Valtteri Bottas: Darum hat er in der ersten Kurve zurückgezogen

Valtteri Bottas verzichtete in Kurve 1 des Sprints in Silverstone auf ein Risikomanöver gegen Lewis Hamilton - "Viel Respekt" vor dem Teamkollegen

Valtteri Bottas: Darum hat er in der ersten Kurve zurückgezogen

Als einer von nur vier Fahrern ging Valtteri Bottas mit den weichen Reifen in das Sprintqualifying in Silverstone. Die Hoffnung, damit am Start an Max Verstappen vorbeizukommen, erfüllte sich beim Finnen und seinem Mercedes-Team aber nicht.

Stattdessen wäre er beinahe in die Situation gekommen, seinen Teamkollegen Lewis Hamilton in Kurve 1 angreifen zu können. Der von Platz eins aus gestartete Brite kam überhaupt nicht gut weg und musste schon nach wenigen Metern Verstappen passieren lassen. Bottas kam dicht heran, hielt sich aber zurück und ließ Hamilton gewähren.

Schnell kam natürlich die Frage auf, ob Bottas auch gegen jeden anderen Fahrer zurückgezogen hätte. Der 31-Jährige macht gar keinen Hehl daraus, dass es einen Unterschied macht, ob man ein möglicherweise riskantes Manöver gegen den Teamkollegen versucht oder gegen einen anderen Piloten.

Bottas gibt zu: Wollte nichts ruinieren

"Natürlich, wenn wir als Teamkollegen gegeneinander fahren, dann ist das Letzte, was wir wollen, zu crashen - besonders im Sprintqualifyiing, wenn das Hauptrennen erst am Sonntag ist. Natürlich fährt man gegen seinen Teamkollegen etwas anders. Man hat viel Respekt und will nichts ruinieren", sagt Bottas.

Die Situation in der ersten Kurve sei aber insgesamt nicht so einfach gewesen. "Ich war an einer schwierigen Stelle", so Bottas. "Natürlich hatte ich ein gutes Momentum in Kurve 1, war dann aber eingeklemmt. Ich hatte solche Situationen schon vorher. Plötzlich bekommt man Untersteuern, man muss zurückziehen und dann sieht es nach einem größeren Lupfer aus als es wirklich war", erklärt er.

Danach ging es für Bottas nur noch darum, seine roten Reifen über die 17 Runden zu bringen. "Nach den ersten drei Kurven dachte ich, okay, ich versuche dranzubleiben, aber das Wichtigste ist, die Reifen nicht zu zerstören", schildert er.

Hinter ihm war Charles Leclerc im Ferrari auf den Mediums unterwegs und wartete nur darauf, dass die weichen Reifen bei Bottas in die Knie gehen. Doch Bottas schaffte es, den dritten Platz ins Ziel zu bringen. Allerdings haderte Bottas mit der verpassten Chance, die weichen Reifen am Start besser nutzen zu können. "Es ist schade, dass es sich nicht ausgezahlt hat", so der Finne.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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