Trotz Vowles-Versprechen: Williams will für 2026 den Unterschied machen
Schenkt Williams die Saison 2025 trotz guter Tests vorzeitig ab? Teamchef James Vowles widerspricht - richtiger Fokus mit Blick auf das Hauptziel aber entscheidend
Für Williams ist 2025 ein Übergangsjahr, 2026 wird dann richtungsweisend
Foto: LAT Images
Mit frischem Wind im Team durch die Verpflichtung von Carlos Sainz geht Williams in die Saison 2025. Erstmals seit langem fährt wieder ein gestandener Grand-Prix-Sieger beim Traditionsrennstall aus Grove. Zuletzt war das 2019 in Person von Robert Kubica der Fall, wenngleich der Pole kein Erfolgsbeispiel darstellt, kam er doch bei seinem F1-Comeback mit Williams nie mehr wirklich auf Höhe.
Wieder auf Höhe kommen, das ist für das einstige Weltmeisterteam auch das langfristige Ziel für die Zukunft, herausgegeben von keinem Geringeren als Teamchef James Vowles. Dafür ist man in Grove auch durchaus dazu bereit, die aktuelle Saison zumindest in Teilen zu opfern, woraus die Williams-Piloten trotz einer durchaus gelungenen Saisonvorbereitung nicht wirklich einen Hehl machten.
Denn trotzdem sprach Sainz von einem Übergangsjahr, Albon von einer "seltsamen Situation", richte sich der Fokus bei allen Teams doch schon auf die große Regelrevolution 2026. Doch ein anderer Fokus sei nicht mit dem Abschreiben der Gegenwart gleichzusetzen, betont Vowles - und beruhigt die Fans mit Blick auf die anstehende Saison:
Vowles gibt Versprechen ab: "Wir werden kämpfen"
"Hier ist mein erstes Versprechen. Wir, und das inkludiert Alex und Carlos, werden zu jedem einzelnen Rennen gehen und kämpfen, um jeden einzelnen Punkt mitzunehmen, den wir kriegen können", will der Brite 2025 auf keinen Fall abschenken. "Diese Message ist recht deutlich", unterstreicht der Teamchef.

Mit Carlos Sainz ist Williams eine starke Neuverpflichtung gelungen
Foto: LAT Images
"Das Auto, das wir jetzt gefahren sind (beim Shakedown und Test), das ist unser Werkzeug für dieses Jahr. Und da kommen natürlich noch weitere Teile ran", erklärt Vowles, dass es definitiv ein gewisses Maß an Weiterentwicklung bei Williams geben wird. Aber: "Mein Punkt an der ganzen Sache ist, dass unser Schicksal da zu einem gewissen Ausmaß eben besiegelt ist."
Nicht so aber für 2026: "Deswegen möchte ich nur sicherstellen, dass wir uns darauf fokussieren, wo es wirklich große Möglichkeiten gibt, um den Unterschied zu machen. Und das ist 2026. Da fängst du mit einem weißen Blatt Papier an, es gibt nichts, was du mit rüberziehst", macht der Williams-Teamchef klar, wie drastisch der Wandel für die Teams ist.
"Und deshalb sprechen die Fahrer und ich so darüber, weil es eine riesige Chance für uns ist, um sicherzustellen, dass wir in einigen Bereichen neustarten, wo wir einfach nicht gut genug waren, um die Standards zu setzen, wie wir uns 2026 schlagen werden", so Vowles. 2025 deshalb aber mit weniger Passion anzugehen, das kommt für ihn nicht infrage: "Ich werde trotzdem in Melbourne sein, schreien, und sicherstellen, dass wir jeden Punkt kriegen."Diese Story teilen oder speichern
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