Valtteri Bottas offen: Warum er die Top-Teams jetzt ganz anders sieht
Bottas berichtet von einer Saison mit inkonsistentem Auto, Set-up-Problemen und wenig Rhythmus - Und erklärt, wie sehr ihn die Struktur der Topteams beeindruckt
Valtteri Bottas schätzt die Arbeit der Top-Teams nun mehr
Foto: LAT Images
Valtteri Bottas hat kürzlich in einem Interview über seine Erfahrungen im neuen Team geäußert und dabei betont, wie sehr er nun die Arbeitsweise etablierter Topteams zu schätzen weiß.
Der Finne spricht von einer intensiven Entwicklungsphase mit zahlreichen Herausforderungen und technischen Problemen, die den Aufbauprozess begleiten.
Bottas beschreibt, dass ihm zwar bewusst gewesen sei, dass ein solcher Umbruch Zeit brauche, ihn die Vielzahl an Problemen im Detail aber dennoch überrascht habe.
Wertschätzung für die Abläufe der Topteams
"Ich wusste, dass wir diese Phase durchlaufen müssen, und es gab viel Problemlösung. Vielleicht sogar mehr, als ich erwartet hatte, aber ich wusste grundsätzlich, worauf ich mich einlasse. Absolut, es lässt mich die großen Teams wirklich schätzen, wie gut dort alles funktioniert", sagt Bottas.
Besonders beeindruckt zeigt er sich von den Abläufen in den Spitzenteams der Formel 1. Viele Prozesse im Hintergrund seien dort so eingespielt, dass sie im Alltag kaum auffallen.
"Man denkt über viele Dinge nicht nach, wenn man in einem Team ist, das einfach perfekt funktioniert. Im Hintergrund passiert so viel, die Vorbereitung, die Problemlösung. Das haben diese Teams über viele Jahre aufgebaut und es läuft immer weiter", erklärt er weiter.
Schwierige Phase mit inkonsistentem Auto
Auch sportlich beschreibt Bottas eine bislang schwierige Saisonphase. Vor allem die Inkonsistenz des Autos und wechselnde Set-ups würden es erschweren, konstant Leistung abzurufen. Zudem fehle es durch größere Pausen zwischen den Rennen teilweise an Rhythmus und Fahrpraxis.
"Das Auto fühlt sich oft anders an als erwartet. Auch am Anfang des Jahres haben uns große Abstände zwischen den Rennen und wenig Zeit auf der Strecke nicht geholfen. Ich hoffe, dass wir jetzt einen besseren Rhythmus finden und die Probleme besser verstehen", so Bottas.
Probleme zwischen Simulator und Strecke
Ein weiteres Problem sieht er im Vergleich zwischen Simulator und Realität. Die Abstimmung passt noch nicht ausreichend, wodurch nach dem ersten Freien Training häufig größere Set-up-Änderungen notwendig sind.
"Ein Teil der Simulator-Arbeit stimmt noch nicht wirklich mit dem überein, was wir auf der Strecke sehen. Deshalb beginnen wir oft schon nach FP1 mit großen Anpassungen", erklärt der Finne.
Im Gesamtbild beschreibt Bottas die aktuelle Phase als wichtigen Lernprozess für das gesamte Projekt. Fortschritte seien erkennbar, dennoch liege noch viel Arbeit vor dem Team.
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