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Lance Stroll wird in der F1-Pause in einen GT3-Boliden steigen

Foto: LAT Images

Formel-1-Pilot Lance Stroll nutzt die unerwartete Lücke im Grand-Prix-Kalender für einen Gastauftritt auf fremdem Terrain: Der Kanadier wird im April sein erstes GT3-Rennen bestreiten. Wie aus der offiziellen Nennliste für den Saisonauftakt der GT-World-Challenge-Europe in Paul Ricard am 11. bis 12. April hervorgeht, wird der Aston-Martin-Stammfahrer das Cockpit eines Aston Martin Vantage GT3 von Comtoyou Racing übernehmen.

Stroll teilt sich das Steuer dabei mit dem ehemaligen Manor-F1-Piloten Roberto Merhi und dem Formel-3-Rennsieger Mari Boya.Ganz neu ist die Sportwagen-Welt für Stroll nicht: Mitte der 2010er-Jahre nahm er zweimal an den legendären 24 Stunden von Daytona teil, bevor er sich voll auf seine Formel-1-Karriere bei Williams und später Aston Martin konzentrierte.

Allerdings saß er bei seinen bisherigen US-Einsätzen ausschließlich in Prototypen statt in GT-Rennern. 2016 feierte er sein Debüt beim IMSA-Klassiker in einem Riley-DP mit Ford-Power, später wechselte er auf einen Oreca 07 von Jackie Chan DC Racing.

Die Bühne: GT-World-Challenge-Europe

Die von Stephane Ratels SRO-Organisation geleitete GT-World-Challenge-Europe gilt als eine der weltweit führenden Sportwagen-Meisterschaften. Ratel war gemeinsam mit dem Automobil-Weltverband (FIA) maßgeblich an der Schöpfung des GT3-Reglements beteiligt - ein Erfolgskonzept, von dem bis heute über 1.000 Fahrzeuge gebaut wurden.

Bereits aus der DTM bekannt: Comtoyou Racing wird ab 2026 auch einen Aston Martin Vantage GT3 im ADAC GT Masters einsetzen

Aston Martin im GT3-Sport: So sieht das Gefährt aus

Foto: ADAC GT Masters

Die Serie setzt sich aus einem Mix aus Langstrecken- und Sprint-Events zusammen (Endurance-Cup und Sprint-Cup). Der Auftakt in Paul Ricard wird im Endurance-Format ausgetragen, wobei am Rennsonntag ein sechsstündiger Lauf auf dem Programm steht.

Trendsetter Verstappen: Formel-1-Stars im GT-Fieber

Strolls Ausflug in den GT-Sport folgt einem Trend: Das Interesse der Formel-1-Elite an Langstreckenrennen ist zuletzt spürbar gewachsen. Allen voran Weltmeister Max Verstappen hat sich in den vergangenen zwölf Monaten immer häufiger in diese Disziplin gewagt.

Die Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) passte sogar ihren Zeitplan an, um dem Red-Bull-Star die Teilnahme am zweiten Saisonlauf im vergangenen Monat zu ermöglichen. Der Niederländer, der seinen Frust über die aktuelle Formel 1 und das neue Hybrid-Reglement wiederholt öffentlich geäußert hat, wird in diesem Jahr zudem erstmals beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring an den Start gehen.

Bei seinem ersten hochkarätigen NLS-Auftritt im Vorjahr steuerte Verstappen noch einen Ferrari 296 GT3, bevor er im März auf einen Mercedes-AMG GT3 von Winward Racing unter dem Banner von Verstappen Racing umstieg. Interessantes Detail: Verstappen hat den Vantage GT3 - also genau das Auto, das Stroll nun in Paul Ricard pilotieren wird - bereits mehrfach getestet.

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