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Überholte Weisheit: "Wer in Barcelona schnell ist, ist überall schnell"

Carlos Sainz glaubt nicht, dass der Spanier-Grand-Prix noch als Gradmesser in der Formel 1 gilt - Dazu hat sich die Königsklasse zu sehr verändert

Überholte Weisheit: "Wer in Barcelona schnell ist, ist überall schnell"

Früher war es eine Bauernweisheit der Formel 1: Wer im spanischen Barcelona schnell ist, hat auch ein gutes Auto für die gesamte Saison. Laut Carlos Sainz entspricht dieser Satz nicht mehr der Wahrheit, da die Formel 1 sich rasant verändert hat und die Autos auf unterschiedlichen Strecken anders reagieren. Außerdem spielen auch die Veränderungen im Kalender eine wichtige Rolle, warum dieser Grundsatz nicht mehr gilt.

"Barcelona war mal eine Strecke, über die gesagt wurde, dass man überall schnell ist, wenn man hier eine gute Pace hat", erklärt der Ferrari-Pilot im Rahmen seines Heimrennens. "Die Formel 1 hat sich aber sehr geändert, denn es gibt jetzt viel mehr Strecken wie Monaco und Kanada. Wir haben viele Straßenkurse mit Randsteine und holprigen Fahrbahnen hinzugefügt."

Monaco, Singapur, Kanada, Baku, Las Vegas und Mexiko: Das sind nur einige Beispiele, die Sainz aufzählt, um die alte Weisheit zu entkräften. Barcelona ist also schon lange keine Messlatte für die Formel-1-Teams mehr. Höchsten für die Europa-Tour der Königsklasse gilt Barcelona noch als Benchmark, jedoch ist die Formel 1 expandiert. "Ich glaube nicht, dass Barcelona noch immer die Richtung für das restliche Jahr vorgibt", so der Spanier.

Jedoch kann Barcelona noch vereinzelt als Gradmesser gesehen werden: Silverstone, Budapest und Spa sind laut Sainz ähnlich. Dem stimmt Fernando Alonso zu, er in Barcelona ebenfalls sein Heimrennen bestritt. "Barcelona ist jetzt eine Blaupause für vier bis fünf weitere Strecken, aber es gibt so viele Streckentypen, da ist Barcelona nicht mehr so interessant."

Sowohl Sainz als auch Alonso haben eine Menge Erfahrung in der Formel 1 und haben den Wandel hin zu mehr Straßenkursen miterlebt. 14 Strecken im Kalender können als normale Strecken klassifiziert werden. Zehn Kurse haben den Straßenkurs-Style, dazu gehören auch Imola und Mexiko aufgrund des hohen Abtriebs und der aggressiven Fahrweise auf den Randsteinen. Das Verhältnis ist also 60 zu 40, während es 2004 noch 80 zu 20 war.

Aufgrund der Fahrzeugcharakteristik sind selbst einige europäische Strecken nicht mehr dafür geeignet, um mit Barcelona verglichen zu werden. Red-Bull-Chefingenieur Paul Monaghan sagt über Spielberg: "Hier wird schnell gefahren und das braucht eine sensible Aerodynamik. Dann sind wir 1.000 Meter über Normalnull unterwegs. Dann kommt Silverstone, wo wir große Vollgas-Anteile haben. Jede Strecke ist seine eigene Herausforderung."

Selbst Ungarn und Spa sind für den Red-Bull-Ingenieur große Fragezeichen: "In Ungarn brauchen wir maximalen Abtrieb. Eine Woche später sind wir in Spa, wo wir den dünnsten Heckflügel nutzen, anders als in Dschidda." Diese Rennen auf traditionellen Rennstrecken müssen mittlerweile individuell betrachtet werden, da sie alle ihre einzigartige Herausforderung stellen.

Des Weiteren machen Sainz und Alonso auf die neue Konfiguration in Barcelona aufmerksam. Die Schikane im letzten Sektor fällt weg, sodass der Kurs nicht mehr der ultimative Test für ein Formel-1-Auto ist. Trotzdem können die Teams aus Spanien eine Menge mitnehmen. Die Lehre 2024: McLaren hat mit seinem Upgrade am MCL38 einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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