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Oscar Piastri verlor hinter dem Safety-Car den Sieg in Silverstone

Foto: Sutton Images

Der frühere Rennfahrer und heutige Formel-1-Experte Jolyon Palmer hat die Zeitstrafe gegen Oscar Piastri beim Grand Prix von Großbritannien als "hart" bezeichnet. Der McLaren-Pilot hatte während des Rennens in Silverstone eine Zehnsekundenstrafe erhalten, weil er sich hinter dem Safety-Car unberechenbar verhalten haben soll.

Piastri führte das Feld zu diesem Zeitpunkt an, bremste jedoch so stark, dass Max Verstappen ihn kurzzeitig überholte, dann aber wieder zurückfiel. Nachdem Piastri die Strafe abgesessen hatte, verlor er die Führung an seinen Teamkollegen Lando Norris, der daraufhin seinen ersten Heimsieg feiern konnte.

"Ich denke, da kommen mehrere Dinge zusammen. Aus meiner Sicht hat er nichts besonders Verwerfliches getan", erklärt Palmer im Podcast F1 Nation. "Er hat das Feld beim Neustart hinter dem Safety-Car offensichtlich etwas zusammengestaucht. Er hat mit einem vernünftigen Bremsdruck verlangsamt, aber ich sehe darin keinen gravierenden Verstoß."

"Er hat exakt dasselbe schon vier Runden vorher gemacht. Damals gab es hinten im Feld sogar etwas mehr Aufregung. Nico Hülkenberg war unzufrieden und musste ausweichen. Aber diese Szene hat sich die FIA nicht einmal angesehen."

"Offenbar war man dort nicht besonders erfreut und hat überlegt, ob man sie untersuchen sollte, hat es dann aber letztlich gelassen. Und dann gibt es vier Runden später für ein aus meiner Sicht harmloses Manöver eine derart empfindliche Strafe. Das ist hart."

"Und mal ehrlich: Wir verfolgen die Formel 1 jetzt schon eine ganze Weile: Könnt ihr euch erinnern, dass jemals ein Fahrer für so ein Vergehen bestraft wurde? Ich nicht. [...] George Russell wurde in Kanada nicht einmal untersucht, und das war ein vergleichbarer Fall. Red Bull hat Berufung eingelegt, die wurde abgeschmettert."

"Ich kenne keinen einzigen Fall, in dem ein Fahrer für sowas belangt wurde. Und dann verliert Oscar deswegen einen möglichen Heimsieg - wegen einer Szene, die hinten im Feld keinen echten Zwischenfall ausgelöst hat. Klar, Max hat ihn überholt, aber sie haben das sofort geregelt. Ich glaube nicht, dass da böse Absicht dahintersteckte. Es hat ihm keinen Vorteil verschafft. Und dennoch wird er bestraft. Ich kann seinen Frust nach dem Rennen gut nachvollziehen."

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