Trotz Vettel-Kritik: Kimi Räikkönen verteidigt Max Verstappen

geteilte inhalte
kommentare
Trotz Vettel-Kritik: Kimi Räikkönen verteidigt Max Verstappen
Autor: Norman Fischer
Co-Autor: Jonathan Noble
08.10.2018, 03:57

Kimi Räikkönen hat Max Verstappen nach der Kollision zwischen den beiden verteidigt: Der Niederländer habe nicht absichtlich gehandelt

Für Ferrari-Fans dürfte Max Verstappen in Japan das Feindbild Nummer 1 gewesen sein, denn der Niederländer kollidierte in der Anfangsphase von Suzuka gleich mit beiden roten Rennern. Von Sebastian Vettel musste sich Verstappen im Anschluss harsche Kritik gefallen lassen, doch Teamkollege Kimi Räikkönen nimmt den Red-Bull-Piloten sogar in Schutz - zumindest wenn es um seinen eigenen Unfall geht.

Verstappen war in der Schlussschikane etwas zu weit rausgekommen und über den Grünstreifen wieder zurück auf die Strecke gefahren. Dabei drängte er Räikkönen am Kurvenausgang etwas von der Strecke und berührte den Ferrari, was ihm eine Zeitstrafe von fünf Sekunden einbrachte. "Manchmal, wenn du über die Randsteine zurückkommst, ist es unmöglich, das Auto noch einzulenken, wenn du über sie springst", sieht der Finne eine Erklärung.

"Ich weiß nicht, ob das hier der Fall war, aber ich denke nicht, dass er mich rausgedrängt hätte, wenn wir auf der Strecke nebeneinander gewesen wären, weil wir alle wissen, was dann passiert", so der "Iceman". Er würde Verstappen im Zweikampf auch nicht anders behandeln, als die anderen Fahrer, auch wenn Verstappen für seine Manöver immer wieder im Zentrum der Kritik steht.

"Es war natürlich eine seltsame Situation, in der wir gelandet sind. Ich denke nicht, dass er versucht hat, irgendjemanden absichtlich zu treffen, aber das ist passiert", sagt der Ferrari-Pilot. Aus diesem Grund sieht er die Strafe gegen Verstappen auch als gerechtfertigt an, auch wenn dieser damit überhaupt nicht einverstanden war. "Es hat mir zwar nicht geholfen, aber die Stewards sind da, um eine Entscheidung zu treffen."

Für Rennleiter Charlie Whiting war die Sache klar: "Die erste Situation war eindeutig eine Strafe", sagt er auf die beiden Ferrari-Kollisionen angesprochen. "Max war neben der Strecke und fuhr auf unsichere Art und Weise auf die Strecke zurück. Kimi war dort und wurde von Max abgedrängt. Das war ziemlich eindeutig für die Kommissare."

Räikkönen verlor bei dem Vorfall eine weitere Position gegen Teamkollege Sebastian Vettel und erlitt zudem eine Beschädigung am Auto. "Wir haben eine Menge Abtrieb verloren, und man kann nicht viel tun danach, weil ein ziemlich sensibler Bereich getroffen wurde. Danach war es ziemlich schwierig", so der Finne, der am Ende auf dem fünften Rang landete. Was möglich gewesen wäre? "Da wir keine Runden mit einem normalen Auto drehen konnten, kann man das unmöglich sagen."

 
Nächster Formel 1 Artikel
Rosberg: Hamilton kann Schumachers Rekorde brechen

Vorheriger Artikel

Rosberg: Hamilton kann Schumachers Rekorde brechen

Nächster Artikel

Sebastian Vettel: Safety-Car wäre seine große Chance gewesen

Sebastian Vettel: Safety-Car wäre seine große Chance gewesen
Kommentare laden