Valtteri Bottas: Alfa Romeo 2023 ist mehr Allrounder als 2022

Valtteri Bottas setzt große Hoffnungen in den neuen Alfa Romeo C43, der die Schwächen seines Vorgängers ausgemerzt haben soll

Valtteri Bottas: Alfa Romeo 2023 ist mehr Allrounder als 2022
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Wird der neue Alfa Romeo C43 ein ähnlicher Erfolg wie sein Vorgänger - oder sogar noch besser? Mit dem C42 konnte der Sauber-Rennstall Platz sechs und damit die beste WM-Platzierung des Schweizer Formel-1-Teams seit 2012 einfahren.

Valtteri Bottas hat die Hoffnung, dass dem Team mit dem neuen Auto ein Sprung nach vorne gelungen ist: "Ich habe das Gefühl, dass dieses Auto, zumindest von den Zahlen im Simulator her, eher ein Allrounder ist, als nur schnell auf den langsamen Strecken", sagt der Finne über sein neues Dienstgefährt.

Der Vorgänger hatte hingegen starke Probleme im Highspeed-Bereich und konnte dort nicht so stark performen. "Theoretisch sollte das viel besser sein", kündigt Bottas an.

Der C43 ist dabei eine Evolution des Vorgängermodells, das eine zweigeteilte Saison erlebte. Vor allem in der ersten Saisonhälfte war Alfa Romeo stark unterwegs und konnte einen Großteil seiner Punkte in den ersten neun Saisonrennen einfahren. In der zweiten Saisonhälfte lief hingegen lief nicht mehr viel zusammen.

Gerade einmal vier Punkte konnten Bottas und Teamkollege Guanyu Zhou in den letzten 13 Saisonrennen holen. Mit Müh und Not konnte man sich gerade noch punktegleich vor Aston Martin auf Platz sechs ins Ziel schleppen.

Zuverlässigkeitsprobleme behoben?

Das lag auch an einer schlechten Zuverlässigkeit - vor allem bei Bottas, der in jenen 13 Rennen fünfmal nicht ins Ziel kam. Das lag aber nicht unbedingt nur an Alfa Romeo selbst, sondern auch an der Power-Unit von Ferrari, die einige Male Probleme machte.

Doch Bottas ist zuversichtlich: "Was wir von der Power-Unit-Seite gehört haben, sieht erst einmal positiv aus", sagt er. "Aber das sind zu diesem Zeitpunkt nur irgendwelche Zahlen", will er den Saisonstart abwarten.

Apropos Saisonstart: Dem fiebert der Finne mittlerweile entgegen, nachdem er sich im Winter gut erholt hat und eine Auszeit genommen hat. Wobei Auszeit wohl recht hochgegriffen ist: Der Alfa-Romeo-Pilot ist viel rumgekommen und hat sich dabei meistens sportlich betätigt. Und mit Australien oder Neuseeland war er auch nicht gerade um die Ecke.

Doch das war aus seiner Sicht auch gut: "Australien und Neuseeland sind ein guter Ort für eine Auszeit, weil dich niemand erreichen kann. In einer komplett anderen Zeitzone zu sein, ist gut", sagt er. "Ich habe viel gesehen und viel erlebt, und gleichzeitig war es ein gutes Training", ist er mit seinem Urlaub zufrieden.

Nach der Auszeit ist vor der Saison

Gut fand er dabei auch, dass die Saison wegen der Fußball-WM nicht ganz so lange ging wie in den vergangenen Jahren: "Der größte Unterschied war, dass ich am 1. Dezember schon weg war, was ich zuvor noch nie hatte", so Bottas. "Und früher hatte ich eigentlich auch keine freien Tage, selbst wenn ich freie Tage hatte."

"Es war einfach eine längere Auszeit als sonst, aber ich muss auch das Beste daraus machen, denn jetzt geht es wieder los", sagt er. Doch das ist für ihn auch gut: "Wie jedes Jahr ist es dasselbe, man wird immer aufgeregter, bevor man das neue Auto fahren darf."

"Natürlich werde ich immer auf dem Laufenden gehalten, wie die Dinge laufen, was es Neues gibt, und ich bin sehr daran beteiligt. Und ich kann es kaum erwarten, es auszuprobieren, wie es sich anfühlt", so Bottas. "Wir haben es natürlich schon im Simulator ausprobiert, aber ich meine es im echten Leben auszuprobieren."

"Wir haben alle große Hoffnungen für die Saison. Aber man weiß ja nie, wie innovativ andere Teams sind."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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