Kurioser Plan: So wollte Silverstone im Alleingang die Formel 1 2020 retten

Kein Witz: Silverstone hatte der Formel 1 angeboten, in der Coronakrise über Monate hinweg bis zu zwölf Grands Prix auf seiner Strecke auszutragen

Kurioser Plan: So wollte Silverstone im Alleingang die Formel 1 2020 retten

"Wir hatten ihnen gesagt: 'Wir unterstützen euch, wie auch immer wir können.' Natürlich immer auf der Basis, dass es vernünftig möglich ist." Das sagt Silverstone-Streckenchef Stuart Pringle vor dem sogenannten Double Header der Formel 1 in Großbritannien. Und er verrät auch: Es hätten weitaus mehr Rennen in Silverstone stattfinden können.

"Irgendwann haben wir das Angebot gemacht, wir könnten die Strecke über Monate verfügbar machen. Es ging um die Frage, ob die Meisterschaft auch mit nur einem Austragungsort durchführbar gewesen wäre. Tatsächlich schien es ja mal, als könnte überhaupt nichts stattfinden", so erklärt Pringle.

Sein Team habe dann Folgendes vorgeschlagen: "Bringt die Rennställe aus Italien und der Schweiz sowie die Pirelli-Leute für ein paar Monate nach Silverstone und wir fahren dort zwölf Rennen und übertragen all das im Fernsehen - wenn es das ist, was ihr braucht?"

Mehrere "Double Header" an nur einem Ort

Die Formel-1-Verantwortlichen hätten die Idee zur Kenntnis genommen, seien aber nur wenig begeistert gewesen. "Man gab uns rasch zu verstehen, dass das wohl etwas langweilig werden würde", meint Pringle. "Es hieß dann aber: "Zwei Rennen wären wirklich eine Hilfe."

Tatsächlich besteht der Formel-1-Kalender 2020 in den ersten Saisonwochen aus zwei Mal Spielberg, einmal Budapest und zwei Mal Silverstone.

Pringle hält das für clever und meint: "Wenn du gleich innerhalb eines Monats die Hälfte der Rennen fährst, die du für deine Weltmeisterschaft brauchst [...], dann ist das ein gewaltiger Schritt."

Acht Rennen sind mindestens erforderlich, damit die Formel-1-Saison 2020 ihren WM-Status erhält. Laut den aktuellen Planungen werden es dieses Jahr aber mindestens 13 Rennen, vorbehaltlich weiterer Grands Prix, die bisher noch nicht bestätigt sind. Damit dürfte die Rennserie auch ihre TV-Verträge erfüllen können.

Mit Bildmaterial von LAT.

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