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Unsicherer Williams? Warum Alexander Albon keine weitere Strafe bekam

Alexander Albon entgeht beim Grand-Prix in Imola einer weiteren Strafe - Sein Rennen ist nach einem Problem beim ersten Boxenstopp allerdings früh gelaufen

Unsicherer Williams? Warum Alexander Albon keine weitere Strafe bekam

"Ich bin nur herumgefahren und habe experimentiert", fasst Alexander Albon seinen Großen Preis der Emilia-Romagna 2024 relativ treffend zusammen. Denn nach einem Problem beim ersten Boxenstopp war das Rennen in Imola für ihn nach gerade einmal acht Runden gelaufen.

Der rechte Vorderreifen war nach dem Stopp nicht richtig fest, sodass Albon im Schneckentempo an die Box zurückkommen musste und anschließend nicht nur Letzter war, sondern für die Freigabe des Autos in einem unsicheren Zustand auch noch eine Stop-and-Go-Strafe kassierte.

Albon selbst berichtet: "Ich habe [das Problem] nicht gespürt, als ich aus der Box kam. Aber sobald ich den Begrenzer ausschaltete, gab es eine Art Vibration und ich wusste, dass etwas nicht stimmte." Damit war sein Schicksal besiegelt und das Rennen gelaufen.

 

Tatsächlich drohte Albon (neben der Zehn-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe) sogar noch weiterer Ärger, weil er den Williams anschließend nicht abstellte sondern noch eine komplette weitere Runde drehte. Die Rennkommissare leiteten deshalb eine zweite Untersuchung ein.

Albon: Konnte sehen, dass das Rad halten würde

Aus dieser kam Albon dann allerdings straffrei heraus, denn die Rennkommissare erklären in ihrem Urteil:

"Die Stewards akzeptierten Albons Erklärung, die durch ein Video aus dem Auto gestützt wurde, dass er zwar wusste, dass mit dem Auto etwas nicht stimmte, dass es aber von seiner Position aus nicht nach einem klassischen losen Rad aussah, das nicht von der Radmutter festgehalten wurde."

Albon selbst erklärt: "Wenn ich um die Kurve fuhr, konnte man sehen, ob der Reifen abfallen würde. Aber er ging nur bis zu einem bestimmten Punkt und blieb dann stehen. Ich konnte sehen, dass es ziemlich sicher war. Der Reifen hat sich nur etwa zehn Millimeter bewegt."

Daher habe er das Auto nicht abgestellt, "weil [das Rad] noch immer fest war." Zudem gab es auch vom Team keine Aufforderung, das Auto abzustellen. Im Urteil der Rennkommissare heißt es weiter:

"Das Team gab ihm grünes Licht für die Ausfahrt aus der Box und funkte ihn nicht an, da es zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, dass das Rad lose war. Vielmehr hörte Albon ein metallisch schabendes Geräusch, meldete, dass etwas nicht stimmte, und fuhr das Auto vorsichtig an die Box."

"Die Rennkommissare waren sich einig, dass dies in einer sicheren und angemessenen Weise geschah, ohne einen anderen Teilnehmer zu beeinträchtigen, und dass der Fahrer das Auto nicht in dem Wissen fuhr, dass es sich in einem unsicheren Zustand befand. Die Stewards ergreifen keine weiteren Maßnahmen."

Verlorenes Rennen für einige Experimente genutzt

In der Tat geht aus dem Funkverkehr hervor, dass Williams zunächst keine Ahnung von dem Problem hatte. Unmittelbar nach dem Stopp funkt Renningenieur James Urwin: "Pass auf die weiße Linie am Ausgang auf." Ein Standardhinweis nach einem Boxenstopp.

Erst nach der Boxenausfahrt meldet Albon ein "Problem" und funkt, dass der Reifen vorne rechts nicht richtig drauf sei. Urwin bestätigt das, fordert Albon aber nicht zum Anhalten auf. Stattdessen funkt er kurz danach: "Hinter dir ist alles frei, eine Lücke von 20 Sekunden zu Verstappen."

