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Valtteri Bottas über DAS: Beim ersten Mal war's merkwürdig ...

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Valtteri Bottas über DAS: Beim ersten Mal war's merkwürdig ...
Autor:
15.06.2020, 09:06

Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas "muss schon zugeben", dass die zweiaxiale Lenkung (DAS) am neuen Formel-1-Silberpfeil durchaus gewöhnungsbedürftig ist

"Es ist ein beeindruckendes Stück Technik", sagt Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas über die zweiaxiale Lenkung (DAS) am Mercedes W11. Was er ebenfalls sagt: Außergewöhnlich sei die Vorrichtung auch bei der Bedienung im Cockpit. Denn der Fahrer muss dazu das Lenkrad von sich wegdrücken und wieder zu sich herziehen.

Das klingt nicht nur unnatürlich, das ist es auch, wie Bottas in einem Instagram-Chat "schon zugeben muss". Dabei sagt er außerdem: "Beim ersten Mal war es so, zum Glück im Simulator. Man gewöhnt sich aber daran und fängt an, dem System zu vertrauen." Schon nach ein paar Übungseinheiten sei "alles gut" und man komme damit klar.


Fotostrecke
Liste

Talbot-Lago T26C-DA

Talbot-Lago T26C-DA
1/23

Foto: LAT Images

Ein schlichtes Stück Holz auf einem Metallrahmen, im Idealfall noch mit Leder verkleidet: Mit einem solchen Lenkrad sind die Fahrer in den 1950er-Jahren in die ersten WM-Läufe der Formel-1-Geschichte gestartet. In dieser Fotostrecke zeigen wir, wie sich die Lenkräder von einst zu Hightech-Spielzeugen entwickelt haben!

Ferrari 500

Ferrari 500
2/23

Foto: LAT Images

Zunächst aber tut sich wenig: Die Lenkräder der 1950er-Jahre - hier im Cockpit eines Ferrari 500 - unterscheiden sich meist nur anhand der Lenkradstreben und anhand des Logos in der Mitte.

Bugatti Type 251

Bugatti Type 251
3/23

Foto: LAT Images

Vereinzelt tauchen in den 1950er-Jahren bereits Instrumente direkt auf dem Lenkrad auf, die meisten Informationen aber erhält der Fahrer von seinem Armaturenbrett hinter dem Lenkrad.

Ferrari 246

Ferrari 246
4/23

Foto: Rainer W. Schlegelmilch

So bleibt es bis in die 1960er-Jahre hinein. Einzig die Anzeigen im Cockpit verändern sich, am Lenkrad selbst tut sich nicht viel - außer dem verstärkten Einsatz von Leichtbaukonstruktionen, wie hier am Ferrari 246 von 1966.

Wolf WR1

Wolf WR1
5/23

Foto: Sutton Images

Viel schlichter als im Wolf WR1 von 1976 geht es nicht. Das Lenkrad, das Armaturenbrett, fertig. Aber ...

Ferrari 312T

Ferrari 312T
6/23

Foto: Rainer W. Schlegelmilch

... zur Mitte des Jahrzehnts tauchen erste Schalter am Lenkrad auf. Der Ferrari 312T von 1975 bietet dem Fahrer so die Möglichkeit, eine Einstellung vorzunehmen, ohne die Hand vom Lenkrad nehmen zu müssen. Eine Revolution!

Surtees TS19

Surtees TS19
7/23

Foto: Ercole Colombo

Diese Lösung macht Schule, wie der Surtees TS19 von 1977 beweist. Auch hier befindet sich ein Schalter auf dem Lenkrad. Damit kann der Fahrer die Zündung (Englisch: Ignition) ein- und ausschalten.

Fittipaldi F8

Fittipaldi F8
8/23

Foto: Sutton Images

Spannend wird es hier im Cockpit des Fittipaldi F8 von 1980: Ein kleines Schild erinnert an die Gurtpflicht, die zu diesem Zeitpunkt aber bereits fast zehn Jahre gilt!

Brabham BT53

Brabham BT53
9/23

Foto: Rainer W. Schlegelmilch

1984 ist das Lenkrad selbst noch immer sehr schlicht und einfach gehalten, aber die Instrumente dahinter und die damit verbundenen Einstellmöglichkeiten sind deutlich umfangreicher geworden. Der Lederkranz ist hier am Brabham BT53 bereits Geschichte und durch griffigeres Material ersetzt worden, wenngleich ...

McLaren MP4/2C

McLaren MP4/2C
10/23

Foto: Rainer W. Schlegelmilch

... McLaren mit dem Modell MP4-2C von 1986 weiterhin auf eine Ledereinfassung setzt. Doch deren Tage sind nun endgültig gezählt.

Lotus 99T

Lotus 99T
11/23

Foto: Rainer W. Schlegelmilch

Mitte der 1980er-Jahre erhalten die Fahrer erstmals Knöpfe auf ihre Lenkräder. Der Lotus 99T von 1987 zeigt einen roten und einen grünen Knopf, dazu ein digitales Display im Hintergrund. Das analoge Armaturenbrett verschwindet aus dem Formel-1-Cockpit.

