Trotz Verlustjahr 2020: Liberty-Boss macht sich keine Sorgen um Formel 1

Fast 400 Millionen US-Dollar Verlust fuhr die Formel 1 im Kalenderjahr 2020 ein - Liberty-Media-Präsident Greg Maffei betont, er mache sich trotzdem keine Sorgen

Trotz Verlustjahr 2020: Liberty-Boss macht sich keine Sorgen um Formel 1

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Formel 1 angesichts der Coronakrise im Jahr 2020 einen Verlust von 386 Millionen US-Dollar (knapp 320 Millionen Euro) eingefahren hat. Liberty-Media-Präsident Greg Maffei betont in diesem Zusammenhang allerdings: "Ich mache mir nicht wirklich Sorgen wegen der Bilanz."

Er nennt die Zahlen der Formel 1 "sehr, sehr stark" und erklärt, dass es nun in erster Linie wichtig sei, sich darauf vorzubereiten, dass sich die Welt bald wieder normalisiere. Gleichzeitig müsse man aber auch auf ein Szenario vorbereitet sein, in dem die Pandemie weltweit noch weiter für Einschränkungen sorge.

Klar sei bereits jetzt, dass die Formel 1 auch im Jahr 2021 erneut weniger Einnahmen haben werde. Zwar werde es "bei einigen Events" Zuschauer geben. Doch Maffei stellt klar, dass man nicht bei allen 23 Rennen volle Tribünen erwarten könne. Folglich wird man bei den Einnahmen durch Renngebühren erneut Abstriche machen müssen.

Maffei sei zwar "optimistisch", dass man im Laufe des Jahres immer mehr und mehr Zuschauer erwarten könne. Er betont jedoch auch: "Wir sind nicht hier, um Vorhersagen zu treffen." Denn es sei nicht seriös einzuschätzen, wie sich die Coronakrise in den kommenden Monaten entwickeln werde.

Immerhin bei den TV-Einnahmen rechnet der Liberty-Boss mit einer Normalisierung im Jahr 2021. "Angesichts unserer 23 Rennen erwarten wir ziemlich normale Einnahmen aus den Übertragungsrechten", verrät er. 2020 habe man den TV-Sendern "Zugeständnisse" machen müssen, weil lediglich 17 Rennen stattfanden.

Für 2021 sei es jedoch das Ziel, in diesem Bereich wieder zur Normalität zurückzukehren. "Das ist unsere Hoffnung und auch unsere Erwartung", so Maffei. Allerdings stellt er auch in diesem Zusammenhang noch einmal klar, dass man aktuell nicht garantieren könne, dass 2021 auch wirklich 23 Rennen stattfinden werden.

So wurde der Formel-1-Kalender 2021 bereits vor Saisonbeginn mehrfach umgestellt. Der ursprünglich für März geplante Auftakt in Melbourne wurde in den November verschoben. Außerdem wurde der Große Preis von China gestrichen und durch ein Rennen Imola ersetzt. Auch Portimao rückte neu in den Kalender.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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