Unerlaubter Reifenwechsel: Trotzdem keine Strafe gegen Charles Leclerc

Bei Charles Leclerc lag in Spa ein Verstoß gegen Artikel 40.1 des Sportlichen Reglements vor, trotzdem gab es für den Ferrari-Fahrer keine Strafe

Unerlaubter Reifenwechsel: Trotzdem keine Strafe gegen Charles Leclerc

Artikel 40.1 des Sportlichen Reglements der FIA ist eigentlich eine klare Sache: Wenn der Start verschoben wird und sich ein Auto in der Startaufstellung befindet, dürfen keine Reifen gewechselt werden ("Tyre changing on the grid is not permitted during such a delay"). Ein Paragraf, der Charles Leclerc beim Grand Prix von Belgien beinahe zum Verhängnis geworden wäre.

Denn Ferrari hat, als das Feld noch auf den ersten Start wartete (der mit 25 Minuten Verspätung hinter dem Safety-Car erfolgt ist, bevor erneut für fast drei Stunden abgebrochen wurde), bei Leclerc Reifen gewechselt. Eigentlich ein klarer Regelverstoß.

Aber: "Das Team hat den Fehler innerhalb von Minuten korrigiert, bevor das Auto aus der Startaufstellung losfuhr. Daher handelt es sich zwar um einen Regelverstoß, aber wir sprechen keine Strafe aus, weil der Regelverstoß korrigiert wurde", schreiben die FIA-Rennkommissare in ihrer Begründung des Urteils "No penalty imposed" (keine Strafe ausgesprochen).

Für Leclerc hätte eine etwaige Strafe durchaus einen Unterschied gemacht. Der Ferrari-Pilot wurde im Alibirennen nach einer Runden als Achter gewertet und kassierte dafür zwei WM-Punkte. Die wären mit Strafe weg gewesen.

Das ändert nichts dran, dass Spa 2021 für Ferrari so oder so kein erfolgreiches Rennwochenende war. "Eine unserer Schwächen ist das Nasse. Das hat sich am Samstag gezeigt", sagt Leclerc und fordert: "Daran müssen wir arbeiten. Das wissen wir, und das ist der Plan für die nächsten paar Wochen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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