ayrton (Senna). Und es ist sehr surreal, dass wir das heute tun, dass ich einer von den 20 bin, die das dürfen. Obwohl es schon viele Jahre sind, war ich heute Morgen wirklich dankbar für den Moment, wieder dieses Gefühl zu haben", sagt Hamilton.

 

Ayrton Senna ist bis heute der König von Monaco, gewann sechsmal im Fürstentum

Ayrton Senna ist bis heute der König von Monaco, gewann sechsmal im Fürstentum

Foto: Motorsport Images

"Ich glaube, ich war mit 13 das erste Mal hier, das hat wirklich meine Sinne geöffnet und wurde zum Traum: Ich dachte mir, okay, das ist der schönste Platz, an dem ich je war. Hier will ich leben", erinnert sich der Brite. "Mit 18, 19 bin ich dann erstmals hier gefahren, ich glaube es war in der Formel 3", so Hamilton: "Das war einfach episch."

 

Mit der Formel 1 war sein erster Auftritt für McLaren-Mercedes 2007 dann nochmal ein weiteres Highlight: "Ich wusste, ich muss dieses Wochenende so gut sein wie ich nur kann. Als ich dann in den Grid kam, war es einfach verrückt. Also ja, es ist ein wirklich besonderer Ort: Es ist das kleinste Land auf der Welt, aber dieses Wochenende ist es wirklich die Perle unseres Sports."

Hamilton: "Monaco wird immer herausstechen"

Dass Monaco auch weiterhin diese ganz spezielle Stellung haben wird, daran hat der Rekordweltmeister keine Zweifel: "Monaco wird immer herausstechen und wahrscheinlich auch immer über diesen anderen Spektakeln", erklärt Hamilton mit Blick auf die neuen Events wie in Las Vegas oder Miami: "Es wird immer dastehen, mit den Silverstones und Monzas, einfach weil das die Kronjuwelen unseres Sports sind."

Stichwort Silverstone: Lando Norris würde einen Sieg in Monte Carlo trotzdem gegen einen bei seinem Heimrennen eintauschen, wie er am Donnerstag verrät: "Ich würde lieber in Silverstone gewinnen, aber das ist nur meine Meinung: Ich gewinne lieber heim Heimrennen als Monaco", verrät Norris.

 

McLarens Lando Norris findet Monaco ist immer noch so speziell wie früher

McLarens Lando Norris findet Monaco ist immer noch so speziell wie früher

Foto: Motorsport Images

"Ich will natürlich auch Monaco gewinnen", stellt er klar, "aber das, welches mir am meisten bedeuten und Freude bereiten würde, ist Silverstone. Monaco will man aber selbstverständlich auch irgendwann von der Liste haben."

 

Die Aufregung um die häufigen Prozessionen im Fürstentum kann Norris hingegen nicht verstehen: "Die Leute in der Welt sind heute einfach dickköpfiger, sodass sie frustriert werden, wenn es keine Überholmanöver gibt. Aber hier war es schon seit 10, 15, 20 Jahren so, nichts hat sich geändert", findet Norris: "Es gab damals kaum Überholmanöver, und es gibt heute keine."

"Wenn man ein Rennen hat wie in den letzten Jahren, wo es auch mal geregnet hat am Sonntag, dann ist es eigentlich ganz aufregend. Aber so ist Monaco einfach und so war es auch immer, die Leute müssen einfach damit leben. Heutzutage sind sie einfach nur ungeduldiger und sturer", findet Norris.

Für ihn persönlich hätte sich über die Jahre indes nichts geändert: "Ich denke, es ist immer noch speziell wie es immer war, es bedeutet immer noch so viel wie seit jeher, für alle Fahrer und alle Teammitglieder."

Weitere Co-Autoren: Filip Cleeren. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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