McLaren MP4/5B

McLaren MP4/5B
12/23

Foto: Ercole Colombo

Zu Beginn der 1990er-Jahre weist das Lenkrad des McLaren MP4-5B von 1990 immer noch nur wenige Knöpfe auf. Ferrari hat da bereits Schaltwippen am Lenkrad installiert und den Ganghebel eingemottet. Die nächste Formel-1-Revolution!

Leyton House CG911

Leyton House CG911
13/23

Foto: LAT Images

1991 bricht Leyton House mit dem CG911 immerhin die bisherige Lenkrad-Form auf und installiert zusätzliche Flächen für die beiden Knöpfe, aber ...

Ferrari 412T2

Ferrari 412T2
14/23

Foto: Rainer W. Schlegelmilch

... erst zur Mitte der 1990er-Jahre geht es Schlag auf Schlag: Ferrari versieht den 412T von 1995 bereits mit mehreren Knöpfen am Lenkrad, das zudem über eine verbesserte Ergonomie verfügt. Der Knopf N ("neutral") steht für den Leerlauf.

Ferrari F310

Ferrari F310
15/23

Foto: Sutton Images

In dieser Zeit tauchen zum ersten Mal Drehschalter auf dem Formel-1-Lenkrad auf, wie hier am Ferrari 310 von 1996. Nun sind auch ein kleines Display und die Drehzahlanzeige direkt ins Lenkrad integriert, dazu Knöpfe für den Funkverkehr (R) und den Boxengassenlimiter (L). Komplett rund ist nun kein Lenkrad mehr.

Ferrari F310B

Ferrari F310B
16/23

Foto: Ercole Colombo

Wie rasant die Entwicklung jetzt voranschreitet, das zeigt der Blick in das Cockpit des Ferrari F310B von 1997: Innerhalb weniger Monate sind viele weitere Schalter und Knöpfe dazugekommen!

Ferrari F2003-GA

 Ferrari F2003-GA
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Foto: Rainer W. Schlegelmilch

Nur sechs Jahre später hat sich das Lenkraddesign komplett verändert. Immer mehr Knöpfe und Schalter sowie ein vergrößertes Display halten Einzug, hier am Beispiel des Ferrari F2003-GA von 2003.

Williams FW26

Williams FW26
18/23

Foto: Sutton Images

Jedes Team entwickelt eigenständige Lösungen, ganz nach Fahrerpräferenz. Die Lenkräder - im Bild der Williams FW26 von 2004 - werden inzwischen aufwändig und kostspielig aus Kohlefaser gefertigt.

McLaren MP4-19

McLaren MP4-19
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Foto: Sutton Images

Ob Trinkflaschen-Aktivierung, Traktionskontrolle oder Reifenwahl: All das erledigt der Fahrer nun per Knopfdruck aus dem Cockpit heraus, direkt am Lenkrad. Wir sehen einen McLaren MP4-19 von 2004.

Toro Rosso STR01

Toro Rosso STR01
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Foto: Sutton Images

Der Übersichtlichkeit halber färben die Teams die Knöpfe unterschiedlich ein, damit sich der Fahrer auf der Strecke leichter tut. Alles muss gut einstudiert sein, damit die Handgriffe ganz natürlich erfolgen können, wie hier beim Toro Rosso STR01 von 2006.

Toyota TF107

Toyota TF107
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Foto: Sutton Images

2007, so scheint es, dient das Toyota-Lenkrad im TF107 hauptsächlich dazu, die vielen Einstellmöglichkeiten parat zu halten. Und natürlich: Gelenkt wird damit auch noch, quasi nebenbei.

Haas VF-16

Haas VF-16
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Foto: Sutton Images

Das Lenkrad im Haas VF-16 von 2016 erinnert mit seiner unten offenen Form fast schon an ein Gamepad. "Spielereien" gibt es tatsächlich, zum Beispiel den verstellbaren Heckflügel (DRS). Gut zu erkennen ist hier das große Einheitsdisplay zentral im Lenkrad. Denn ein Armaturenbrett hat die Formel 1 schon lange nicht mehr ...

Alfa Romeo C39

Alfa Romeo C39
23/23

Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Der Ist-Zustand anhand des Alfa-Romeo-Lenkrads für die Saison 2020. Mit Funktionen, von denen die Grand-Prix-Helden der 1950er-Jahre nur träumen konnten ...


DAS sei ohnehin "ziemlich leicht zu bedienen", meint Bottas. "Und es ist sicher: Du kannst es nicht irrtümlich aktivieren, und nach den Tests im Simulator und [auf der Strecke] sind wir zu einhundert Prozent überzeugt, dass es tut, was es soll."

Nämlich die Aerodynamik und den Reifenhaushalt des Fahrzeugs zu verbessern, indem die Räder besser zur Fahrbahn ausgerichtet werden, sowohl auf den Geraden als auch in den Kurven.

Wie DAS aber unter realen Rennbedingungen funktioniert, das ist offen. "Da haben wir es noch nicht gefahren", sagt Bottas. "Ich freue mich aber schon darauf, in den Rennen zu entdecken, wie es uns helfen kann."

Gegenwind durch etwaige Proteste der Konkurrenz fürchtet Bottas nicht. "Es wurde ja viel darüber diskutiert, ob [DAS] legal ist oder nicht. Wir denken schon", meint er. Trotzdem kann Mercedes die Vorrichtung nur 2020 nutzen: Für 2021 ist DAS bereits verboten.

Mit Bildmaterial von Giorgio Piola.

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