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Formel 1 Star Charles Leclerc tauscht Hightech gegen Tradition - In den Straßen von Monaco wurde der Ferrari Pilot in einem seltenen Klassiker gesichtet

Leclerc überrascht in Monaco: Dieses Drei-Millionen-Auto ist kein F1-Bolide

Charles Leclerc fährt mit einem Klassiker durch Monaco

Foto: LAT Images

Wer an Charles Leclerc denkt, hat meist Bilder von pfeilschnellen Boliden, Hybrid-Power und modernster Aerodynamik im Kopf. Doch abseits der Rennstrecke scheint der Monegasse nun eine Vorliebe für die gute alte Zeit zu entdecken. In seiner Heimat Monaco wurde der Ferrari-Pilot nun in einem echten Schmuckstück gesichtet: einem Ferrari 275 GTB.

Dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Sportwagen aus Maranello, sondern um eine Legende auf Rädern. Der Marktwert dieses Klassikers wird aktuell auf weit über drei Millionen Euro geschätzt.

Analoge Leidenschaft in "Verde Pino"

Seit seinem Wechsel zur Scuderia im Jahr 2019 hat sich Leclerc eine beachtliche Sammlung moderner Supersportwagen zugelegt. Normalerweise sieht man ihn und seine Verlobte Alexandra Saint Mleux in PS-Monstern mit neuester Technik. Doch der 275 GTB ist das exakte Gegenteil: ein analoges Fahrerlebnis durch und durch.

Das Modell, in dem Leclerc gesichtet wurde, besticht durch eine Lackierung im eleganten "Verde Pino" (Kieferngrün) und rollt auf den klassischen Borrani-Speichenfelgen - ein begehrtes Extra ab Werk.

Die Technik: 12 Zylinder und purer Klang

Zwischen 1964 und 1966 gebaut, schlägt im Herzen des 275 GTB ein 3,3-Liter-Colombo-V12-Motor. Gepaart mit einem Fünfgang-Transaxle-Getriebe und Einzelradaufhängung an der Hinterachse leistet das Triebwerk rund 280 PS.

Die Leistungsdaten lesen sich für heutige Formel-1-Verhältnisse fast beschaulich, sind aber für einen Oldtimer beeindruckend:

Beschleunigung: 0 auf 100 Kilometer pro Stunde in circa sieben Sekunden

Höchstgeschwindigkeit: Je nach Quelle zwischen 250 und 260 Kilometer pro Stunden

Exklusivität: Nur etwa 200 Exemplare wurden gebaut

Designt wurde die Ikone von Pininfarina, während Scaglietti für die Fertigung verantwortlich zeichnete. In Leclercs Garage gesellt sich der Klassiker nun zu modernen Schwergewichten wie dem SF90 Stradale, dem SF90 XX, einem 488 Pista, dem Daytona SP3 und einem 812 Competizione.

Leclerc schwärmt: "Pures Vergnügen"

Völliges Neuland war der Wagen für den 28-Jährigen nicht. Bereits 2021 durfte Leclerc eine restaurierte Version des 275 auf der Ferrari-Hausstrecke in Fiorano testen. Schon damals geriet er ins Schwärmen.

"Was für ein unglaubliches Auto, es ist einfach pures Vergnügen", so Leclerc über das Fahrgefühl. "Man hört diesen Sound - der ist einfach unglaublich - und das Gefühl ist fantastisch. Man spürt die Geschichte, die dahintersteckt."

Besonders der Kontrast zur Moderne fasziniert den Monegassen: "Die Stimmung in diesem Auto ist Wahnsinn. Wenn man dann sieht, wie sehr sich Bremsen und Motoren seit damals entwickelt haben, ist das beeindruckend."

Sehnsucht nach den 60er-Jahren?

Leclerc, der als einer der besten Qualifyer der modernen Ära gilt, zeigt Respekt vor den Piloten vergangener Tage: "Ich kann mir kaum vorstellen, wie es war, mit so einem Auto Rennen zu fahren. Ich bin heute nicht ans absolute Maximum gegangen, aber das Gefühl war großartig. In den 60ern damit Rennen zu bestreiten, muss etwas ganz Besonderes gewesen sein."

Ein wenig Wehmut schwingt beim Ferrari-Star mit, wenn er an die heutige Zeit denkt: "Es wäre eigentlich schön, das wiederzuhaben - mit Straßenwagen zur Strecke zu fahren und dort Rennen zu bestreiten, so wie es früher war."

In den engen Gassen von Monte Carlo dürfte der 275 GTB jedenfalls für genauso viel Aufsehen gesorgt haben wie Leclercs aktueller Dienstwagen in der Formel 1.

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