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Updates Montreal: Alle Details zu den Neuerungen bei Mercedes

Das mit großer Spannung erwartete Mercedes-Update ist da: Was neu ist am W17 von Antonelli und Russell - und was sich Mercedes davon verspricht

Updates Montreal: Alle Details zu den Neuerungen bei Mercedes

Mercedes W17 beim Grand Prix von Kanada 2026 mit Markierungen für die Updates

Foto: Getty Images

Nachdem die meisten Formel-1-Teams bereits in Miami viele technische Updates eingesetzt haben, ist jetzt beim Grand Prix von Kanada 2026 in Montreal (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) WM-Spitzenreiter Mercedes am Zug: Das deutsche Werksteam rüstet den W17 von Kimi Antonelli und George Russell erstmals in diesem Jahr im großen Stil mit neuen Teilen aus: Das offizielle Update-Dokument der FIA nennt acht einzelne Positionen.

Mercedes verfolgt in Montreal einen sehr technisch ausgearbeiteten Ansatz mit Fokus auf Strömungsstabilität und effizienterer Unterboden-Anströmung. Besonders auffällig ist, dass praktisch alle Updates miteinander verbunden sind und denselben Zweck verfolgen: stabilere Luftstrukturen erzeugen, die den Unterboden und das Heck über ein größeres Betriebsfenster hinweg effizient arbeiten lassen.

Die wichtigste Änderung betrifft den Frontflügel. Mercedes hat die äußeren Flügelelemente abgesenkt und stärker mit dem Hauptprofil verbunden. Zusätzlich wurden neue Luftleitelemente integriert.

Solche Lösungen dienen dazu, kräftigere und robustere Wirbelstrukturen zu erzeugen. Diese Luftwirbel stabilisieren die seitliche Abdichtung des Unterbodens und transportieren den Luftstrom kontrollierter entlang der Fahrzeugflanken zum Heck.

Der zweite große Schwerpunkt liegt auf dem Unterboden. Neue seitliche Luftleitelemente, zusätzliche Einschnitte im äußeren Unterboden sowie ein überarbeitetes Diffusordach sollen den Luftstrom unter dem Auto stabilisieren und lokale Strömungsablösungen verhindern. Besonders die Änderungen am Diffusor deuten darauf hin, dass Mercedes versucht, die Hecklast konstanter und berechenbarer zu machen.

Ergänzt wird das Paket durch neue Winglets an der Hinterachse, die den Luftstrom im Bereich der Hinterräder besser kontrollieren sollen. Diese Zone ist aerodynamisch besonders kritisch, weil die Hinterräder starke Turbulenzen erzeugen. Mercedes versucht offensichtlich, diese Störungen sauberer vom Diffusor fernzuhalten.

Insgesamt wirkt das Paket wie ein gezielter Versuch, die Sensibilität des Autos gegenüber wechselnden Fahrzuständen zu reduzieren und gleichzeitig die Effizienz des Unterbodens zu steigern.

Auch McLaren hat Updates dabei - schon wieder

Doch Mercedes ist nicht das einzige Topteam mit vielen technischen Neuerungen. Auch McLaren hat nachgelegt: Unmittelbar nach seinem großen Miami-Upgrade hat der Rennstall sieben weitere Bereiche modifiziert. Auffällig dabei ist vor allem, wie eng Frontflügel, Chassis und Heck aufeinander abgestimmt wurden.

Der neue Frontflügel soll die Luftströmung über unterschiedliche Fahrzustände hinweg stabiler machen. Dabei geht es weniger um maximalen Abtrieb als um eine konstantere Lastverteilung, besonders beim Einlenken und in wechselnden Fahrzeughöhen.

Parallel dazu hat das Team Teile der Verkleidung verändert. Zusätzliche Kühlauslässe verbessern nicht nur das Temperaturmanagement unter der Motorhaube, sondern beeinflussen auch die Luftführung zum Heck. McLaren versucht hier offensichtlich, den Unterboden effizienter zum Arbeiten zu bringen und das Heck zu stabilisieren. Dazu passen Änderungen an den Unterboden-Außenkanten, die den Effekt verstärken.