Danach gibt es weitere Updates zur Situation hinter ihm, aber nie die Bitte, das Auto abzustellen. Kurz vor Ende der Runde funkt Urwin: "Wir werden stoppen und die Mediums aufziehen." Anschließend geht es für Albon endlich im Renntempo weiter - allerdings bereits mit einer Runde Rückstand.

Der Williams-Pilot berichtet: "Wir haben [danach] nur ein paar Dinge ausprobiert. Wir wollten herausfinden, wie sich das Auto beim Bremsen anfühlt." Man habe etwas "herumgespielt", und es sei "okay" gewesen, so Albon, der sein Auto schließlich zwölf Runden vor Schluss abstellte.

Weiter punktlos: Warum Albon nicht in Panik verfällt, ...

Weil auch Teamkollege Logan Sargeant nur 17. wurde, ist Williams nach dem siebten Rennen der Formel-1-Saison 2024 weiter ohne WM-Punkt. Albon, der seinen Williams-Vertrag erst in dieser Woche langfristig verlängert hat, betont jedoch, dass er den Kopf deswegen nicht in den Sand stecke.

"Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie meine Rennpace war. Aber ich war ganz gut dabei. Ich befand mich im Niemandsland. Nach dem Problem hatte ich keine Reifen mehr übrig, aber in meinem Kopf ist das kein Grund zum Trübsal blasen. Wir haben einen Plan", stellt er klar.

Sorgen würde er sich nur dann machen, "wenn wir keinen Plan hätten", stellt er klar und erklärt, dass zumindest auch die anderen Teams im Mittelfeld aktuell nicht übermäßig viele Punkte holen würden. Das sei immerhin ein kleiner "positiver" Aspekt für Williams.

"Es ist also nicht so, dass wir [in der WM] zurückfallen und den Rückstand nicht aufholen können", so Albon. Tatsächlich scheinen lediglich die Racing Bulls mit jetzt 20 Punkten etwas enteilt zu sein. Haas (7 Punkte), Alpine (1) und Sauber (0) sind noch in Schlagdistanz.

"Wenn man sich das vergangene Jahr ansieht, sind wir in der gleichen Position", erinnert Albon, denn damals war Williams mit nur einem Punkt nach sieben Rennen sogar WM-Letzter - beendete die Saison aber schließlich noch auf Rang sieben. Das macht Albon Hoffnung.

... für Monaco aber trotzdem keine großen Hoffnungen hat

Während es damals ein großes Update beim achten Saisonrennen in Kanada war, das Williams einen Sprung nach vorne ermöglichte, ist es aktuell das Gewicht des Autos, das dem Traditionsteam noch Kopfschmerzen bereitet. In Imola hat man nun damit begonnen, dieses etwas zu reduzieren.

Laut Albon habe sich das im Qualifying auch schon bemerkbar gemacht. Er weiß allerdings auch: "Während wir das Gewicht reduzieren, rüsten andere weiter auf." Deswegen wird es kein Selbstläufer werden, in der Hackordnung nach vorne zu kommen.

Zumal der kommende Grand Prix in Monaco in den Vorjahren regelmäßig ein Angstrennen für Williams war. "Es war noch nie eine Strecke, auf der wir gut waren. Eigentlich war es eine Strecke, auf der wir uns immer schwer getan haben", erinnert Albon.

Denn in der Tat konnte Williams in den vergangenen fünf Rennen im Fürstentum keinen einzigen Zähler einfahren. Den letzten Monaco-Punkt für das Traditionsteam aus Grove holte im Jahr 2017 noch ein gewisser Felipe Massa, der damals Neunter wurde.

Albon selbst schaffte es dementsprechend in seiner Formel-1-Karriere in Monaco auch nur ein einziges Mal in die Top 10. In seiner Debütsaison 2019 wurde er beim Traditionsrennen Achter für das damalige Toro-Rosso-Team.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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