Valtteri Bottas: Red Bull muss nicht überall so stark sein wie in Spielberg

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas hofft, dass seine Mannschaft nach zwei schwierigen Wochenenden in Österreich beim Heimrennen in Silverstone wieder zurückschlägt

Valtteri Bottas: Red Bull muss nicht überall so stark sein wie in Spielberg

Fünf Rennen in Folge blieb das Mercedes-Team in der Hybridära noch nie sieglos - bis zur Saison 2021. Red Bull scheint die Dominanz der Serienweltmeister zumindest vorübergehend gebrochen zu haben. Seit dem Grand Prix von Monaco standen Lewis Hamilton und Valtteri Bottas nicht mehr auf dem obersten Treppchen. Der Finne hofft auf eine baldige Trendwende.

"Es ist eine Herausforderung." Mit diesen Worten beschreibt Bottas den Kampf in der Weltmeisterschaft in diesem Jahr. "Aber", fügt er hinzu, "wir sind nun zwei Wochen auf derselben Strecke gefahren und Red Bull ist [auf diesem Kurs] klar schneller."

Nachsatz: "Das könnte auf anderen Strecken anders sein." Die Rennstrecke in der Steiermark bringe die Stärken des RB16B zur Geltung, so Bottas. Vor allem auf den langen Geraden zogen ihm Max Verstappen und Sergio Perez davon. "Aber sie sind anderswo auch nicht langsam."

In Silverstone hofft das Mercedes-Team auf eine Trendumkehr. Das Weltmeisterteam hat in den vergangenen Wochen im Hintergrund hart gearbeitet, um den Pace-Nachteil auszumerzen. Beim Heimrennen der Mannschaft in Großbritannien wird am W12 daher auch ein Update eingeführt.

"Silverstone ist eine komplett andere Strecke, dort gibt es viel mehr schnelle Kurven. Wir werden sehen. Wir haben ein paar neue Teile geplant. Ich denke, danach wird es aber ruhig werden", befürchtet Bottas. Toto Wolff hat bereits angekündigt, dass der Fokus in der Entwicklung ganz auf 2022 gelegt wurde.

Mercedes kommt mit guten Erinnerungen zur Traditionsrennstrecke: Sieben der vergangenen neun Rennen konnte die Truppe in Silverstone gewinnen. Beobachter erwarten daher einen Pflichtsieg von Hamilton vor Heimpublikum, um den Rückstand von aktuell 32 WM-Zählern zu verringern.

"Ich denke, es wäre vielversprechend, wenn wir einen Schritt nach vorne machen und den Rückstand schließen könnten", weiß auch Bottas. "Aber wenn man sich die beiden Wochenenden [in Österreich] ansieht, dann haben wir gute Schadensbegrenzung betrieben [im Duell] gegen Red Bull."

Der Finne selbst konnte auf dem Traditionskurs noch nie gewinnen, Teamkollege Hamilton hingegen bereits siebenmal. "Wir werden weiterhin so hart wie möglich pushen - aber wir wissen, dass es schwierig wird." Denn der letzte Sieger in Silverstone, beim 70-jährigen Jubiläum im Vorjahr, hieß: Max Verstappen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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