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Überraschung Antonelli? Toto Wolff schwärmt von seinem Schützling

Nach seinem Sieg beim Großen Preis von Belgien spricht Mercedes-Teamchef Toto Wolff über die überraschende Entwicklung seines Schützlings

Antonelli glänzt in Spa: Toto Wolff und die Entwicklung des Mercedes-Juwels

Kimi Antonelli dominiert aktuell die Formel-1-Weltmeisterschaft

Foto: Sutton Images

Kimi Antonelli konnte nicht nur den Großen Preis von Belgien gewinnen, sondern auch seinen Vorsprung in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2026 ausbauen. Ein starker Kontrast zu dem, wo der 19-Jährige noch vor einem Jahr stand.

Schließlich musste der Mercedes-Pilot nach dem Qualifying zum Belgien-GP 2025 fast mit den Tränen ringen. Zwar war der Schützling von Toto Wolff mit Pauken und Trompeten in den Grand-Prix-Sport gestartet, doch fehlten dem Youngster in der Europa-Saison oftmals die entscheidenden Zehntelsekunden im Duell mit George Russell. Knapp zwölf Monate später ist die Situation völlig umgekehrt, und das zur Überraschung vieler.

"Wir sind alle überrascht", so die Worte von Toto Wolff nach dem sechsten Saisonsieg von Antonelli. "Seine erste Saison verlief wie gedacht. Es gab großartige Momente, in denen sein Talent durchblitzte, und dann gab es Momente, die wirklich schwierig waren."

"Weißt du, diese Durststrecke in der Mitte der Saison, das war eben wie erwartet. Doch dann kannte er nach der Winterpause, wie erwartet, seine Umgebung, den Druck, die technischen Ansprüche des Teams, des Marketings und die Rennstrecken."

"Was wir nicht erwartet hatten", so Wolff, "war die Ruhe und Struktur, der er an den Tag gelegt hat. Egal, ob eine Session gut oder schlecht läuft: Bei Kimi sieht man da keinen Unterschied im Briefing. Es ist völlig kalkuliert. Was ist das Problem? Wie können wir es lösen? Wie machen wir weiter? Und das ist neu."

"Deswegen", so die Einschätzung des Teamchefs, "ist es fast so, als ob du nach seinen Siegen nicht die Begeisterung eines 19-Jährigen siehst."

Dabei steht Antonelli laut Wolff auch in schwierigen Momenten zu seinem Team. Als Beispiele nennt er Barcelona und Silverstone, wo der WM-Spitzenreiter jeweils aufgrund von technischen Problemen keine Punkte holen konnte.

"Er kommt zurück [an die Box] und ist derjenige, der dem Team sagt: 'Nun, es ist ein mechanischer Sport, solche Dinge können passieren', und das mit 19 Jahren! Das ist wirklich, wirklich beeindruckend."

"Und ich glaube", so Wolff, "dieses Mindset und diese Attitüde gehören wohl zu den Grundlagen, die ihm die Möglichkeit geben, sein Talent so früh in seiner Karriere zu zeigen."

Auch Personen wie der Renningenieur Peter Bonnington stimmen diesem Urteil zu. So schwärmt man bei Mercedes bereit seit Monaten von den analytischen Fähigkeiten des WM-Spitzenreiters.

Vor knapp einem Jahr hätte sich Antonelli selbst diese Form niemals vorstellen können, was er in Spa-Francorchamps auch zugibt. "Letztes Jahr hatte ich hier meinen Tiefpunkt erreicht", so der 19-Jährige. "Es war für mich mental ein sehr schwieriges Wochenende."

"Doch dieses Jahr war es viel besser. Wenn du mich vor einem Jahr gefragt hättest, [ob das hier möglich wäre], hätte ich vermutlich 'nein' gesagt."

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