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Nach Gasly-Entscheidung: FOM offen für Verbesserungen

Pierre Gasly steht im Resultat des Grand Prix von Monaco 2026 auf P3

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Pierre Gasly darf sich nach dem Einspruch von Alpine über den dritten Platz beim Großen Preis von Monaco freuen. Nach der Entscheidung der FIA hat sich auch Formula One Management zur Situation geäußert.

Das FOM ist der offizielle Zeitnehmer der Formel 1 und war in dieser Position für den Einspruch entscheidend. Schließlich stand der Vorwurf im Raum, Pierre Gasly wäre zweimal zu schnell in der Boxengasse gefahren. Inzwischen wissen wir, dass der Alpine-Pilot Opfer eines Messfehlers wurde.

In der Kurzfassung: Die Formel 1 misst die Geschwindigkeiten der Fahrer in der Boxengasse nicht mit einer Radarfalle, sondern über eine Sequenz von Zeitnahmeschleifen. Dabei wird die kürzeste Distanz zwischen zwei Schleifen als "Zone" definiert, für welche die Geschwindigkeit der Fahrer berechnet wird.

Das Problem? Beim Großen Preis von Monaco wurde für die erste Zone eben nicht die kürzeste Distanz herangezogen. Während die Zone ursprünglich 2.692 Zentimeter betrug, hätte der kürzeste Abstand laut späteren LIDAR-Scans eigentlich 2.615 Zentimeter betragen.

Dadurch wurde Gasly bestraft, obwohl er nachweislich und für die FIA nun einsichtig zu keinem Zeitpunkt schneller als 60 km/h unterwegs war.

"Als Teil des 'Right of Review'-Prozesses in Monaco haben wir die FIA proaktiv dabei unterstützt, alle relevanten Informationen zu sammeln, um den Rennkommissaren bei ihrer Entscheidungsfindung zu helfen", so ein Statement vom FOM gegenüber unserem Schwesterportal Motorsport.com.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Barrieren am Boxeneingang geändert, wodurch Piloten wie Gasly in der Lage waren, einen etwas kürzeren Weg durch die Box zu fahren als bisher.

"Wir haben die relevanten Bereiche der Boxengasse genauso gemessen, wie bei der Veranstaltung 2025 und haben die üblichen Vorgehensweisen angewandt", erklärt man seitens FOM. "Allerdings haben wir im [Prozess des 'Right of Review'] einen Messfehler festgestellt."

"Wie alle streben wir in diesem Sport nach dem besten Resultat", so das FOM. "Jegliche Verbesserungen oder Anpassungen, die im Licht dieser Situation als notwendig erachtet werden, wird man umsetzen."

Für George Russell, Lewis Hamilton oder Oscar Piastri ist das wohl kein Trost. Während Gasly seine Strafen nicht abgesessen hatte und somit nun vom Rückzug eben dieser profitiert, stehen Mercedes, Ferrari und McLaren trotz des Messfehlers mit leeren Händen da. Inzwischen steht ein Protest von McLaren und Red Bull im Raum.

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