Vereinbarung gebrochen: McLaren wütend auf Ferrari und FIA

Dass Laurent Mekies nach nur wenigen Monaten von der FIA zu Ferrari wechselt, stößt McLaren sauer auf: Ferrari hat damit gegen eine Vereinbarung verstoßen

Der Fall Laurent Mekies hat für Verärgerung im Formel-1-Fahrerlager gesorgt. Der Sicherheitsbeauftrage der FIA und bis jetzt tätige stellvertretende Formel-1-Renndirektor wird den Automobil-Weltverband verlassen und sich Mitte September Ferrari anschließen, wie gestern bekannt wurde. Seinen Posten bei der Scuderia nimmt er dabei in etwas mehr als sechs Monaten ein.

Dieser Umstand stößt McLaren-Rennleiter Eric Boullier sauer auf: "Wir sind sehr unzufrieden darüber, dass die FIA ein weiteres Kernmitglied an einen Rennstall verliert", sagt er gegenüber 'Motorsport.com'. Denn erst im vergangenen Jahr hatte der Fall Marcin Budkowski für Wirbel gesorgt. Als Technikchef der FIA galt er als wichtiger Geheimnisträger der Teams, bevor er plötzlich seinen Wechsel zu Renault bekanntgab.

Weil er damit wichtige Informationen zu seinem neuen Arbeitgeber tragen könnte, wurde in der Strategiegruppe eine Dienstfreistellung diskutiert. Man einigte sich darauf, dass zwölf Monate Pause angemessen wären, bevor man von der FIA oder der Formel-1-Gruppe zu einem Team stößt - und diese Vereinbarung hat Ferrari nun bereits nach kurzer Zeit gebrochen. "Ferrari hat gegen das Gentleman's Agreement verstoßen, und die FIA hat das zugelassen", ärgert sich Boullier.

Mit der Meinung dürfte Boullier im Formel-1-Zirkus nicht alleine dastehen, allerdings hat sich noch kein anderes Team öffentlich zum Fall Laurent Mekies geäußert.

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Rennserien Formel 1
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Artikelsorte News
Tags eric boullier, ferrari, fia, laurent mekies, mclaren, wechsel