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Formel 1 Alfa-Romeo-Launch

Überrollbügel schon auf 2024 angepasst: Alfa Romeo reagiert auf Zhou-Unfall

Alfa Romeo hat auf den Überschlag von Guanyu Zhou reagiert und seinen Überrollbügel schon an die Vorgaben von 2024 angepasst - Grunddesign bleibt aber

Überrollbügel schon auf 2024 angepasst: Alfa Romeo reagiert auf Zhou-Unfall

Alfa Romeo wird auch in der Formel-1-Saison 2023 auf sein einzigartiges Design des Überrollbügels setzen, hat diesen aber an die strikteren Belastungstests angepasst, die die FIA ab 2024 einführen möchte.

Ausgerechnet der Rennstall selbst hatte das Bauteil beim Rennen in Silverstone ins Rampenlicht rücken lassen. Guanyu Zhou überschlug sich am Start und sorgte für einige Diskussionen rund um die Überrollbügel, weil der Bügel des Chinesen dabei abbrach, was er eigentlich nicht tun sollte. Alfa Romeo war 2022 das einzige Team, das auf das von der FIA zugelassene Design setzte.

Es folgte eine Untersuchung seitens des Weltverbandes, bei der auch drei Meetings des Technischen Beratungskomitees abgehalten wurden, bei dem jedes Team eine Rolle spielt.

Eine der Schlussfolgerungen der FIA war, dass "der Wortlaut, wie er derzeit im Reglement steht, es den Teams erlaubt, ihre Überrollbügel mit Kräften zu homologieren, die durch einen niedrigeren Punkt wirken als vorgesehen. Dies kann dazu führen, dass der Überrollbügel geringeren Kräften standhält, als ursprünglich vom Reglement vorgesehen."

Für 2024 hat die FIA daher deutlich härtere Belastungstests angekündigt. Den Teams hat man dafür aber eine gewisse Reaktionszeit eingeräumt, weswegen es für die anstehende Saison erst einmal andere Maßnahmen gibt.

Für 2023 hat die FIA eine Änderung vorgeschrieben, die "eine abgerundete Oberseite des Überrollbügels erfordert, um die Gefahr zu verringern, dass er sich bei einem Unfall in den Boden eingräbt", sowie "eine Änderung, die eine Mindesthöhe für den Messpunkt des Homologationstests sicherstellt" und "die Schaffung eines neuen physischen Homologationstests, bei dem die Last den Überrollbügel nach vorne drückt".

Änderungen für 2023 zu spät

Alfa Romeo war der Meinung, dass eine Designänderung für 2023 zu spät kommt. Das Team hat jedoch nicht nur beschlossen, die Anforderungen für 2023 zu erfüllen, einschließlich einer stärker gekrümmten Spitze, sondern auch die für 2024 geplanten Belastungstests als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme durchzuführen.

"Wir werden einen völlig anderen Überrollbügel verwenden", sagt Technikchef Jan Monchaux gegenüber der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'.

"Es ist immer noch eine Klinge, denn als die Entscheidung getroffen wurde, die Regeln zu ändern oder zu optimieren, war dies zu einem Zeitpunkt, an dem wir bereits einige strategische Entscheidungen darüber getroffen hatten, was übertragbar ist und was nicht, und von denen wir nicht zurückkehren konnten, weil es Sommer war."

Alle anderen Teams seien in einer ähnlichen Situation gewesen. "Wir haben uns daher zwischen der FIA und den Teams darauf geeinigt, drei Schritte zu unternehmen."

"Der erste Schritt ist 2023, bei dem es sich hauptsächlich um eine geometrische Vorgabe handelt, um scharfe Kanten, die schneiden, und solche Dinge auf der Oberseite zu vermeiden, damit sich ein Überrollbügel in einer solchen Situation nicht so leicht in die Strecke eingräbt."

Alfa Romeo geht schon auf 2024er-Vorgaben

"Für 2024 gibt es einige zusätzliche Regeln und einige neue Belastungstests, die anspruchsvoller sind und die jeder bestehen muss", so Monchaux.

"Wir haben uns entschieden, die Form unseres Überrollbügels zu antizipieren und zusätzliches Gewicht zu investieren, um die Regeln für 2024 zu erfüllen. Da wir in den Unfall verwickelt waren, wollten wir nicht nur die Anforderungen von 2023 erfüllen, sondern wir haben bereits einen weiteren Schritt gemacht, um streng genommen für 2024 legal zu sein."

"Auch wenn wir in 2024 wahrscheinlich einen anderen Überrollbügel haben werden, haben wir uns extra Mühe gegeben, weil wir es mussten und uns unseren Fahrern gegenüber verpflichtet fühlten", betont er.

Bügel hat bei Zhou-Unfall seine Pflicht erfüllt

Monchaux räumt ein, dass die FIA die strengeren Tests bereits für 2023 für alle Teams zur Pflicht gemacht hätte, wenn der Zhou-Vorfall und die anschließende Untersuchung nicht so spät in der Saison stattgefunden hätten.

"Irgendwann muss man auch realistisch sein, man kann die Teams nicht im August dazu zwingen, ein Chassis für die nächste Saison zu überarbeiten. Das ist zu spät", sagt er. "Daher haben wir immer noch eine Klinge, aber es ist eine deutliche Veränderung zu dem, was wir hatten. Er ist glatter, dicker, stärker."

Der Technikchef betont dabei aber auch, dass der Überrollbügel beim Unfall von Zhou trotz Bruch seine Aufgabe erfüllt habe, was die Leute gerne vergessen würden: "Zhou hatte keine blauen Flecken. Und jetzt würde er seine Aufgabe noch besser erfüllen, sagen wir es mal so."

Mit Bildmaterial von Alfa Romeo.

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