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Unfall am Ende der Outlap: Kubica braucht neues Chassis

Williams ist in einem Rennen gegen Zeit, um ein neues Auto für Robert Kubica aufzubauen - Kevin Magnussen crasht in selbiger Kurve und bekommt neues Getriebe

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Unfall am Ende der Outlap: Kubica braucht neues Chassis

Die gefürchtete letzte Kurve hat in Suzuka wieder zugeschlagen: Der eigentlich so harmlos ausschauende Vollgas-Rechtsknick, in dem Timo Glock vor zehn Jahren einen furchterregenden Unfall hatte, hat wieder zwei Opfer gefordert.

Im Qualifying zum Großen Preis von Japan 2019 verloren sowohl Robert Kubica als auch Kevin Magnussen die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und schlugen in die Bande ein. Kubica war noch auf seiner Outlap und holte gerade Schwung für die schnelle Runde.

Er geriet wie einst Glock zu weit nach links, allerdings wesentlich später als der damalige Toyota-Pilot. Auf dem Gras war schlicht kein Grip mehr, um das Auto wieder auf den Asphalt zu manövrieren. Der Williams FW42 des Polen wurde dabei so schwer beschädigt, dass Williams ein neues Chassis aufbauen muss.

 

Der Traditionsrennstall befindet sich in einem Rennen gegen die Zeit, denn um 7:10 Uhr MESZ startet das Rennen. "Wir haben alle Teile da, aber ein Chassiswechsel erfordert eine Menge Arbeit", sagt eine Williams-Sprecherin. "Es wird eng, aber sie tun, was sie können."

"Vielzahl von Faktoren" führte zu Crash

Kubica erklärt seinen Ausritt gegenüber 'Sky': "Es war ein hoher Preis für einen relativ kleinen Ausritt. Mehrere Faktoren haben zusammengespielt. Ich bin mit dem [linken] Hinterrad leicht neben die Strecke gekommen und und die Mauer kam extrem schnell. Der Platz ist dort sehr begrenzt."

Kubica, der Williams am Ende der Saison verlassen wird, übt unterschwellige Kritik am Team: "Es waren verschiedene Faktoren, aber ich will nicht zu sehr ins Detail gehen. Das ist bereits losgegangen, als das Qualifying noch gar nicht gestartet war."

 

Magnussens Abflug gestaltete sich etwas anders: Der Däne drehte sich bereits mitten in der Kurve um die eigene Achse - womöglich hatte ihn eine Windböe erwischt. Er machte den Fehler, während der Rückwärtsfahrt nach rechts zu lenken, womit das Auto rückwärts in die Mauer einschlug. Er konnte das beschädigte Fahrzeug an die Box schleppen, trat im Qualifying aber nicht mehr an.

Die gesamte Crash-Struktur im Heck des Haas-VF19 wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen und muss getauscht werden. Dabei bekommt er auch ein neues Getriebe, was eine Rückversetzung um fünf Plätze in der Startaufstellung bedeutet. Da er aber als Vorletzter in die Wertung eingegangen ist und Kubica wegen des Chassiswechsels aus der Boxengasse startet, bleibt die Strafe wirkungslos.

Ein weiteres Team in einem Rennen gegen die Zeit ist Renault. An Nico Hülkenbergs Fahrzeug muss das Hydrauliksystem gewechselt werden, das ihn in Q2 eliminierte.

Mit Bildmaterial von LAT.

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