Updates Silverstone: Warum Williams seine Neuerungen kleinredet
Während viele Teams ihre Heckpartien überarbeiten, setzt Williams in Silverstone auf einen neuen Frontflügel - und spricht bewusst nicht von einem Befreiungsschlag
Carlos Sainz im modifizierten Williams FW48 in Silverstone 2026
Foto: Getty Images
Nach bisher nur elf Punkten aus den ersten acht Rennwochenenden versucht Williams seine Saison 2026 mit einem technischen Update in Silverstone zurück auf Kurs zu bringen. Doch vor dem Grand Prix von Großbritannien 2026 (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) redet Teamchef James Vowles die Neuerungen am FW48 von Alexander Albon und Carlos Sainz bewusst klein.
Bei Sky sagte Vowles, das Frontflügel-Update sei "einfach ein weiterer Schritt in die richtige Richtung" und eröffne Williams "deutlich mehr Möglichkeiten" bei der Fahrzeugbalance. Im Freien Training habe sich das Auto bereits "besser" verhalten, "aber es reicht noch nicht aus. Es liegt immer noch viel Arbeit vor uns", sagte Vowles.
Kurzfristig werde das Auto trotz der neuen Teile nicht wesentlich schneller. Abhilfe werde erst die bereits angekündigte "B-Version" des FW48 schaffen, die in Baku debütieren soll. "Bis dahin verbessern wir unser Auto zwar im Detail, aber diese Steigerungen sind nicht groß genug, um im Mittelfeld einen entscheidenden Schritt nach vorne zu machen", sagte Vowles.
Die einzelnen Updates der Teams für Silverstone
Für Silverstone hat Williams den kompletten Frontflügel überarbeitet: neue Geometrie, veränderte Flügelprofile und angepasste seitliche Endplatten. Damit will Williams mehr Anpressdruck an der Vorderachse erzeugen und für eine bessere Anströmung der weiteren aerodynamischen Oberflächen sorgen.
Mit seinem Frontflügel-Update liegt Williams allerdings nicht im Trend für Silverstone: Die meisten technischen Neuerungen erfolgten an diesem Wochenende im Heckbereich der Fahrzeuge. Red Bull setzt beispielsweise veränderte Winglets an der Hinterachse ein, genau wie Ferrari. Ferrari hat zudem seine Kühlkapazitäten in diesem Bereich optimiert.
Haas ist mit einem komplett neuen Heckflügel nach Großbritannien gereist. Auffallend daran sind vor allem die seitlichen Endplatten, die jetzt über klare Konturen in der Oberfläche verfügen. Das soll zusätzlichen Abtrieb generieren. Mehr Abtrieb haben auch McLaren und Racing Bulls im Sinn mit ihren Unterboden-Updates.
Mit Alpine, Aston Martin, Audi, Cadillac und Mercedes haben fünf von elf Teams keine technischen Updates im offiziellen Dokument des Automobil-Weltverbands (FIA) hinterlegt. Trotzdem könnten diese Teams neue Teile dabeihaben: Trotzdem könnten diese Teams neue Komponenten dabeihaben: Teile, die zum Beispiel leichter wurden, aber äußerlich unverändert geblieben sind, müssen nicht als Update eingereicht werden.
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