Interessant ist außerdem das neue Halo-Winglet. Solche kleinen Aero-Anbauten dienen meist dazu, die Luftströmung rund um Cockpit, Airbox und Motorhaube sauberer zu organisieren. McLaren scheint hier gezielt an der Qualität des Luftstroms zu arbeiten, der anschließend in Richtung Heckflügel weiterläuft.

Lando Norris im McLaren MCL40 in Montreal - mit neuem Halo-Winglet

Lando Norris im McLaren MCL40 in Montreal - mit neuem Halo-Winglet

Foto: LAT Images

Abgerundet wird das McLaren-Paket durch überarbeitete Heckflügel-Endplatten und neue Verkleidungen an der Hinterradaufhängung. Beide Maßnahmen sollen lokale Strömungsabrisse reduzieren und die Lastverteilung am Heck verbessern. Insgesamt wirkt das Update daher wie ein großer Schritt zur Verbesserung der Aero-Konsistenz und Fahrzeugstabilität.

Feinabstimmung bei Red Bull, mehr nicht

Während Ferrari als einziges Topteam auf Updates verzichtet, hat Red Bull den RB22 leicht angepasst. Es handelt sich um kleine Änderungen, die für mehr Effizienz sorgen sollen.

Die überarbeiteten Frontflügel-Flaps sollen den verfügbaren Aerobalance-Bereich verschieben. Damit kann Red Bull das Verhältnis zwischen Abtrieb an der Vorder- und an der Hinterachse flexibler an unterschiedliche Streckentypen anpassen. Besonders auf einer Strecke wie Montreal, die harte Bremspunkte mit langsamen Richtungswechseln kombiniert, ist eine präzise Balance beim Einlenken entscheidend.

Weitere Modifizierungen am vorderen Unterboden sollen für mehr Abtrieb sorgen und den Luftstrom hin zum Diffusor stabilisieren. Ergänzt wird das Red-Bull-Paket durch im Vergleich zu Miami kleinere Kühlschlitze in der Verkleidung, weil es in Montreal deutlich kühler ist.

Die weiteren Miami-Updates im Feld

Williams konzentriert sich hauptsächlich auf Bremskühlung und die Luftströmung rund um die Vorderachse. Neue Bremsschächte und geänderte Aufhängungsverkleidungen sollen den Luftfluss sauberer zum Unterboden führen. Zusätzlich testet das Team eine neue Auspuff-Positionierung, um die Aerodynamik im Heckbereich effizienter anzuströmen.

Racing Bulls bringt ein zusammenhängendes Unterboden- und Heckpaket. Ein neuer Unterboden, geänderte Winglets an der Hinterachse sowie Anpassungen am Beam-Wing sollen vor allem den Heckabtrieb steigern und die Strömungsqualität im Diffusorbereich verbessern.

Haas präsentiert eines der aggressivsten Upgrade-Pakete des Wochenendes. Neue Seitenkästen, ein stark überarbeiteter Unterboden und Änderungen an der Hinterradaufhängung sollen energiereichere Luft effizienter unter das Auto leiten. Das Team versucht damit offensichtlich, deutlich mehr Performance aus dem Ground-Effect-Konzept zu generieren.

Esteban Ocon im modifizierten Haas VF-26 beim Grand Prix von Kanada 2026

Esteban Ocon im modifizierten Haas VF-26 beim Grand Prix von Kanada 2026

Foto: LAT Images

Audi kombiniert größere Bremskühlungen mit einem neuen Diffusor und zusätzlichen Kühlschlitzen in der Verkleidung. Ziel ist eine bessere Kühlung ohne aerodynamische Einbußen sowie zusätzlicher Heckabtrieb.

Alpine bringt zwar nur zwei Updates, diese sind jedoch bedeutend: Ein komplett neuer Unterboden soll die gesamte Aero-Effizienz verbessern, während Anpassungen am Heckflügel die Balance ergänzen.

Cadillac konzentriert sich auf neue Bremskühlungen sowie kleine Diffusor-Änderungen, um die Hinterachslast zu steigern und gleichzeitig die thermischen Anforderungen der Strecke abzudecken.

Neben Ferrari hat auch Aston Martin keine Updates bei der FIA eingereicht.

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