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"Übergangsphase": McLaren-Spagat zwischen 2019 und 2020

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"Übergangsphase": McLaren-Spagat zwischen 2019 und 2020
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
25.09.2019, 12:35

Bei McLaren stellt man die Entwicklung für 2019 noch nicht ein, konzentriert sich aber auch schon auf 2020 - Neues Reglement 2021 zudem schon im Hinterkopf

Seit der Sommerpause läuft es für McLaren nicht mehr ganz so rund. In den drei Rennen seit Spa holte man insgesamt lediglich sieben WM-Zähler. Im Kampf um Rang vier ist Renault bis auf 22 Punkte herangekommen. "Für das Team war es sehr wichtig, ruhig zu bleiben und weiter an uns zu glauben", erklärt Teamchef Andreas Seidl im Hinblick auf Spa und Monza, wo man lediglich einen mageren Zähler holte.

"Wir hatten verschiedene Probleme", erinnert er und ergänzt: "In Spa hatten wir zwei Motorenprobleme. Da gab es nicht viel, was wir auf unserer Seite machen konnten. In Monza gab es das Problem beim Boxenstopp. Das war eine Kombination aus einem technischen Problem und operativen Schwierigkeiten danach. Letztendlich sind wir all diese Themen als Team zusammen durchgegangen."

Man habe eine detaillierte Problemanalyse betrieben - offenbar mit Erfolg. Zuletzt in Singapur lief es wieder besser, und Lando Norris wurde als Siebter "Best of the Rest". Seidl erinnert daran, dass der MCL34 auf Strecken wie Singapur, auf denen mit mehr Abtrieb gefahren wird, sowieso besser funktioniert. Zudem hätten die Updates am Wochenende "ziemlich gut funktioniert".

"Es war nicht so überraschend, dass wir [in Singapur] vielleicht etwas konkurrenzfähiger waren", erklärt daher auch Technikchef James Key und erinnert: "Das Auto lief auch in Ungarn ziemlich gut, und das war das letzte Rennen, bei dem mit viel Abtrieb gefahren wurde." Die Kurse, auf denen mit wenig Abtrieb gefahren wird, kämen dem Auto einfach weniger entgegen.

In Spa und Monza gar nicht so schlecht

Dazu zählten auch Spa und Monza. Trotzdem machte McLaren dort laut Key gar keinen so schlechten Eindruck. "Die Wahrheit ist, dass wir die Punkte verloren haben, weil wir nicht ins Ziel gekommen sind. Denn unsere Positionen waren zu dem Zeitpunkt [als wir ausgefallen sind] gar nicht so schlecht", erklärt er. Tatsächlich hätten Norris in Spa und Carlos Sainz in Monza ohne die jeweiligen Problem ziemlich sicher gepunktet.

"Es war aber nicht so, dass wir große Probleme bei wenig Abtrieb gehabt hätten. Wir waren nur nicht ganz so konkurrenzfähig, wie wir vielleicht gedacht hatten", relativiert Key und erinnert daran, dass andere Teams gleichzeitig Fortschritte gemacht hätten. "Renault war in Monza ein gutes Beispiel", so Key. Die Franzosen holten dort mit den Positionen vier und fünf ihr mit Abstand bestes Saisonergebnis.

Auf die Frage, ob es 2019 noch weitere große Updates für den MCL34 geben wird, antwortet Key: "Wir kommen jetzt an einen Punkt, an dem es schwer wird, große Updates noch zu rechtfertigen. Aber wir werden noch weiterentwickeln." Denn in dieser Saison gibt es nur noch sechs Rennen, weshalb man sich zu einem Teil bereits auf das kommende Jahr konzentriert.

Key spricht von einer "Übergangsphase". Es gebe zwar noch keinen "klaren Schnitt", aber er erklärt: "Es gibt immer einen Zeitpunkt, an dem es sich richtig anfühlt, die Mehrheit des Teams auf das Auto für das kommende Jahr zu verlagern." Dieser dürfte nicht mehr so weit weg sein. Zumal man bereits auch das komplett neue Reglement ab der Saison 2021 im Hinterkopf habe.

2020: Key kündigt "konzeptionelle Änderungen" an

"Manchmal sagt man, dass man ein Jahr abhakt, weil es entweder so schlecht gelaufen ist, oder weil es gut läuft, man aber im Niemandsland und nicht unter Druck ist", erklärt Key. Für McLaren ergebe es aktuell aber Sinn, "noch ein bisschen mehr zu lernen, sich aber gleichzeitig auch schon auf das kommende Jahr zu konzentrieren." Denn viele Entwicklungen sind wegen des stabilen Reglements auch für 2020 hilfreich.

Daher werde es bei den kommenden Rennen auch noch einmal kleinere neue Teile für den MCL34 geben. Im Hinblick auf 2020 erklärt Key währenddessen: "Es gibt einige konzeptionelle Änderungen, die wir uns anschauen müssen." Diese seien nötig, um die Lücke nach vorne zu schließen. Es seien aber keine "fundamentalen" Änderungen beim Boliden für 2020 geplant.

Etwas mehr Performance erhofft man sich auch vom Motorenpartner. "Ich glaube, dass Renault und uns noch etwas Arbeit bevorsteht", erklärt Norris bei 'Sky'. In erster Linie gehe es aber darum, das eigene Chassis zu verbessern. "Da fehlt uns mehr als bei der Power. Wir müssen als Team einen guten Job machen. Aber gleichzeitig ist es immer schön, mehr Leistung zu haben", erklärt er.

"Ich glaube, dass wir [bei der Leistung] noch immer hinter Mercedes und Ferrari sind. Im Vergleich zu ihnen verlieren wir durch den Motor ein oder zwei Zehntel pro Runde", so Norris. Allerdings hat es McLaren nicht selbst in der Hand, diese Lücke 2020 zu schließen. Beim Chassis sieht das anders aus.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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